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NRW fördert Bürgerhaussanierungen

Gemeinschaftseinrichtungen in Sistig und Sötenich sollen saniert und erweitert werden – Gemeinde Kall erhält insgesamt 238.000 Euro aus Dorferneuerungsprogramm

Düsseldorf/Kall – Die Gemeinde Kall erhält aus dem Dorferneuerungsprogramm 2020 des Landes Nordrhein-Westfalen 238.000 Euro. Insgesamt gehen mehr als 1,6 Millionen der für NRW bereitgestellten 24,8 Millionen Euro in den Kreis Euskirchen, wie jüngst die Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten und Klaus Voussem mitteilten.

In Kall werden zwei Projekte in Sistig und Sötenich unterstützt. Das Dorferneuerungsprogramm trägt laut Pressemeldung der beiden Landtagsabgeordneten dazu bei, Zukunftsorte nach den Ideen der Bevölkerung zu gestalten. „Wer auf Vereins- und Dorffesten unterwegs ist, dem bleibt bei dem ein oder anderen Gemeinschaftshaus der Sanierungsbedarf nicht verborgen“, so Dr. Ralf Nolten. Und so wird in Sistig laut Aufstellung für 145.000 Euro und in Sötenich für 93.000 Euro jeweils eine „dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtung“ saniert und funktional erweitert.

Mit dem Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm NRW sollen diverse Mängel im Sötenicher Bürgerhaus behoben werden, unter anderem soll es barrierefrei zugänglich gemacht werden. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

In Sistig handelt es sich um die 1985 errichtete Bürgerhalle, die mittlerweile an drei Punkten renovierungsbedürftig ist. So ist das Satteldach mit darauf verlegten Dachschindeln seit einigen Jahren undicht. Der Bodenbelag, bestehend aus PVC-Bahnen über Spanplatten, weist einige defekte und durchfeuchtete Stellen auf. Außerdem fehlt eine Dämmung nach unten, sodass durch die Dach- und die Bodenkonstruktion hohe Energieverluste auftreten und es in der Bürgerhalle zugig ist. Schließlich sind die vorhandenen WC-Anlagen deutlich zu klein und lassen sich innerhalb der bestehenden Raumflächen nicht barrierefrei umbauen. Daher ist ein Anbau für neue, barrierefreie und behindertengerechte Sanitäranlagen dringend erforderlich. Die Gemeinde Kall ist sich sicher, dass das die Attraktivität der Bürgerhalle deutlich steigern wird.

Mit dem Fördergeld sollen in Sistig nun die Dacheindeckung erneuert und gedämmt, der Fußboden renoviert und im Saal gedämmt sowie eine barrierefreie und behindertengerechte Toiletten-Anlage angebaut werden. Außerhalb der Förderung stehen außerdem noch die Gestaltung der Außenanlage und der Bau eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Plan.

Sehr erfreut zeigte sich der Vorsitzende des Bürgervereins, Manfred Schlierf, darüber, „dass das gemeinschaftliche Engagement mit der Bezirksregierung, der Gemeindeverwaltung, dem Rat und dem Bürgermeister dazu geführt hat, dass wir nun mit den zugesagten Fördermitteln unsere dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in Angriff nehmen können.“ Damit werde die Bürgerhalle für den Heimatort und die Gemeinde attraktiver und wohnlicher.

Ort der Integration für Jung und Alt

In Sötenich geht es ebenfalls um das Bürgerhaus, das nach dem Umbau zu einem Ort der Integration für Jung und Alt werden soll. Errichtet wurde es in den Jahren 1996/97 und ist mittlerweile die letzte verbliebene Versammlungsstätte im Dorf. Allerdings weist es mittlerweile auch einige Mängel auf: Der Estrichboden und die aufgestrichene Versiegelung haben defekte, abgeplatzte und weggebrochene Stellen. Gleichzeitig klagen besonders ältere Bürger über ein unangenehmes Raumklima und Fußkälte.

Die vorhandenen WC-Anlagen lassen sich innerhalb der bestehenden Raumflächen nicht barrierefrei umbauen und sie verfügen über keine ausreichende Be- und Entlüftungsmöglichkeit, sodass im Deckenbereich Feuchtigkeitsschäden auftreten. Der Zugang für ältere und behinderte Besucher des Bürgerhauses ist nicht barrierefrei. Es fehlt außerdem an einem Bühnenaufbau, der den erforderlichen Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen entspricht. Das Kühlaggregat des Kühlraumes ist mittlerweile über 20 Jahre alt und energetisch nicht mehr auf dem aktuellen Standard. Wand- und Deckenflächen weisen wegen fehlender oder unzureichender Entlüftung teilweise größere Feuchtigkeitsschäden auf. Der im Saal vorhandene Hauptgasanschluss mit Regler und Absperrung ist aus Brandschutzgründen dort nicht zulässig.

145.000 Euro fließen aus dem NRW-Förderprogramm in die Bürgerhalle Sistig, um unter anderem das stellenweise undichte Dach zu sanieren. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Aus all den genannten Gründen sind einige Maßnahmen erforderlich: die Renovierung des Fußbodens im Saal, die Installation einer Fußbodenheizung mit Dämmung und der zugehörigen Gastherme zur Erreichung einer Grundtemperierung im Gebäude und Vermeidung bauphysikalischer Mängel, die Verlegung des bestehenden Gasanschlusses, die Renovierung des Fußbodens und der Decke des Kühlraums, die Erneuerung des Wand- und Deckenanstrichs, die Anschaffung einer für Vereins- und Brauchtumsveranstaltungen erforderlichen Bühne, der An- und Ausbau einer barrierefreien und behindertengerechten Toilette, der Anbau eines barrierefreien Zugangs über eine Rampe am Haupteingang, die Anschaffung einer geeigneten Küchenausstattung und von Tischen und Stühlen, die Ertüchtigung der Toiletten-Entlüftung, die Erneuerung des Kühlaggregates, der Umbau der Beleuchtung auf LED sowie die Ertüchtigung der elektrischen Anlagen, um bestehende Sicherheitsmängel zu beseitigen.

Die Vorsitzende des Bürgervereins Sötenich, Birgit Drewes, äußerte sich ebenfalls hocherfreut. Im Vordergrund standen bei der Antragstellung der dringend benötigte Umbau und die Erweiterung des Bürgerhauses, das zu einem Ort für die unterschiedlichsten Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Feierlichkeiten werden soll. Die Zusage der Fördermittel bereitet Drewes eine besondere Freude. „Kein Stillstand, sondern es geht weiter. Wir können anpacken und etwas Neues schaffen. Und das, was wir schaffen werden, steht dann wieder für Geselligkeit und Freude. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

pp/Agentur ProfiPress