Hightech-Bikes aus zweiter Hand
Mechernicher Pfarrjugend nahm beim Rädermarkt gut 2500 Euro für die geplante Jugendwallfahrt zum Heiligen Jahr nach Rom ein
Mechernich – Angesichts hochkomplexer Zweiradtechnik mit und ohne Elektrounterstützung verbietet sich heutzutage selbst bei einem Second-Hand-Rädermarkt der überkommene Vergleich mit einem „Drahtesel“. Unter den 200 Fahrrädern, die am Wochenende von der Mechernicher Pfarrjugend im und um das Johanneshaus neben der Kirche zum Verkauf angeboten wurden, befanden sich auch ein Liegerad, ein Dreirad für Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen, ein Laufrad, Carbon-Rennräder und mehrere E-Bikes. Dazu Bobbycars, Rädchen und Kindersitze für „Pänz“ und jede Menge Radzubehör.

Die Ware war Freitag und Samstag und zum Teil auch bereits Wochen vor dem eigentlichen Rädermarkt der Pfarrjugend von den Besitzern als Kommissionsartikel angeliefert worden. Samstag und Sonntag belagerten Interessenten die Bestände, ließen sich von den ob ihrer mittlerweile erworbenen Zweiradkunde allseits gelobten Jugendlichen beraten und zückten ihre Portemonnaies, um das gute ausgewählte Stück zu bezahlen.

Von den gespendeten Fahrrädern dürfen die jungen Christen alles für ihre im Sommer geplante Jugendwallfahrt zum Heiligen Jahr in Rom behalten, von den in Kommission verkauften Bikes immerhin 20 Prozent des Verkaufserlöses. Am Ende kamen so gut 2500 Euro für die Reisekasse zusammen, berichteten Pfarrer Erik Pühringer und die in Mechernich ehrenamtlich tätige Jugendseelsorgerin Rebekka Narres, die Referatsleiterin der Jugendseelsorge in der Aachener Bistumsregion Düren/Eifel ist.
20 Prozent auf Kommissionsware
„Rechnet man die Einnahmen auf den tagelangen Arbeitseinsatz eines knappen Dutzends Jugendlicher um, dann kommt zwar weniger als der gesetzliche Mindestlohn heraus“, so Erik Pühringer, der Leitende Pfarrer des Pastoralen Raumes „St. Barbara“ Mechernich: „Aber es war alles in allem ein gelungener Rädermarkt.“ Und der Reinerlös war immerhin mehr als doppelt so hoch wie 2024…

„Wir nehmen die Artikel im Auftrag privater Anbieter in Kommission, bekommen einen Wunschpreis und einen Mindestpreis genannt, und am Ende 20 Prozent der Einnahmen als Provision für unsere Romwallfahrerkasse“: So funktioniert laut Simon Schmitz, einem langjährigen Mitglied der Gruppe aus Nöthen, seit vielen Jahren das Programm bei der Veranstaltung der christlichen Jugend.

Zuletzt 2023 waren die Mechernicher Jugendlichen bei den „Tagen der Begegnung“ auf den Azoren und beim Weltjugendtag mit Papst Franziskus in Lissabon. Momentan werden weiter Spenden und Veranstaltungsgewinne für die Teilnahme an der Jugendwallfahrt zum Heiligen Jahr in Rom generiert. Die Mechernicher Pfarrjugend reist seit 2008 (Sydney) rund um den Globus zu Treffen der Päpste mit den jungen Christen dieser Welt.
pp/Agentur ProfiPress