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„Im Kleinen große Dinge bewirken“

Rotary Club Monschau-Nordeifel spendete 1.000 Euro an GenoEifel eG – Helfernetzwerk setzt auf gegenseitige Unterstützung

Kall/Monschau/Nordeifel – Schnelle und unkomplizierte Hilfe im Alltag ist das Markenzeichen der GenoEifel eG (Bahnhofsstraße 9, 53925 Kall). Ob gemeinsames Einkaufen, Arztfahrten, Hilfe im Haushalt oder bei widerspenstiger Elektronik – egal ob jung oder alt, Mitglieder des „Helfernetzwerks“ sind nicht allein. Möglich machen es viele Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, die sich selbstlos für andere einsetzen – und, wenn nötig, auch selbst Hilfe bekommen.

„In unserer generationsübergreifenden Selbsthilfe-Gemeinschaft sorgen wir füreinander. Dabei ist es unerheblich, ob man aktiv mitwirkt oder ausschließlich Hilfe in Anspruch nimmt“, erklärt die GenoEifel. Diese wichtige Arbeit wissen in der Nordeifel und darüber hinaus viele Menschen zu schätzen. So auch Vereine wie der „Rotary Club Monschau-Nordeifel“, der sie nun mit 1.000 Euro unterstütze.

Dessen Mitglied Dieter Johnen, selbst auch in der GenoEifel aktiv, überreichte den symbolischen Scheck nun an die glücklichen Projektmanagerinnen Nicole Giefer und Franziska Heun in Kall. Die freuten sich: „Wir sind über jede Hilfe dankbar! Denn unsere Förderer und Mitglieder machen unsere Arbeit erst möglich!“ Gefördert wird das Ganze derzeit auch noch durch die Europäische Union.

Helfende sind „Herzstück“

So heißt es offiziell: „Wir verbinden Menschen und Organisationen, die unsere Gesellschaft aktiv und lebenswert für alle Generationen gestalten wollen. Menschen miteinander in Kontakt bringen, Begegnungen ermöglichen und gegenseitige Wertschätzung, Verbundenheit und Freude erleben – das ist das Konzept der GenoEifel!“

Passend dazu hilft auch der Rotary-Club weltweit bei sozialen Projekten. „Aber nur dann, wenn wir uns ganz sicher sind, dass unsere Spenden auch sinnvoll genutzt werden!“, so Johnen. Das war hier der Fall. „Dass Herr Johnen auch in unserem Helfernetzwerk ein engagiertes Mitglied ist, war dabei besonders wertvoll. Denn so konnte er sein Ehrenamt genau beschreiben, was die Spende für uns zu einem noch größeren Lob macht“, freute sich auch Franziska Heun.

1.000 Euro spendete der Rotary Club Monschau-Nordeifel an die Geno Eifel eG mit Sitz in Kall. Den Spendenscheck gab´s von Dieter Johnen, der auch im Helfernetzwerk selbst aktiv ist. Entgegen nahmen ihn die Projektmanagerinnen Nicole Giefer (l.) und Franziska Heun. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Johnen ist damit einer von inzwischen über 1.250 Leuten, die mit ihrem Engagement ehrenamtliche Helfer der GenoEifel sind. Sie bilden das „Herzstück“ des Helfernetzwerks, besuchen beispielsweise Menschen im Krankenhaus oder helfen bei der Kinderbetreuung. In den Büros der GenoEifel – unter anderem in Kall, Erftstadt, Adenau und Euskirchen – arbeiten Berater, die als Ansprechpartner fungieren und die Hilfsangebote vermitteln.

„Gerade für Seniorinnen und Senioren sind wir eine große Hilfe, wenn sie niemand anderen bitten wollen. So bleibt beispielsweise ein besseres Gefühl, denn sie zahlen ja einen kleinen Obolus pro Stunde“, erklärte Johnen: „Außerdem nehmen wir uns Zeit für sie, hören zu und sind einfach da. So sind die Menschen weniger einsam.“

Nicole Giefer führte aus: „Auf dem Land hat man meist auch lange Wege und keinen Orthopäden, Augenarzt oder ähnliches mehr in der Nähe. Da vermitteln wir auch gerne Fahrten. Zur GenoEifel gehören mittlerweile aber auch viele junge Leute, beispielsweise zugezogene Familien mit Kindern, die Anschluss suchen oder Hilfe brauchen, die Verwandte nicht leisten können.“

Interesse?

In der Selbsthilfe-Gemeinschaft engagieren kann man sich ab 14 Jahren mit Einverständnis der Eltern. Junge Leute können sich so ein kleines Taschengeld verdienen. Vertrauen ist dabei das A und O, darum ist die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses Pflicht. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 40 Euro pro Haushalt. Für 50 Euro erhält man Anteile an der Genossenschaft dazu. Bis 21 zahlen Jugendliche ermäßigt 12 Euro. Über die GenoEifel ist man dann auch beim Helfereinsatz versichert.

Den mit der Arbeit verdienten Obolus, rund sechs Euro die Stunde, kann man sich auszahlen oder auch gutschreiben lassen, falls man selbst in Zukunft auf Hilfe des Helfernetzwerkes angewiesen ist.

Potenzielle Helferinnen und Helfer können sich bei Interesse telefonisch unter (0 24 41) 8 88 61 oder per Mail unter info@genoeifel.de bei Nicole Giefer und Franziska Heun melden. Denn, so resümierte Dieter Johnen: „Wir können die Welt nicht retten. Doch jeder kann selbst Verantwortung übernehmen und auch im Kleinen große Dinge bewirken.“

pp/Agentur ProfiPress