Aktuelles

Kooperation „Mühlensee“

Stadt Mechernich und Erftverband schließen Vereinbarung zum Hochwasserschutz – Konkretes Ziel ist, ein möglichst maximales Rückhaltevolumen zu gewinnen

Mechernich-Kommern – Die Stadt Mechernich und der Erftverband haben eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen. „Mit dieser Kooperation machen wir den Weg frei, schnellstmöglich und konkret den Mühlensee zum Hochwasserschutz der Kommerner Bevölkerung zu nutzen“, so Erster Beigeordneter Thomas Hambach.

Der Mühlensee bietet ein großes Potential für den Kommerner Hochwasserschutz. Archivfoto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Stadt ist Eigentümerin des Kommerner Mühlensees, der Erftverband aber grundsätzlich für Gewässer und deren Unterhaltung zuständig. Gemeinsam spricht man sich für das Ziel aus, möglichst viel Rückhaltevolumen zu schaffen.

Der Erftverband hatte in einer Sitzung des Planungsausschusses der Stadt bereits erste Skizzen zu einem „Grünen Becken“ vorgestellt, das die maximale Drosselung des Bleibachs im Falle eines Hochwasserereignisses möglich machen soll.

Klarer Favorit

Der Erftverband sprach sich damals in der Versammlung in der Bürgerhalle eindeutig für diese Lösung als klaren Favoriten aus. Damals gab es Stimmen, die den Erhalt des Mühlensees in seiner bisherigen Form forderten und eine Veränderung des Landschaftsbildes ablehnten.

„Wir wollen die maximalen Möglichkeiten zum Hochwasserschutz, die der Mühlensee bieten kann, in Kommern ausschöpfen – und das mit großem Tempo, in großen Schritten und mit höchster Priorität“, so Thomas Hambach: „Nach dem verheerenden Hochwasser in der Nacht zum 15. Juli kann wohl niemand mehr sagen, dass halbe Lösungen reichen.“ Miteinfließen in die Betrachtung soll aber weiterhin der Freizeitwert der Anlage.

Eine konkrete Planung, wie der optimale Umbau aussieht, soll nun von einem Ingenieurbüro ausgearbeitet und der Politik dann vorgestellt werden.

Im Zuge des Wiederaufbaus und der Beseitigung von Hochwasserschäden könnten für den Umbau des Mühlensees unter Umständen auch Fördergelder genutzt werden.

pp/ Agentur ProfiPress