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„Eifel-Winter“ im Bergwerk

Lesung mit Ralf Kramp und Manni Lang im Mechernicher Museum am Mittwoch, 30. November, ab 19 Uhr

Mechernich – Rechtzeitig vor Weihnachten kommt eine überarbeitete Neuversion des regionalen Bestsellers „Eifel-Winter“ aus dem Hillesheimer KBV-Verlag in die Buchhandlungen.

Der Herausgeber Manfred „Manni“ Lang und der Verleger und Zeichner Ralf Kramp stellen die Neuauflage als klappenbroschiertes Handbuch am Mittwoch, 30. November, ab 19 Uhr im oberirdischen Teil des Mechernicher Besucherbergwerks vor. Museumsleiter und Fördervereinsvorsitzender Günter Nießen begrüßt das geschätzte Publikum.

Der Eintritt zu dieser Buchvorstellung und Lesung kostet fünf Euro und ist für das Mechernicher Besucherbergwerk bestimmt. Die Buchhandlung Schwinning hält einen Büchertisch vor. Es besteht die Möglichkeit, sich Exemplare als Weihnachtsgeschenke vom Herausgeber und Zeichner signieren zu lassen.

Der KBV-Verlag schreibt zur Neuauflage: „Eifelkenner Manfred Lang hat eine beeindruckende Sammlung von Geschichten für die langen Abende vor und nach Weihnachten zusammengestellt. Mit bekannten Autorinnen und Autoren wie Clara Viebig, Jakob Kneip, Fritz Koenn, Jacques Berndorf und vielen mehr blickt Lang auf die kalte Jahreszeit seiner Eifelheimat. Die atmosphärischen Zeichnungen von Ralf Kramp runden den Band ab und machen aus ihm ein liebevolles gestaltetes Lesebuch.“

Manfred Lang stellt eine Neuauflage seines Regionalbestsellers „Eifel-Winter“ im Bergbaumuseum Mechernich vor. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress
Manfred Lang stellt eine Neuauflage seines Regionalbestsellers „Eifel-Winter“ im Bergbaumuseum Mechernich vor. Foto: Sabine Roggendorf/pp/Agentur ProfiPress

Literarischer Weihnachtsteller

Das Buch ist ein reich gefüllter literarischer „Weihnachtsteller“. Es geht um Niklaus, Schlitten, Schneeballschlachten, um Kindheitserinnerungen und den christlichen Glauben, aber auch um Menschliches, um Mundart, Mord und Totschlag. In der Autorenliste finden sich Stefan Andres, Theodor Seidenfaden und Ludwig Mathar, Peter Zirbes, Wilhelm Hay und Peter Kremer, Fritz Koenn und Rainer M. Schröder.

Manfred „Manni“ Lang ist 1959 auf einem Bauernhof in Bleibuir/Eifel geboren und hat sich zeitlebens außer zu militärischen, Lern-, Arbeits- und Urlaubszwecken nie sehr weit aus der rheinisch sprechenden Eifel entfernt. Der gelernte Tageszeitungsredakteur und langjährige selbstständige Betreiber einer Presse- und PR-Agentur („ProfiPress“) in Mechernich hat mittlerweile über 20 Bücher herausgebracht, meistens aus der und über die Eifel.

Er ist Ständiger Diakon in der katholischen Kirche (Bistum Aachen) und stellvertretender Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo, Rezitator und Vortragskünstler, unter anderem mit der berüchtigten „Eifel-Gäng“.

Zur Neuauflage von „Eifel-Winter“ führte Ira Schneider (KBV-Verlag) ein Interview mit dem gebürtigen Bleibuirer. Dabei sagte Lang zu seiner Literatursammlung: „»Eifel-Winter« gab‘s vor fast 15 Jahren in etwas anderer Form schonmal als Hardcover. Das Buch war ein regionaler Bestseller. Eben, weil alles drin ist: Weihnachtsstimmung, menschlich anrührende Geschichten, Schauer, Humor und Krimi – und alles spielt in der wunderbaren Eifel…“

Geschichten aus Kindheit und Jugend eröffnen den Erzählzyklus, so der 63-Jährige: „Hier wird das Fundament gelegt – ich habe mich auch in den Kreis der Autoren eingereiht und erzähle vom Bauernhof meiner Eltern und Großeltern, von Advent und Weihnachten und dem ersten großen Unglück meines Lebens …“

Auf 312 Seiten kommen Autoren aus vielen Epochen zum Thema Eifel-Winter zu Wort. Repro: Ira Schneider/KBV/pp/Agentur ProfiPress
Auf 312 Seiten kommen Autoren aus vielen Epochen zum Thema Eifel-Winter zu Wort. Repro: Ira Schneider/KBV/pp/Agentur ProfiPress

„Verrückter Christbaumständer“

 Die „Muss-Stories“ des Bandes sind für den Herausgeber „Moselweihnacht“ von Stefan Andres, „Hürtgenwald 1944“ von Fritz Vincken, „Der verrückte Christbaumständer“ aus seiner Feder und „Wasser zu Wein“ von Theodor Seidenfaden, aber auch „Der Danz vom Räuber Horrifikus“, eine Eifeler Variante des wunderbaren Weihnachtsmärchens von Peter Rosegger.

Die ältesten Texte seien in gewissem Sinne die Übersetzungen der Weihnachtsevangelien von Andreas Heinz ins Mosel- und von Fritz Koenn ins Rheinfränkische, die jüngsten die speziell für „Eifel-Winter“ verfassten Krimis und Erzählungen zeitgenössischer Autoren, darunter seines Freundes und Verlegers Ralf Kramp, der auch wunderbare Zeichnungen zu dem Buch beigesteuert habe: „Aber auch Altmeister Jacques Berndorf, Carola Clasen und die leider viel zu früh von uns gegangene Erika Kroell sind dabei …“

Ira Schneider hat Lang auch gefragt, wie die Familie selbst Weihnachten feiert und wie ein typischer gemütlicher Eifel-Winter-Abend im Hause Lang aussieht: „Wir gehen Heiligabend in die Kirche, nach der Christmette und vor der Bescherung gibt es Kartoffelsalat und Würstchen, dann wird die Krippe illuminiert, gesungen und gespielt. Am ersten Feiertag feiern wir mittags mit Kindern und Enkeln. Ansonsten lese ich immer wieder Eifel-Winter-Geschichten – für mich und anderen daraus vor… Es sind die einfachen Dinge, die einen gemütlichen Winterabend ausmachen: Feuer im Ofen, Holz im Korb, das Kreuz an der Wand, Menschen am Tisch …“

pp/Agentur ProfiPress

Eifel-Winter: Manfred Lang (Hg.), Neuauflage, Klappenbroschur, 312 Seiten, ISBN 978-3-95441-643-1, 17,00 Euro (D)