Brücke Satzvey steht in Startlöchern

Bauwerk soll laut Landesbetrieb Straßenbau NRW am Donnerstag, 23. Dezember freigegeben werden

Mechernich-Satzvey – Die Nachricht wird Anwohner und Pendler freuen. Knapp fünf Monate nach dem schweren Unwetter soll die neue Brücke an der Landstraße 11 in Satzvey am Donnerstag, 23. Dezember freigegeben werden. Das teilt der Landesbetrieb Straßenbau NRW am heutigen Donnerstag (16. Dezember) mit.

Tags zuvor hatte sich Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen ein Bild von der Wiederaufbaumaßnahme nach dem Juli-Hochwasser, bei dem die Brücke in den Fluten mitgerissen wurde. Er lobte den schnellen Wiederaufbau in der strassen.nrw-Region Ville-Eifel: “Das Ausmaß der Schäden nach der Unwetterkatastrophe im Juli macht uns bis heute betroffen. Zugleich ist es beeindruckend, wie hier Brücken und Straßen in nur wenigen Monaten aufgebaut werden, damit sie von den Menschen wieder genutzt werden können.“

Die Behelfsbrückenlösung in Satzvey hat ein Ende. An der L11 klaffte nach der Flutkatastrophe eine Lücke, als Zwischenlösung diente eine Ersatzbrücke für Fußgänger (Foto). Das inzwischen errichtete neue Brückenbauwerk soll laut Landesbetrieb Straßenbau NRW einen Tag vor Weihnachten, am Donnerstag, 23. Dezember, für den Verkehr freigegeben werden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der Landesbetrieb setze beim Ersatzneubau auf die Zusammenarbeit mit Bauunternehmen, die innovative Verfahren zum schnellen und sicheren Bau von Bauwerken entwickelt haben, wie zum Beispiel ressourcensparende Fertigbauteilmethoden – so auch in Satzvey.

Andere Bauweise

„Die Brücke ist eine komplett andere Bauweise als die vorherige“, erläutert Torsten Gaber von strassen.nrw Ville-Eifel. So wurde der Überbau hergestellt aus einem Betonfertigteil-Längsträger für eine direkt befahrbare Oberfläche. Die Gründung der Widerlager erfolgte mit Bohrpfählen. Durch diese Tiefengründung könne das Unterspülen der Fundamente nicht mehr passieren. Außerdem habe man für eine Vergrößerung des Durchflussquerschnitts gesorgt.

Wie die vorherige sei die neue Brücke zugelassen für maximal 40 Tonnen, so Gaber weiter. Die Bauzeit betrug insgesamt vier Monate. Einen Monat habe allein der Abriss und die Beseitigung des alten Bauwerks gebraucht. Die Gesamtkosten einschließlich Straßenbau belaufen sich laut Landesbetrieb auf 1,4 Millionen Euro.

Auch Thomas Hambach, der als Erster Beigeordneter das Projekt seitens der Stadt Mechernich eng betreute, ist froh um den Wiederaufbau: „Mit dem neuen Brückenbauwerk ist eine große Lücke endlich wieder geschlossen. Für die Satzveyer Bürger ist sie eine wichtige Verbindung und Zufahrt zum Wohnort, zum Zentralort, zum südlichen Stadtgebiet oder für Lieferverkehre. Aber auch für Schüler der Satzveyer Schulen, die mit Schulbussen oder Autos gebracht werden, bringt die Freigabe eine große Erleichterung, sie mussten über Wochen kilometerweite und zeitraubende Umwege in Kauf nehmen.”

Bereits Ende Juli war an dieser Stelle der L11 nahe den Bahngleisen ein Provisorium durch den Landesbetrieb errichtet worden, damit wenigstens Fußgänger den Veybach überqueren und von dem einen zum anderen Ortsteil gelangen können.

pp/Agentur ProfiPress