Trinken, trinken, trinken

So komme ich gut und gesund durch die aktuelle Hitzeperiode: Tipps von DRK-Kreisverbandsarzt Frank Gummelt – Was tun bei hitzebedingten Notfällen

Mechernich – Das Thermometer klettert unaufhaltsam in die Höhe. Am heutigen Dienstag wird der heißeste Tag der Woche erwartet. „Ab 35 Grad sind die Temperaturen für alle Menschen ein Problem – insbesondere aber für Ältere, chronisch Kranke und für Kleinkinder“, sagt Frank Gummelt. Der DRK-Kreisverbandsarzt aus Mechernich gibt Tipps für das Verhalten während der Hitze und für die Erste Hilfe bei hitzebedingten Notfällen.

Viel Trinken ist das A und O bei den aktuell hohen Temperaturen. Foto: pixabay Baudolino/pp/Agentur ProfiPress

So lautet die erste Regel: Trinken, trinken, trinken. Auch bei normalen Temperaturen sollte ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden. Bis zu zwei Litern pro Tag lautet die gängige Empfehlung. „Bei den aktuell sehr hohen Temperaturen sollten gesunde Menschen nochmal ein bis anderthalb Liter mehr Flüssigkeit zu sich nehmen“, sagt Frank Gummelt. Allerdings: Finger weg von allzu großen Mengen Alkohol. Denn der entziehe dem Körper Flüssigkeit und sei daher kontraproduktiv. Beim Thema Trinken, ist dem Notarzt noch eine Sache sehr wichtig: „Bitte darauf achten, dass sich keine Wespen in die Getränkeflaschen geschlichen haben. Ein Stich im Mund- oder Rachenraum sei nicht nur sehr unangenehm, sondern mitunter auch gefährlich.“

Körperliche Anstrengungen vermeiden

Generell rät der Mechernicher Arzt dazu, körperliche Anstrengungen so gut es geht zu vermeiden oder nach Möglichkeit ganz darauf zu verzichten. Für Menschen mit lichtem Haar oder Glatze ist sein Ratschlag: Auf jeden Fall eine Kopfbedeckung tragen. „Dadurch werden einerseits Sonnenbrände vermieden, aber noch viel wichtiger langfristige Hauterkrankungen, die mitunter bösartig sein können“, sagt Gummelt, der auch dazu rät, in diesen Tagen luftige Kleidung zu tragen, unter der sich die Hitze nicht stauen kann.

Der Notarzt und DRK-Kreisverbandsarzt Frank Gummelt gibt Ratschläge, um gut und gesund durch die aktuelle Hitze zu kommen. Foto: Manni Lang/pp/Agentur ProfiPress

Wer es mit der Sonneneinstrahlung allerdings übertrieben hat oder hitzebedingte Symptome wie Schwindel, Kopfschmerz oder Ohnmacht zeigt, dem muss schnell geholfen werden. „Oft hilft es, die oder den Betroffenen in den Schatten zu bringen, die Füße hochzulegen und für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen“, sagt Frank Gummelt. Bessert sich der Zustand nicht, sollen sich die Helfer nicht scheuen, den Notruf zu wählen.

Eis essen geht immer

Letztlich hat die Sonne aber ja auch etwas Gutes. Denn nur unter Einfluss von Sonnenlicht kann unsere Haut das so wichtige Vitamin D produzieren. Das fördert starke Knochen und Zähne, hat einen Einfluss auf die Muskelkraft und trägt zu einem funktionierenden Immunsystem bei. Daher hat Frank Gummelt noch einen letzten Rat: „Ab in die Sonne und ein Eis essen geht immer.“

pp/Agentur ProfiPress