Nöthener Springprozession
GdG Mechernich bietet an und in der Pfarrkirche St. Willibrordus eine Alternative zum Corona-bedingt abgesagten Echternacher Original – Treffpunkt Pfingstdienstag um 18 Uhr
Mechernich/Nöthen – „Weltjugendtag zu Hause“ gab es vor einigen Jahren schonmal, weil das „echte“ Glaubenstreffen junger Christen mit Papst Franziskus in Brasilien stattfand – und damit für viele unter finanziellen und Sicherheitsgesichtspunkten unerreichbar weit weg.
Dieses Jahr gibt es in der Gemeinschaft der Gemeinschaft St. Barbara Mechernich eine „Echternacher Springprozession daheim“. Das Original, das seit Jahrhunderten Jahr für Jahr immer am Pfingstdienstag im luxemburgischen Städtchen Echternach stattfindet – und zwar zu Ehren des dort bestatteten Heiligen Willibrordus – fällt 2020 wegen Covid 19 aus.

Deshalb hat der Mechernicher und Nöthener Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer Pfingstdienstag, 2. Juni, um 18 Uhr zu einer alternativen Springprozession nach Echternacher Vorbild an und anschließend in die Pfarrkirche Nöthen eingeladen, die ebenfalls dem Heiligen Willibrord geweiht ist.
Der religiöse Brauch, Teil des immateriellen Kulturerbes der UNESCO, geht auf eine Nervenkrankheit im Mittelalter zurück, den sogenannten „Veitstanz“, dessen Verschwinden man dem heiligen Willibrord zuschrieb.
Weiße Taschentücher mitbringen
Die Teilnehmer „springen“ dabei zu Polka-Melodien in Reihen durch die Straßen der Stadt bis zum Grab des Heiligen in der Echternacher Basilika. In Nöthen will der örtliche Musikverein unter Michael Schmitz am Pfingstdienstag für die entsprechende Musik sorgen.

Auf der GdG-Webseite heißt es unter der Überschrift „Echternacher Springprozession in Nöthen“: „Auf Grund der Corona-Pandemie ist die Echternacher Springprozession in diesem Jahr abgesagt worden. Alternativ zur Wallfahrt nach Echternach bieten wir in diesem Jahr am Pfingstdienstag, 2.Juni, um 18 Uhr eine kleine Springprozession in Nöthen um die Pfarrkirche an mit anschließender Messe mit dem Musikverein Nöthen.“
Die Springer werden gebeten, weiße Taschentücher oder Stoffservietten mitzubringen. Der Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Meter wird während des Springens gewährleistet, so Pfarrer Pühringer.
pp/Agentur ProfiPress