„Gründerin nicht ernstgenommen“

Bischof Philippe Rukamba (74) aus Butare (Ruanda) besuchte Fronleichnam die Communio in Christo in Mechernich – Gebet am Grab von Generalsuperior Karl-Heinz Haus

Mechernich – Bischof Philippe Rukamba (74) aus Butare (Ruanda) besuchte Fronleichnam gemeinsam mit Pfarrer Egide Gatali die Communio in Christo in Mechernich. Sein Besuch galt vor allem der letzten irdischen Ruhestätte von Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der am 17. Januar verstorben war. Rukamba betete an seinem Grab auf dem Mechernicher Friedhof.

Der afrikanische Hirte zelebrierte die Fronleichnamsmesse in der Hauskapelle der Communio gemeinsam mit den Priestern Patrick Mwanguhya, Varughese Mathew und Egide Gatali. Pfarrer Patrick begrüßte den Bischof und hielt Einführung und Predigt.

Im Gedenkzimmer an die Gründerin(v.r.): Father Patrick Mwanguhya, Edo und Marie-Thérèse Dijkstra, Pfarrer Egide Gatali, Bischof Philippe Rukamba und Schwester Lidwina. Foto: Gaby Dämmer /pp/Agentur ProfiPress

Der Ruander dankte der Communio in Christo auch für ihre Gastfreundschaft für einen seiner Priester, der sehr krank ist. Beim Mittagessen im Refektorium berichtete Rukamba, er habe im Kontext zu seinem Patrologie-Studium in Rom in Bonn-Kreuzberg Deutsch gelernt und während Ferienzeiten in deutschen Pfarreien ausgeholfen.

Frau und Laiin

Rukamba sprach auch die Problemlagen in Kirche und Welt an, die Missbrauchsskandale, den Suizid des Regens im Bistum Limburg vergangene Woche und auch den Genozid 1994 in Ruanda, dem ein Großteil der Familie des Bischofs zum Opfer fiel.

Während der Fronleichnamsmesse (v.r.) Father Varughese Mathew, Festprediger Patrick Mwanguhya, Bischof Philippe Rukamba und Pfarrer Egide Gatali. Foto: Marie-Thérèse Dijkstra /pp/Agentur ProfiPress

Über Mutter Marie Therese sagte der afrikanische Theologe, Mystiker und Gründer hätten es nie leicht, weil sie Dinge von Gott weitergeben, die die Menschen nicht unbedingt hören wollen. Außerdem hätten die Vertreter der Amtskirche Mutter Marie Therese nicht ernst genommen, weil sie eine Frau war und nicht Theologie studiert hatte, ergänzte Schwester Lidwina. Der Bischof „Communio ist für alle gemeint, also auch für mich.“

pp/Agentur ProfiPress