Aktuelles

„Dreistelliger Millionenbetrag“

Bundeswehr investiert in Liegenschaften Mechernich und Euskirchen – Neue Arbeitsplätze, Sanierungen, Umstrukturierungen und Neubauten geplant – Pressespiegel zu einem Bericht des Redakteurs Tom Steinicke (Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau)

Mechernich/Euskirchen – Viel Geld für große Projekte lautet derzeit die Devise der Bundeswehr. Denn in die Kaserne und das Materialdepot Mechernich soll laut einer Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr ein „dreistelliger Millionenbetrag“ investiert werden. Dazu werde im Moment ein Ausbaukonzept erarbeitet. Das geht aus einem Bericht von Redakteur Tom Steinicke für die in Mechernich und Euskirchen erscheinenden Kölner Tageszeitungen hervor. Zusätzlich sollen 101 Millionen Euro in die „Generalmajor-Freiherr-von-Gersdorff-Kaserne“ in Euskirchen investiert werden.

„Otto-Versand“ legt zu

Das Mechernicher Bundeswehr-Materialdepot, scherzhaft „Otto-Versand der Bundeswehr“ genannt, lagert Nachschub unterschiedlichster Art. Die weltweite Zuständigkeit reicht bis zu Einsätzen in Mali oder zuletzt noch in Afghanistan.

Die Aufgaben dieses Standortes sollen sich in Zukunft aber in gewissen Punkten ändern. So werde das „Sanitätsversorgungszentrum“ von Mechernich nach Euskirchen verlegt, in Mechernich werde dafür beispielsweise der Neubau des „Kalibrierzentrums“ der Bundeswehr angestoßen.

Die Bundeswehr investiert jeweils dreistellige Millionenbeträge in die Standorte Mechernich und Euskirchen. Hier: Das Materiallager Mechernich mitsamt Stabgebäude des Bundeswehrdepots West von oben. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die Bundeswehr investiert jeweils dreistellige Millionenbeträge in die Standorte Mechernich und Euskirchen. Hier: Das Materiallager Mechernich mitsamt Stabgebäude des Bundeswehrdepots West von oben. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bereits 2015 wurde eine große 33-Millionen-Euro-Investition in den Mechernicher Bundeswehrstandort angekündigt. Damit sollten Lagerhallen auf dem Gelände erneuert werden. Umso mehr beeindruckt nun die mehr als verdreifachte Summe am Mechernicher Bleiberg.

Euskirchener Entwicklungen

Auch in der Mechernicher Nachbarstadt tut sich viel. Hier wurde bereits ein Neubau des Versorgungszentrums realisiert. „Damit folgen wir der aktuellen Stationierungsentscheidung, die kurative Versorgung für Euskirchen, Mechernich und Rheinbach zu bündeln“, so eine Sprecherin der Bundeswehr gegenüber Tom Steinicke. Zusätzlich soll der Standort durch das „Zentrum für Geoinformationswesen“ der Bundeswehr zusätzlich gestärkt werden.

Die „Fachinformationsstelle“ der Bundeswehr soll darüber hinaus als „Bibliothek“ dienen. Künftig werden in diesem auffälligen Gebäude Fachinformationen in Form von Büchern und digitalen Unterlagen für die Lehrgangsteilnehmenden der Ausbildungseinrichtung „Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr“ (ZGeoBw) bereitgestellt. Diese Einrichtung kommt neu nach Euskirchen, aktuell ist sie noch in Fürstenfeldbruck. Für das Zentrum müsse allerdings der benötigte Neubau vor dem Umzug fertiggestellt sein. Dies soll ab Anfang 2024 der Fall sein.

Zahlreiche Gebäude sollen in Euskirchen errichtet werden. Allerdings stehen auch Sanierungen und Umstrukturierungen auf dem Plan, auch in der Mechernicher Kaserne. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Zahlreiche Gebäude sollen in Euskirchen errichtet werden. Allerdings stehen auch Sanierungen und Umstrukturierungen auf dem Plan, auch in der Mechernicher Kaserne. Luftbild: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Insgesamt wolle die Bundeswehr bis dahin sieben Gebäude auf dem Areal der Euskirchener Kaserne errichten: Zwei Unterkunftsgebäude in Richtung Euenheim, die Fachinformationsstelle und das Ausbildungsgebäude, die beide zur Ausbildungseinrichtung der ZGeoBw gehören, und zwei IT-Gebäude im Zuge der Aufstellung des Kommandos Cyber- und Informationsraum (Kdo CIR). Um Platz für letztere zu schaffen, solle die ehemalige belgische „Loncin-Kaserne“ abgerissen werden. Hinzu kommt das neue Sanitätsversorgungszentrum.

Neue Arbeitsplätze, 24 Millionen für Infrastruktur

Auch stehe die Erneuerung der Versorgungsinfrastruktur (Wasser, Wärme, Abwasser, Strom und IT) auf dem Plan. Dabei werden auch alle Straßen, Wege und Plätze innerhalb der Euskirchener Liegenschaft saniert oder erneuert. Die Bundeswehr investiere allein hier nach eigenen Angaben 24 Millionen Euro. Dies geht aus Steinickes Tageszeitungs-Bericht hervor.

Aktuell seien an diesem Standort nach Angaben von Brigadegeneral Peter Webert etwa 1800 Beschäftigte stationiert. Diese Zahl solle allerdings noch wachsen. Hinzu kommen noch weitere gut 800 Beschäftigte in Mechernich.

pp/Agentur ProfiPress