40 Jahre Trierwallfahrt
Sankt-Matthias-Bruderschaft Kommern holte pandemiebedingt abgesagte Frühlingswallfahrt im Oktober nach – Vier Jubilare: Beate Nöthen und Oswin Heinemann (20 Jahre), Brudermeisterin Karin Pilzecker (zehn) und Bert Schallenberg (fünf)
Mechernich-Kommern/Trier – Corona hat die St.-Matthias-Bruderschaft Kommern nicht stoppen können, mit der eine stattliche Anzahl Gläubige rund um den ganzen Bleiberg seit 40 Jahren zum Apostelgrab nach Trier pilgern.

Zwar fiel die geplante Mehr-Tages-Prozession zur Hauptpilgerzeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten Pandemie-bedingt ins Wasser. Dafür holten 19 Wallfahrer den Vier-Tages-Marsch von St. Severin in Kommern nach St. Matthias in Trier jetzt zur so genannten „kleinen Oktav“ im Oktober nach.
Am ersten Pilgertag zählte die Bruderschaft unterwegs sogar 22 Fußwallfahrer. Drei Tagespilger waren dabei. Vier betrug die Anzahl der Jubilare im Jahr des 40-jährigen Bestehens der „SMB“ (Sankt-Matthias-Bruderschaft) Kommern: Bert Schallenberg absolvierte seine fünfte, Brudermeisterin Karin Pilzecker ihre zehnte und Beate Nöthen und Oswin Heinemann ihre 20. Fußwallfahrt zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen.
Ohne Orgel eingezogen
Der Weg führt seit 1987 über Ripsdorf, Kopp und Burg Ramstein an die Mosel, berichtet SMB-Chronist Frank Weiermann: „Vor der Basilika in Trier wurden wir von Bruder Athanasius empfangen. Er führte uns in die Basilika ohne das gewohnte triumphale »Großer Gott, wie loben Dich« von der Orgel. Wir sangen a Kapella… es war anders, aber genauso ergreifend.“

Die Kommerner Bruderschaft war 1980 gegründet worden. Karl-Günther Fuß leitete die Bruderschaft als Brudermeister ununterbrochen bis 2016. Seit 2016 hat Karin Pilzecker den Brudermeisterstab im Griff. Ursprünglich war für den Nationalfeiertag, 3. Oktober, ein Jubiläumsfest vorgesehen. Weiermann: „Durch Corona mussten wir dieses leider absagen.“
pp/Agentur ProfiPress