Waldbrandgefahr besonders hoch

Langanhaltende Trockenheit und Hitze sorgen für höchste Warnstufen – Offenes Feuer und Rauchen verboten – Waldwege und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freihalten

Mechernich – Die Farben Rot und Dunkelrot dominieren die Karte des Deutschen Wetterdienstes. Das bedeutet: Sehr hohe Waldbrandgefahr, auch in den Mechernicher Wäldern. Doch nicht nur dort, auch der Graslandfeuerindex weist die höchsten Gefahrenstufen aus. Für eine Flächenkommune wie Mechernich birgt auch das ein nicht zu unterschätzendes Risiko. „Dass bei der aktuellen Trockenheit und Hitze Rauchen und offenes Feuer in Wäldern und Freiflächen strikt verboten ist, sollte eigentlich jedem klar sein“, betont Silvia Jambor, Mechernicher Fachbereichsleiterin Ordnungswesen. Eigentlich. Denn laut Landesbetrieb Wald und Holz haben nur 5 Prozent der Waldbrände natürliche Ursachen wie Blitzschlag.

Durch langanhaltende Trockenheit und Hitze ist die Waldbrandgefahr auch in den Mechernicher Wäldern aktuell extrem hoch. Auch kleinere Brände sollten über den Notruf 112 gemeldet werden, weil der Faktor Zeit bei Waldbränden eine entscheidende Rolle spielt. Archivfoto: Manni Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die überwiegende Zahl von Waldbränden menschliche Ursachen hat. Daher wird immer wieder darauf hingewiesen, dass auch von achtlos weggeworfenen Flaschen eine Gefahr ausgehen kann. „Obwohl unsere Feuerwehr unermüdlich sehr gute Aufklärungsarbeit leistet, kann man die Menschen nicht oft genug auf die Waldbrandgefahren hinweisen“, sagt Silvia Jambor.

Brände über Notruf 112 melden

Der Kreisfeuerwehrverband Euskirchen bittet aktuell darum, Waldwege und deren Zufahrten unbedingt für Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Zudem sollten Fahrzeuge nur auf befestigten Flächen abgestellt werden, damit heiße Fahrzeugteile kein Gras entzünden. Häufige Ursache für Brände sind auch Zigarettenstummel, die aus fahrenden Autos geschnippt werden. Glimmende Kippen entzünden das dürre Gras im Straßengraben, Wind treibt die Flammen dann in den Wald. Sollte es zu einem Waldbrand kommen, spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Daher sollten auch schon kleinere Brände über den Notruf 112 gemeldet werden.

pp/Agentur ProfiPress