Umleitung führt durch den Wald
Alternativroute ist notwendig, um Zufahrt für Anwohner, Anlieger und Rettungsfahrzeuge sicherzustellen – Sanierung des Johanneswegs schreitet weiter voran – Sperrung der Zufahrt „Im Schmidtenloch“ beginnt in einem halben Jahr und dauert etwa drei Monate
Mechernich – Die Baumaßnahmen am Johannesweg auf Höhe Knappenweg und Marienau schreiten weiter zügig voran. Die Planer, allen voran Mario Dittmann, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt, und Rudi Mießeler vom Planungs- und Ingenieurbüro „MR“, haben den Blick deshalb schon auf die nächste Straße gerichtet, für die eine Umleitung geschaffen werden muss.

Denn auch das „Schmidtenloch“ ist immer schon nur über eine Ein- und Ausfahrt für Anwohner und Anlieger erreichbar. Genau diese Zufahrt muss aber in einem halben Jahr für etwa drei Monate gesperrt werden. „Deshalb mussten wir dringend eine alternative Route finden, sonst kämen in der Zeit weder Pkws noch Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeuge hinein oder hinaus“, erklärt Mießeler.
Für die Sanierung des Johanneswegs muss man rund dreißig Meter in die Straße „Im Schmidtenloch“ hinein die Asphaltdecke aufreißen, um Kanäle, Rohre und Kabel neu zu verlegen. „Für die Sperrung der Zufahrt gibt es keine Alternative“, so Mießeler: „Sonst kommen wir am Johannesweg keinen Schritt weiter.“

Stattdessen soll die Zuwegung dann über eine Baustraße durch den Wald geführt werden. „Natürlich nur übergangsweise“, so Dittmann. Sie führt dann vom kleinen öffentlichen Parkplatz, wo auch der Glascontainer steht, durch den Wald und über die Marienau bis zum Johannesweg. Das derzeit gesperrte Johannesweg-Teilstück Richtung Bahnhof wird dann wieder frei befahrbar sein.
Eigentümer des Waldes ist der Bund
Eigentümer des Waldes ist der Bund. Daher wurde die Planung von der Stadtverwaltung eng mit dem zuständigen Förster Reiner Fuchs abgestimmt.
Wegen erforderlicher Windbrucharbeiten war der Forstmann aktuell sowieso bereits in dem Waldbereich tätig und hatte Bäume gefällt. „So breit wird unser Weg nicht“, betont Dittmann. Im Zuge der Forstarbeiten bot sich aber natürlich an, jetzt schon die Trasse für die Alternativroute durch den Wald vorzubereiten und Richtung Marienau freizulegen.

Bei der sechs Meter breiten Route, die dann auch Gegenverkehr zulässt, wird sich am vorhandenen Pfad orientiert. Die Einfahrt wurde bereits an den Bordsteinen des Parkplatzes markiert. Der markante Baum links der Markierung am Waldeingang bleibt davon unberührt.
Dittmann betont: „Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Ecke Johannesweg und Im Schmidtenloch wird der Weg wieder für Fahrzeuge aller Art gesperrt.“ Die Entscheidung, ob oder womit die Flächen des Windbruchs und der Trasse wieder aufgeforstet werden, obliege dem Bund.
pp/Agentur ProfiPress