Noch ein Jahr Baustelle Lückerath
Städtische Grundschule wird verbessert und Hauptzufahrtsstraße zur Schule komplett neu ausgebaut – Sportplatz, Lehrerparkflächen und eine „Kiss & Drop“-Spur – Durchgehende beidseitige Gehwege, Parkstreifen und doch noch 5,50 Meter Fahrbahn – Hochwasserschutz für Schützendorf in vier Wochen abgeschlossen
Mechernich-Lückerath – Die „Schoßbachstraße“ ist als Hauptverbindungsweg zwischen Lückerath und Schützendorf und Zubringer für Schulbusse und Elternautos zur städtischen Mechernicher Grundschule am Bleiberg bereits seit einem Jahr gesperrt. Und das könnte auch noch bis ins Frühjahr 2023 so bleiben.
Mit einer Fertigstellung der Zwei-Millionen-Euro-Großmaßnahme rechnet Jörg Nußbaum, Ingenieur beim Tiefbauamt der Stadtverwaltung, erst Mitte nächsten Jahres. Durch Flut und Pandemie habe sich alles verzögert.
Die zurzeit laufende Bachverrohrung Schützendorf in neue größere 80er Rohre werde allerdings in rund vier Wochen beendet, sagte Nußbaum dem „Bürgerbrief“. Der Mühlenbach, der auch den örtlichen Löschteich („Pool“) speist, war bislang in 60er Rohren verlegt. Die größere Dimensionierung soll dem Hochwasserschutz dienen.

Der Verkehr wird derweil über einen breit ausgebauten Wirtschaftsweg („Käferweg“) und eine asphaltierte Baustraße zur Schule und zur Nahtstelle zwischen den Dörfern Lückerath und Schützendorf geleitet. Die Schulbushalte wurde auf den früheren Lehrerparkplatz verlegt.
„Kiss & Drop“-Area für Eltern und Kinder
Der auf zwei Millionen Euro taxierte Straßenausbau der Schoßbachstraße einschließlich Kanal, Wasserleitung, Strom und Telefon mit Erneuerung aller Hausanschlüsse sowie Ausbauten auf dem Schulgelände (Lehrerparkplatz, Kleinspielfeld, „Kiss & Drop“-Area) begann im April 2021.
Die jetzt bis ins Frühjahr 2023 verlängerte Vollsperrung der Schoßbachstraße war ursprünglich von Werner Regh (MR Ingenieursgesellschaft) und Jörg Nußbaum bis Mitte 2022 vorausgesagt worden. „Wir planen allerdings so, dass die Anlieger zu ihren Grundstücken gelangen können“, so Werner Regh.
Fußgängerbetrieb blieb ebenfalls möglich. Der reine Durchgangsverkehr kann gut über die L 169 nach Lückerath und die Straße Heufahrtshütte-Schützendorf oder Hostel-Schützendorf fließen.

Die Sanierung der Schoßbachstraße in Lückerath von Grund auf war in mehreren Ausbauvarianten in einer Versammlung mit den Anliegern diskutiert worden. Die alte Asphaltdecke war seit Jahrzehnten marode, Gehwege waren überhaupt nicht vorhanden. Selbst der Fußweg der Schulkinder über mehrere Hundert Meter erfolgte auf einem provisorischen Schotterbett.
Die Einmündung von der Landesstraße 169 in Lückerath an der Kreuzung Schoßbachstraße/Neustraße soll mit Beeten und einer Bank ausgestattet werden. Dort knüpft das neue 1,5 Meter breite Trottoir der Schoßbachstraße bis zur Schule an die seit 50 Jahren vorhandenen und von den Anliegern mitfinanzierten Gehwege der Neustraße an.
Neben dem Gehweg entsteht außerdem ein Streifen mit Parkbuchten für die Anlieger, so Jörg Nußbaum (Stadtwerke) und Werner Regh (MR Ingenieursgesellschaft). Dazwischen sei reichlich Grün vorgesehen. In Höhe der Grundschule werde Platz für drei Schulbus- und eine TaxiBus-Haltestelle geschaffen.

Rampe für Rad- und Rollstuhlfahrer
Außerdem soll auf der Grünfläche vor der Einrichtung eine Rampe für Fahrradfahrer und Rollstuhlfahrer errichtet werden, die direkt zum Eingang führt. Neu ist eine separate „Kiss-and-Drop“-Spur für Eltern und Kinder, die mit dem Pkw zur Katholischen Grundschule Lückerath kommen, um ihre „Pänz“ direkt vor der Schule abzusetzen.
Wie Jörg Nußbaum dem Mechernicher „Bürgerbrief“ sagte, nutze die Stadtverwaltung Mechernich die Straßensanierung der Schoßbachstraße, um weitere Infrastrukturverbesserungen auf dem erweiterten Schulgelände anzupacken. Die sollen über das NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ finanziert werden.
Geplant sind ein Kleinspielfeld (Sportplatz) und ein neuer Lehrer- und Angestelltenparkplatz hinter der Turnhalle mit etwas mehr als 25 Stellplätzen. Zehn weitere Parkplätze befinden sich an der „Kiss-and-Drop“-Zone vor dem Schulgebäude an der Schoßbachstraße.
Begegnungsverkehr mit Bussen sei auf der in Zukunft 5,50 Meter breiten Fahrbahn der Schoßbachstraße „kein Problem“, versicherte MR-Planer Werner Regh.
pp/Agentur ProfiPress