„Mit Feuereifer bei der Sache“

„MINT-Kompakttag“ der GAT-Jahrgangsstufen EPH und Q1 am 2. und 3. Februar – Besuch in der RWTH Aachen – Kurse in Robotik, Mathematik, Mathedidatik, Physik, Informatik und Chemie – Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern schon ab unteren Jahrgangsstufen gefördert

Mechernich/Aachen – Die zehnte und elfte Jahrgangsstufe (EPH und Q1) des Gymnasium Am Turmhof (GAT) haben am Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. Februar, verschiedene Kurse der Rheinisch-westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) besucht. Im Rahmen der „MINT“-Kompakttage fuhren die beiden Mechernicher Stufen jeweils an einem Tag zur Aachener „Eliteuniversität“. Jeder Kurs dauerte rund vier Stunden und war überwiegend praktisch angelegt.

„Wir haben Kurse in den Fachgebieten für unsere Schülerinnen und Schüler gewählt, zu denen diese im Unterricht keinen direkten Zugang haben“, so MINT-Koordinator Andreas Maikranz. Lehrerin Heidrun Schwarthoff ergänzte: „Ziel ist es, auf diesen Weg Berührungsängste mit den MINT-Fächern abzubauen und das vorhandene Interesse an den Fachinhalten zu stärken, sodass Schülerinnen und Schüler auch in den höheren Stufen ohne Scheu Fächer wie Mathematik, Physik oder Informatik wählen.“

Zur Kurswahl standen für die Schülerinnen und Schüler „Robo-Rescue“ (Robotik), „Fitnesstracker“ (Mathematik), „Wie kann man einen Wert mathematisch bestimmen?“ (Mathedidaktik), „Röntgen“ (Physik), „Enlightened: Was Blumen, Autos und Solarzellen verbindet“ (Informatik) und „Unbekannten Substanzen auf der Spur“ (Chemie).

Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase sowie Qualifikationsphase 1 (Klasse zehn und elf) des GAT Mechernich haben am Mittwoch und Donnerstag, 2. und 3. Februar, speziell entwickelte naturwissenschaftliche Kurse an der RWTH Aachen besucht. Foto: Andreas Maikranz/GAT Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Frosch in der Styroporkugel

Beim Kurs „Schülerlabor Physik“ fanden die Lernenden beispielsweise mit kleinen, gut gesicherten Röntgengeräten heraus, woraus ihr Schmuck besteht, wie man mit einer Computertomographie einen Frosch in einer Styroporkugel sichtbar macht und wie in der „Dosimetrie“ Röntgenstrahlung benutzt wird, um Tumore zu bekämpfen. Außerdem bekamen sie einen kleinen Einblick in den Ausbildungsbetrieb dieses Fachbereiches.

Das Berufsfeld des Physikers sei darüber hinaus sehr weit gestreut, erfuhren die Lernenden: Es reicht von der Forschung über Techniker in Industriebetrieben bis hin zum Programmierer. Physiker werden überall gebraucht und sind mit ihrer Ausbildung flexibel einsetzbar. Auch als Lehrerinnen und Lehrer werden sie dringend gebraucht, in Aachen gibt es auch einen entsprechenden Studiengang. „Wer sich von den Schülerinnen und Schülern dafür interessiert, kann sich in diesem Beruf sogar schon an unserer Schule in dem „Milena“-Projektkurs ausprobieren, in dem mit verschiedenen Universitäten zusammengearbeitet wird“, ergänzte Maikranz.

Themen der wählbaren Kurse waren Fächer wie Robotik, Mathematik, Mathedidaktik, Physik, Informatik und Chemie. Gerade auch das Bauen und Programmieren von Robotern hätten laut des GAT auf reges Interesse gestoßen. Foto: Andreas Maikranz/GAT Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

„Arduinos“ und Roboter programmieren

Wie man „Mikrocontroller“ programmiert, die im Prinzip in jedem elektronischen Gerät des Alltags vorkommen, lernten die Schülerinnen und Schüler im „Informatik-Labor“. Zunächst wurden beispielsweise allgemeine Kontrollstrukturen des „Arduinos“ – so heißt dieser Mini-Computer – thematisiert. Mit diesen Kenntnissen konnten dann konkrete Projekte umgesetzt werden, zum Beispiel eine digitale „Sonnenblume“, die ihren Kopf der hellsten Lichtquelle zuwendete oder ein Farbenthermostat, das verschiedene Raumtemperaturen durch unterschiedliche LED-Farben anzeigt. Außerdem erfuhren die Schülerinnen und Schüler wie unsichtbares Licht beim Einparken helfen und wie man damit Geschwindigkeiten messen kann.

Bauen und Programmieren von Robotern war der Kern des Robotik-Kurses, diese mussten dann auch von Dozenten gestellte Aufgaben erledigen. „Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert, was daran zu erkennen war, dass sie mit Feuereifer bei der Sache waren“, so Maikranz.

Mithilfe von Computertomographie den Frosch in einer Styroporkugel sichtbar machen und vieles mehr: Laut Maikranz lege das GAT Wert auf eine möglichst frühe „MINT“-Interessensförderung der Schülerinnen und Schüler, schon ab den unteren Jahrgangsstufen. Foto: Andreas Maikranz/GAT Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Zukunft fördern

Gerade in „MINT“-Berufen blieben laut Maikranz viele Stellen unbesetzt, da es zu wenige Bewerberinnen und Bewerber gäbe. Aus diesem Grund werde am GAT schon früh dafür gesorgt, dass bereits in den unteren Jahrgangstufen das Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern gefördert wird und so findet vor den Herbstferien stets ein „MINT“-Kompakttag für die siebte Jahrgangsstufe statt.

Auch in den Differenzierungskursen der Mittelstufe im Fach „Mathematik-Informatik“ werden – wie auch in der „Robotik-AG“ – eifrig Roboter gebaut und programmiert. Hier habe das GAT viele entsprechende Bausätze angeschafft, um einen spannenden und zukunftsweisenden Unterricht anbieten zu können.

pp/Agentur ProfiPress