„Mehr Stimmen für Mechernich“
Halbzeit beim Fahrradklimatest: Beteiligung im ganzen Kreis Euskirchen ist noch zu gering – Radfahrer können noch bis 30. November über die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune abstimmen
Mechernich/Kreis Euskirchen – Erster Beigeordneter Thomas Hambach ermuntert die Bürger im Stadtgebiet Mechernich, sich am „Fahrradklimatest“ des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) im Kreis Euskirchen zu beteiligen.

In der ersten „Halbzeit“ bis Mitte Oktober hätten erst 156 Bürger aus dem ganzen Kreisgebiet die Fahrradfreundlichkeit ihres Wohnortes oder der Kommune bewertet. „Da ist noch Luft nach oben“, so Hambach, der vermutet, dass die Stadt Mechernich sicher noch an einigen Stellen Nachholbedarf und Verbesserungspotential hat. Es geht auch um die Beurteilung der Kommunen, in die die Teilnehmer zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen pendeln.

Die Beteiligung am „Fahrradklimatest“ 2020 war zur Halbzeit noch schlechter als diesmal. Der ADFC erwartet mindestens 50 Statements pro Stadt oder Gemeinde, um überhaupt eine Wertung vornehmen zu können. „Wir hoffen, dass die Beteiligung bis Ende November noch einmal kräftig zulegt“, so Bernhard Meier, der stellvertretende Vorsitzende des ADFC-Kreisverbandes. 2020 hatten sich schlussendlich insgesamt 570 Bürger am „Fahrradklimatest“ beteiligt.
www.fahrradklima-test.de
Aktuell hat nur die Kreisstadt Euskirchen mit 65 Teilnehmern das Quorum von 50 überschritten. In Mechernich liegt die Teilnehmerzahl noch unter 20, ebenso in Bad Münstereifel, Blankenheim, Nettersheim, Weilerswist und Zülpich. Dahlem, Hellenthal, Kall und Schleiden haben bislang sogar unter zehn Einsendungen…
Abgestimmt wird im Internet. Auf der Aktionsseite www.fahrradklima-test.de gibt es einen bundesweit einheitlichen Fragebogen, den man bis zum 30. November 2022 ausfüllen kann. In 27 gleichbleibenden Fragen werden Sicherheit, Stellenwert und Komfort des Fahrradverkehrs, sowie die Qualität der Infrastruktur bewertet.

Hinzu kommen fünf Zusatzfragen zum Radfahren im ländlichen Raum. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher Wege in die Nachbarorte sind, ob für Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und wie es um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen bestellt ist.
pp/Agentur ProfiPress