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„Man trifft immer wieder nette Menschen“

Generationengenossenschaft GenoEifel bringt Helfer und Hilfesuchende zusammen – Netzwerk in Eifel und Zülpicher Börde, auch in Mechernich

Mechernich/Kall/Schleiden-Gemünd – Die Generationengenossenschaft Geno Eifel bringt Menschen zusammen – solche, die helfen wollen, und solche, die Hilfe benötigen. Dazu hat sie ein Hilfe-Helfer-Netzwerk über die Eifel und die Zülpicher Börde gespannt – auch das Stadtgebiet Mechernich gehört zu ihrem Einzugsgebiet.

„Eigentlich“, sagt Hannah Killmann aus Gemünd, „bin ich durch Corona in Kontakt mit der Generationengenossenschaft GenoEifel gekommen.“ Die junge Frau hatte im Jahr 2020 in Essen studiert, als die Pandemie sie dazu brachte, wieder nach Hause in die Eifel zu ihren Eltern zu ziehen. Dort angekommen, reifte in ihr der Entschluss: „Ich muss irgendetwas tun.“ Da ihre beiden Eltern im Altersheim aktiv sind, erfuhr sie recht schnell von der GenoEifel und wurde Mitglied – was bemerkenswert ist. Denn Hannah Killmann gehört damit zu den jüngeren Menschen, die sich in der Genossenschaft engagieren.

„In der Regel“, sagt Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel mit Sitz in Kall, „sind unsere rund 700 Mitglieder schon etwas älter. Bei den Helfern sind es oft aktive und junggebliebene Senioren, die ihre Freizeit dazu nutzen, anderen Menschen zu helfen.“

Vielfältige Aufgaben

Für Hannah Killmann war die Vielfältigkeit der Aufgaben ausschlaggebend, die man als Helfer bei der GenoEifel übernehmen kann. „Da ist jedes Mal etwas neu und anders – und man trifft viele nette Leute“, nennt die junge Frau ihre Beweggründe. Gerade während der Corona-Pandemie sei es schön gewesen, helfen zu können. So war sie 2021 dabei, hilfesuchende Menschen online für die Corona-Impfaktion anzumelden, brachte für Menschen, die dazu nicht in der Lage waren, Bücher in die Bücherei zurück, oder half bei kleineren Schwierigkeiten im Umgang mit dem Computer.

Ein Problem mit dem Drucker führte die junge Hannah Killmann aus Gemünd und Dr. Christa Marmann aus Kall zusammen. Beide freuten sich, „einen netten Menschen kennengelernt zu haben.“ Foto: GenoEifel/pp/Agentur ProfiPress

Auf diese Weise lernte sie auch Dr. Christa Marmann aus Kall kennen. Ihr war sie dabei behilflich, ein kleines Problem mit dem Drucker zu beheben. Von der GenoEifel hatte Dr. Christa Marmann aus der Zeitung erfahren. Als auch einige ihrer Kolleginnen berichteten, mit der GenoEifel glücklich zu sein, entschloss sie sich zur Mitgliedschaft.

Das Hilfsangebot der Generationengenossenschaft hat sie erst zweimal bei Problemen im Umgang mit dem PC in Anspruch genommen. „Ansonsten“, sagt sie, „bin ich nur froh, dass es das Angebot gibt. Es beruhigt einen schon psychisch, wenn man weiß, dass man im Bedarfsfall jemanden anrufen kann.“

Hilfe im Alter

Eine wichtige Rolle spiele auch der zwischenmenschliche Kontakt. Dr. Christa Marmann schmunzelt: „Man freut sich schon, wenn eine nette Person vorbeikommt, mit der man ins Gespräch kommen kann – und am Ende auch noch der Drucker wieder funktioniert.“ Für sie ist es auch keine Frage, dass man Mitglied in der GenoEifel werden sollte. Denn im Alter komme man immer wieder mal an einen Punkt, an dem man Hilfe brauche. „Und bei der GenoEifel brauchte ich auf diese Hilfe nicht lange zu warten. Da hatte ich bislang sehr großes Glück und habe mich jedes Mal über einen netten Menschen gefreut!“

Auch Hannah Killmann fände es schön, wenn sich noch mehr junge Menschen dazu entschließen würden, Mitglied in der GenoEifel zu werden: „Es macht viel Spaß, neue Menschen zu treffen und ihnen zu helfen.“ Zudem sei man sehr flexibel und könne sich die Zeit so einteilen, wie man sie zur Verfügung habe. Das sei gerade für junge Menschen wichtig.

Mitgliedschaft

Wer die Dienste der GenoEifel nutzen möchte, egal ob als Helfer oder als Hilfesuchender, muss Mitglied der Genossenschaft werden. Dazu muss einmal ein Anteil von 50 Euro gezeichnet werden, der wie eine Kaution funktioniert – tritt man aus, erhält man das Geld laut Satzung zurück. Der Jahresbeitrag beträgt 40 Euro pro Person oder pro Haushalt (für Jugendliche bis 21 Jahre: zwölf Euro).

Wer einen Dienst in Anspruch nimmt, zahlt neun Euro pro Stunde, von denen sechs an den Helfer und drei an die Genossenschaft gehen. Weitere Informationen zur GenoEifel erhält man unter Telefon 0 24 41- 8 88 61, E-Mail: info@GenoEifel.de oder im Internet: www.GenoEifel.de.

pp/Agentur ProfiPress