„Glückliche Kinderaugen“
„Bescherung“ bei der Mechernicher „Tafel“ im Sande verlief friedlich und geordnet
Mechernich – Eine Woche und einen Tag vor Heiligabend war am Donnerstag bereits „Bescherung“ für 150 Familien bei der Mechernicher „Tafel“. Frauen, Männer und Kinder bekamen Weihnachtspakete, Spielzeug und zum Teil auch hochwertige Textilien, die ein wegen Corona geschlossenes hessisches Kaufhaus unter anderem den „Tafeln“ in Überschwemmungsgebieten gestiftet hatte.

„Tafel“-Vorsitzender Wolfgang Weilerswist berichtete dem Mechernicher „Bürgerbrief“ von einem ausgesprochen harmonischen und gut organisierten Ausgabe- und „Bescherungs“-Tag. 25 Helfer der Mechernicher „Tafel“ waren im Einsatz, sorgten für Einlass-, Corona- und Auslasskontrollen und dafür, dass sich nie mehr als zehn Familien gleichzeitig in dem eigens vor Weihnachten aufgebauten Einkaufszelt vor der Uraltvolksschule im Sande aufhielten.

Auch Zeitgenossen, die „Tafel“-Kunden und Helfer in der Vergangenheit zuweilen heimsuchten, um sie zu beschimpfen und zu verunglimpfen, blieben der diesmal sehr friedlichen Szene fern. „Das ist kein Klischee“, so Wolfgang Weilerswist: „Ich kann wirklich sagen, dass wir in glückliche Kinderaugen geschaut haben.“ Auch die Erwachsenen hätten sich froh und dankbar gezeigt.

Ausgabe am 21., 23. und 30. Dezember
Bis auf einige Textilien und Weihnachtspakete sei „alles weggegangen“, so der „Tafel“-Chef. Restbestände an Paketen, Kleidung und Spielsachen würden an den verbleibenden Ausgabetagen vor Weihnachten, Dienstag, 21. Dezember, und Donnerstag, 23. Dezember, zwischen 10.30 und 13 Uhr ausgegeben. Auch am Donnerstag vor Silvester, 30. Dezember, hat die Mechernicher „Tafel“ nochmals zwischen 10.30 und 13 Uhr für Bedürftige geöffnet.

Zur stattlichen Ansammlung von etwa 400 Weihnachtspaketen trugen auch die Familien des AWO-Kindergartens in der früheren Barbaraschule im Sande bei. Die Angehörigen der Kindergartenkinder packten knapp hundert Pakete, ebenso viele hatten die Familien der Katholischen Grundschule am Bleiberg in Lückerath beigetragen.

pp/Agentur ProfiPress