Freilichtmuseum und Hochwildpark offen
Maximal 1000 gleichzeitig bei freiem Eintritt auf den Kahlenbusch – Einbahnrundwanderung durch die Freigehege
Mechernich-Kommern – Hochwildpark Rheinland und LVR-Freilichtmuseum Mechernich in Kommern haben wieder geöffnet. An beiden Publikumsmagneten herrschen strenge Sicherheitsauflagen wegen Corona.

Das Freilichtmuseum hat einstweilen nur dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei – das galt und gilt schon seit der Museumseröffnung 1959/60 auch ohne Corona und Notprogramm für Einwohner Stadt Mechernich, also auch nach Ende der Corona-Maßnahmen.
Im Hochwildpark Rheinland genießen Mechernicher Stadtbürger seit 2017 immerhin einen um einen Euro ermäßigten Eintritt von acht, sieben und fünf Euro. „Normalkunden“ zahlen neun (Erwachsene), acht (Schüler, Studenten, Behinderte und deren Begleitpersonen) und sechs Euro (Kinder ab drei Jahren). Geöffnet ist der Park wieder von 9 bis 18 Uhr. Der Grillplatz wird bis auf weiteres nicht verpachtet.
Snacks und Kaltgetränke
Auch im Rheinischen Freilichtmuseum ist die Gastronomie geschlossen, es gibt lediglich verpackte Snacks und Kaltgetränke im Kiosk oder an Versorgungsbuden. Auch der Shop darf noch nicht geöffnet werden.
Mit Hinweisschildern macht das LVR-Freilichtmuseum in Kommern auf Corona-Regeln und Einweg-Führungen aufmerksam. Die Türen historischer Gebäude dürfen nicht geöffnet werden. Die Besucherzahl ist auf 1000 limitiert.
In geschlossenen Räumlichkeiten ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen davon sind Kinder bis zum Schuleintritt sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine tragen können.

Museumsdirektor Dr. Josef Mangold schätzt, dass auf dem Kahlenbusch bereits jetzt 65 000 bis 70 000 Besucher weniger gezählt wurden als in normalen „Frühjahren“, vor allem weil der publikumsrelevante Osterjahrmarkt abgeblasen werden musste.
„Am Sonntag durften wir mit einer Ausnahmegenehmigung des Mechernicher Ordnungsamtes schon wieder öffnen“, erläuterte Ruth Klinkhammer vom Hochwildpark Kommern der Presse. Die Freude über die Wiedereröffnung nach den Schließungen wegen der Corona-Schutzbestimmungen sei selbst den Tieren deutlich anzusehen.
Der Stadt sehr dankbar
Sie sei der Stadt Mechernich sehr dankbar, dass die Genehmigung nun so schnell erteilt worden sei. Zwar seien die sonst üblichen Besucherzahlen am Sonntag nicht erreicht worden, aber es sei ein guter Anfang, so Klinkhammer: „Es waren etwa 500 Leute da. Normalerweise haben wir mit 1000 Tagesgästen etwa das Doppelte.“
Abstandsmarkierungen mussten geklebt werden und die Station zur Händedesinfektion im Kassenbereich eingerichtet werden. Eine Mundschutzpflicht gibt es weder auf dem Gelände noch im Eingangsbereich. „Das können wir von den Besuchern nicht verlangen. Die Kassiererinnen tragen aber Schutzmasken“, sagte Klinkhammer zu der Reporterin Hanna Bender.
Als weitere Maßnahmen wurden die Wanderwege mit Richtungsangaben versehen, sodass alle Besucher nun den 2,3 Kilometer langen Rundweg laufen – ohne sich im Gegenverkehr zu begegnen. Wer nicht so weit gehen möchte, kann das Wildschweingehege aussparen und abkürzen. Im Restaurant soll es in den nächsten Tagen Mitnehmgerichte von einer reduzierten Speisekarte geben.
„Ich dachte nicht, dass so viele Leute kommen, obwohl der Spielplatz und das Restaurant noch nicht geöffnet sind“, erklärte Senior-Chef Johannes Klinkhammer der Reporterin: „Die Leute waren alle sehr vorsichtig und haben auch die Kinder zurückgehalten, damit die Abstände eingehalten werden.“ Nicht nur Geschäftsleitung und Angestellte des Hochwildparks seien froh, dass der Betrieb nach „der langen Zeit des Wartens“ nun wieder anlaufe, so der Senior-Chef.
pp/Agentur ProfiPress