Eifelvereinsvorstand erheblich verjüngt
Jahreshauptversammlung im Johanneshaus mit Neuwahlen, Ehrungen und der Verabschiedung von Klaus Rebbert und Fritz Hunsicker
Mechernich – Einen neuen und erheblich verjüngten Vorstand wählte der Eifelverein Mechernich in seiner Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Johanneshaus. Vorsitzender blieb der frühere Stadtkämmerer und seit fast vier Jahrzehnten als Vorsitzender und noch länger als Wegewart wirkende Horst Müller.
Sowohl sein Stellvertreter Klaus Rebbert, als auch der seit mehr als 20 Jahren tätige „Finanzminister“ Fritz Hunsicker schieden mit viel Dank und Lob aus ihren Ämtern. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde der bereits als 2. Wegewart bewährte David Rosenbaum, neue Kassenwartin Michaele Salmon.

Stellvertretende Kassenwartin blieb Mathilde Schneider-Glehn, als neuer Medienwart trat Patrick Bungart die Nachfolge Friedrich Hunsickers an, der bislang ebenfalls „Macher“ der Homepage des Eifelvereins war. Wanderwart blieb der seit 15 Jahren bewährte Reiner Suchodoll, Wegewart wie seit dem 1. Januar 1969 Horst Müller, Michael Surbach wurde dritter ehrenamtlicher Wegewart.
Themenwanderungen für Jüngere
Mit dieser Wahl sank das Durchschnittsalter des Vorstands von 74 auf 60 Jahre, was aber nicht darüber hinwegtäuschen könne, dass der 77 Mitglieder zählende Eifelverein insgesamt überaltert sei, so Horst Müller. Nur vier Prozent der Mitglieder sind unter 40, ebenso viele über 90. Das Gros, 65 Prozent, sind zwischen 70 und Ende 80.
Die Vorbereitung des Generationswechsels im Vorstand habe ihm „erhebliches Kopfzerbrechen“ bereitet, so der Vorsitzende: Umso glücklicher sei er, dass das Unterfangen gelungen ist. Dass es neue Formen von Wanderungen geben könnte, die auch jüngere Semester anzieht, gab David Rosenbaum zu erkennen.

Er leitet am 12. Juni eine 17 Kilometer lange Tour auf der EifelSpur „Wasser von Köln“ mit Jause am kleinen Aquädukt in Vollem und Abschlusskonzert mit Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel in der Kakushöhle.
Das Wanderjahr 2021 war coronabedingt mit nur elf Wanderungen kaum der Rede wert, umso ausgiebiger fielen die Markierungsarbeiten an Hauptwanderwegen und Zugangswegen mit nicht weniger als 75 Kilometern aus.
155 Kilometer Wege markiert
Hinzu kamen noch 80 Kilometer „EifelSchleifen“ und „EifelSpuren“, die die Wegewarte neu markierten. „Eine gewaltige Entlastung“ sei es gewesen, dass sich Anfang 2022 Michael Surbach als weiterer ehrenamtlicher Wegewart ihm und David Rosenbaum an die Seite gestellt habe, so Horst Müller.

Gabriele und Sebastian Theisen wurden zu Revisoren gewählt, Katharina Wahlen, Brigitta und Jürgen Vossen nach 25jähriger ununterbrochener Mitgliedschaft ausgezeichnet.
In der abschließenden Diskussion wurde Kritik an dem Umstand geübt, dass die generelle Sperrung des Bergschadensgebietes seit der Flut 2021 den „Bergbauhistorischen Wanderweg“ sowie die Eifelspur „Soweit das Auge reicht“ blockiere.
Die Mechernicher Eifelvereinsortsgruppe bemüht sich seit dem Sommer 2021 um einen gemeinsamen Begehungstermin mit der Stadt Mechernich, dem Bergamt in Arnsberg sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, damit eine Freigabe der vorsorglich gesperrten Wanderwege erfolgen kann. Horst Müller: „Wann es zu diesem Termin kommt, ist leider nach wie vor unklar.“
pp/Agentur ProfiPress