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Dank und Solidarität

Auch Dezernent Ralf Claßen sprach als Vorsitzender der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung beim virtuellen Jahresempfang der Stadt Mechernich – Das Video wird auf der Homepage der Stadt unter https://www.mechernich.de/filme-aus-mechernich ab Montag, 11. April, aufrufbar sein

Mechernich – Auch in diesem Jahr kann die Mechernicher Verwaltungsspitze pandemiebedingt nicht zu einem Neujahrsempfang in der Aula des Gymnasiums am Turmhof einladen. Doch davon lässt man sich nicht beeindrucken und weicht, wie bereits 2021, auf Videobotschaften an die Menschen im Stadtgebiet aus. Sie sind ab 11. April unter www.mechernich.de sowie www.profipress.de zu sehen und zu hören.

Ralf Claßen, Stadtkämmerer und Vorsitzender der Mechernich-Stiftung, war überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft nach der Flutkatastrophe. Die Bürgerstiftung für unverschuldet in Not geratene Mitmenschen in der Stadt Mechernich will sich auch für die hier ankommenden Ukraine-Kriegsflüchtlinge einsetzen, sagte er dem Kameramann Daniel Willems. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Stadtkämmerer, Dezernent und Mechernich-Stiftungsvorsitzender Ralf Claßen richten ihre Ansprachen – vor allem Worte des Trostes und der Solidarität in turbulenten Zeiten – vor Ostern in einem virtuellen Jahresempfang an die Bürger.

Sie bedanken sich für die gegenseitige Hilfe, den Zusammenhalt und auch für zahlreiche Flutspenden. „Eine nie dagewesene Solidarität hat sich in einer beispiellosen Spendenbereitschaft gezeigt“, sagte etwa Ralf Claßen und betonte: „Wir fühlen mit allen Opfern dieses grausamen Krieges!“. Die Mechernich-Stiftung werde sich auch für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Mechernich einsetzen.

Ralf Claßen: „Auch die sehr großzügige Spende von 100.000 € aus unserer Partnerstadt Nyons hat uns alle berührt und sehr gefreut. Es zeigt sich: Wahre Freunde halten zusammen. Gerade in der Not und in Krisenzeiten.“ Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress


„Unglaubliches geleistet“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick machte klar: „Die Einsatzkräfte vor Ort – Feuerwehr und Hilfsorganisationen – haben Unglaubliches geleistet. Es ist mir ein besonders Anliegen, Ihnen hier und heute ganz besonders zu danken!“

Klare Kante zeigte der Verwaltungschef in Sachen Ukrainekrieg: „Tyrannen und Despoten werden Demokratie und Freiheit niemals bezwingen können!“ Wir alle seien aufgerufen, dem Land und den dort lebenden Menschen zu helfen: „Neben der Unterbringung in unseren Flüchtlingsquartieren sind auch viele Geflohene in Privatunterkünften untergebracht. Ich danke allen Mechernichern, die aktive Solidarität mit den Kriegsflüchtlingen üben!“

pp/Agentur ProfiPress

Hier folgt der vollständige Text der Jahresansprache des Vorsitzenden der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung, Ralf Claßen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kaum jemand hatte geahnt, dass uns Corona auch im Jahre 2022 noch so stark einschränkt und bestimmt. Deshalb sehen wir uns auch in diesem Jahr nicht live und persönlich beim Jahresempfang der Stadt in der Aula des Schulzentrums, sondern mein Gruß als Vorsitzender der Mechernich-Stiftung erreicht sie auch diesmal wieder per Video-Botschaft. Diese Grüße des gesamten Vorstands der Mechernich-Stiftung sind nicht minder herzlich gemeint – und voller Dankbarkeit für Ihre Unterstützung.

Die hatten wir – und vor allem diejenigen, denen wir helfen konnten – auch 2021 bitter nötig. Nicht nur wegen Corona und der vielen ganz persönlichen privaten und unverschuldeten Notlagen, sondern vor allem wegen der verheerenden Hochwasserkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021. Das hat uns alle vor neue Herausforderungen gestellt. Und viele Familien schwer getroffen und geschädigt. Besonders die vielen Todesopfer haben uns tief betroffen und schockiert. Unser ehrliches Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Die Hochwasserkatastrophe hat viele Menschen um ihr Hab und Gut gebracht oder in große finanzielle und emotionale Not gestürzt. Insbesondere die Familien, die nicht ausreichend versichert waren, sind besonders stark betroffen. Wir haben geholfen, wo es ging. Und Sie haben uns unterstützt. Die enorme Hilfsbereitschaft und eine nie dagewesene Solidarität haben sich in einer beispiellosen Spendenbereitschaft Bahn gebrochen. Es war wirklich beindruckend, zu sehen, dass und wie sehr die Menschen wieder zusammenhalten… Ein neues WIR-Gefühl ist entstanden!

Die Mechernich-Stiftung konnte rd. 950.000 € an Spenden verzeichnen. Eine unglaubliche Summe. Rd. 900 Einzelspenden sind eingegangen. Die kleinste Einzelspende war 5 Euro; die größte 100.000 €. Jede Spende hat uns gefreut. Jeder Euro ist wichtig und zählt.

Wir danken allen Spendern herzlich. Ihr ward bzw. seid Klasse. Es waren tolle Ideen, Aktionen und Projekte dabei. Die Kreativität und der Ideenreichtum waren enorm.

Auch die sehr großzügige Spende von 100.000 € aus unserer Partnerstadt Nyons hat uns alle berührt und sehr gefreut. Es zeigt sich: Wahre Freunde halten zusammen. Gerade in der Not und in Krisenzeiten. Das ist nicht selbstverständlich. Auf unsere Freunde aus Nyons ist Verlass!!!

Wir konnten bislang bereits rd. 850.000 € auszahlen. Damit konnten wir rd. 230 Familien helfen und werden auch weiterhin helfen!

Nach Corona und der Hochwasserkatastrophe hatten wir alle gedacht, das Schlimmste liegt jetzt aber hinter uns. Dies war ein Trugschluss. Durch den grausamen und vor allem unsinnigen Ukraine-Krieg mitten in Europa ist eine Vertreibung und die Flucht von Millionen ausgelöst worden, in einer Größenordnung, die seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr da war…

Unvorstellbares Leid ist über die ukrainische Bevölkerung gekommen – und wir fühlen mit allen Opfern dieses grausamen Krieges.

Auch hier wird die Mechernich-Stiftung helfen und unterstützen. Wir unterstützen die Flüchtlinge, die in Mechernich angemeldet sind und wo Hilfe dringend erforderlich und notwendig ist.

Aus diesen Gründen sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Uns ist durchaus bewusst, dass die Spendenbereitschaft Grenzen hat. Vor allem, weil auch wir die Kosten dieses Krieges zu spüren bekommen in einem Ausmaß, das noch vor wenigen Wochen für unvorstellbar gehalten worden wäre. Im Sinne der Betroffenen ist aber leider weitere Hilfe dringend erforderlich.

Zum Schluss bedanke ich mich im Namen des Vorstandes bei all denjenigen, die uns bislang so großzügig unterstützt haben. Wir hoffen, dass Sie uns auch weiterhin tatkräftig unterstützen werden.

Ich wünsche uns Allen, dass der Ukraine-Krieg schnell beendet wird, dass die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe schnell ihre Schäden beheben können und zurück in ihre Häuser bzw. Wohnungen können.

Weiterhin wünsche ich uns, dass wir wieder zur Normalität zurückkehren können und Corona bald der Vergangenheit angehört.

Bleiben Sie gesund und ein herzliches Glückauf.

Ihr

Ralf Claßen, Dezernent, Vorsitzender Mechernich-Stiftung