Aktiv im Dorf
Kommern hat eine starke Vereinslandschaft – Björn Schäfer ist mittendrin – Zentraler Platz für Mai- und Kirmesfest soll attraktiver werden
Kommern – Björn Schäfer, ein echter Kommerner Jung, hat viel zu tun. Schon seit dem Kindesalter ist er in Vereinen aktiv und setzt sich immer mit viel Herzblut für das Dorf ein.
Für ihn sind der „Stollen“ mitsamt Arenbergplatz und Bürgerhalle das geborene Zentrum des äußerst intakten Dorflebens. Da packt man mit an, da feiern Alteingesessene und Zugezogene gemeinsam.

Auch als die Mai-Jugend den Maien auf dem Dorfplatz aufstellt, läuft Schäfer emsig umher, um seinen Aufgaben und seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden.
Er spielt die Trommel beim Tambourcorps „Einigkeit“, dazwischen schaut er als Vorsitzender der Maijugend beim Maibaum-hochhieven nach dem Rechten. In wie vielen Vereinen er genau aktiv ist? Da muss er schon kurz nachdenken, bevor er aufzählt.
Auf jeden Fall beim Tambourcorps, bei den „Greesbergern“, der jungen Maijugend wie auch beim Schützenverein, Kegelclub und der Feuerwehr, zudem unterstützt er den Gartenbau- und Verschönerungsverein und den Freundeskreis Mechernich-Nyons.
30 Vereine
Im Ort kann er theoretisch zwischen 30 Vereinen wählen. Selbstverständlich war er in seiner Laufbahn auch schon Schützenkönig: 2015 schoss er den Vogel ab. Zweimal regierte er als Majestät die Jecken am Bleibach: 2004 als Jugendprinz, 2012 als Prinz im Dreigestirn.

Kommern ist groß, aber trotzdem ein Dorf, stellt Schäfer fest. Hier kennt jeder jeden und man hält zusammen. Bestes Beispiel ist dafür die Benefizveranstaltung für die Hochwasser-Opfer, die er federführend mit organisierte und zu der sogar die Kölsch-Rockband „Brings“ aufspielte. „Da ist mir schon das ein oder andere Tränchen heruntergelaufen“, erinnert er sich.
Mit dem Vereinskartell machte er sich stark dafür, dass die Erlöse vom Vatertagfest für die Familie des vierjährigen Elias, der 2018 an Leukämie erkrankt ist, zu Gute kommen. Für Kommerner Bürger ist er immer aktiv.
Platz soll grüner werden
Bald soll „sein“ Arenbergplatz als zentraler Platz in der Mitte Kommerns grüner und wasserdurchlässiger werden. Die Ärmel sind schon hochgekrempelt. Die Stadtverwaltung hat einen Fördertopf aufgetan, mit dem das Projekt finanziert werden kann. Demnach soll ein Teil der bisherigen Asphaltfläche auf dem Arenbergplatz durch Drainagepflaster ersetzt und mit Bäumen und Pflanzflächen aufgelockert werden. Orientieren will man sich dabei am dorftypischen Bild.

Gepflanzt werden sollen Baumarten wie zum Beispiel der Rotdorn-Hochstamm. Dieser kleinkronige relativ anspruchslose und schnittverträgliche Baum prägt heute schon den Charakter der Ortslage. Die seitlichen Parkflächen sollen mit dunkelgrauem Öko-Fugenpflaster und durchlaufenden hellen Betonstein-Pflasterbändern aufgelockert werden. Die reine Fahrfläche wird wegen der höheren Beanspruchung und längeren Haltbarkeit erneut aus Asphalt erstellt. Die Anzahl der Parkplätze soll nicht reduziert werden.

Das Maibaumaufstellen oder andere traditionsreiche Veranstaltungen müssen aber mit der Umgestaltung nicht weichen. Die Verantwortlichen bereits mit pfiffigen Ideen vorgesorgt: Die Bäume werden in Kästen gepflanzt. Sie können problemlos mit einem Traktor herausgeholt und nach der Kirmes erneut eingesetzt werden.
Traditionen werden hochgehalten in Kommern: Auch der Ätzebär zieht an Veilchendienstag noch durch den Ort.
pp/Agentur ProfiPress