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Neuer Spielplatz für Sistiger Kinder

Bisheriges Außengelände des Familienzentrums war zu klein – Bis Ende Januar müssen sich die „Pänz“ aber noch gedulden – Örtliche Unternehmen halfen mit Spenden

Kall-Sistig – Die Vorfreude ist groß. Ein wenig Geduld müssen die Kinder aus dem Familienzentrum Sistig aber noch aufbringen. Die ersten Spielgeräte befinden sich zwar schon auf ihrem neuen Spielplatz. Aber betreten dürfen sie ihn noch nicht. „Der frisch eingebaute und eingesäte Mutterboden muss sich noch setzen und das Gras ausreichend anwachsen, das dauert noch ein paar Wochen“, berichtet Stefan Etten, zuständiger Projektleiter bei der Gemeinde Kall. Die Eröffnung soll im Frühjahr 2021 gefeiert werden, falls die Corona-Bestimmungen es zulassen eventuell mit einem kleinen Fest.

Da kam der Fototermin für den Kaller Rundblick natürlich gelegen. Die Kinder durften zum ersten Mal auf das frisch angelegte Areal, wenn auch nur fürs Bild. Und auch dabei hielten sie die Corona-Regeln ein. Die 45 Kinder sind in zwei Gruppen aufgeteilt, die sie auch beibehielten. Eine Gruppe versammelte sich auf dem Rutschturm, die andere in und auf den Pyramiden-Häusern. Ein Sandkasten und ein Schaukelgestell gibt es ebenfalls auf dem Gelände, die dazugehörige Nestschaukel und ein Matsch-Tisch fehlen noch. Das örtliche Unternehmen Völler Holzbau fertigt auch noch eine Bank mit dem Schriftzug „Rappelkiste“, wie das Familienzentrum heißt, an.

Premiere für die Kinder: Fürs Rundblick-Foto durften sie erstmals auf den neuen Spielplatz am Familienzentrum Sistig. Ermöglich hatten es Theo Dreßen (l., Bauhof Kall), Leiterin Carmen Wilkens (2.v.l.) und Gemeinde-Projektleiter Stefan Etten (Bildmitte). Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

„Ich möchte ein Lob aussprechen für die Planung im Rathaus und die Umsetzung durch den Bauhof“, sagte Kindergartenleiterin Carmen Wilkens. Für die Kinder sei der bisherige Spielbereich auf dem früheren Schulhof (der Kindergarten ist im ehemaligen Grundschulgebäude untergebracht) einfach zu klein. Dem Lob schließt sich auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser gerne an: „Der Bauhof hat hier einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet. Sogar in ihrer Freizeit haben Bauhofmitarbeiter dafür Sorge getragen, dass die Rasensaat feucht bleibt.“

Auf dem neuen Spielplatz stand zuvor ein Privathaus, das die Gemeinde erworben hatte und abreißen ließ. Den kleinen Bereich dahinter hatte das Familienzentrum schon nutzen können, etwa für ein Beet, einen Kriechtunnel und einen kleinen Teich.

40.000 Euro aus Förderprogramm

Finanziert wurde der neue Spielplatz aus dem „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier 2019“, wofür die Gemeinde knapp 40.000 Euro für die Neugestaltung des Spielplatzes erhielt. Der erforderliche Eigenanteil wurde als Eigenleistung über den Bauhof erbracht. Stefan Etten: „Wir sind mit dem Betrag ausgekommen, weil Theo Dreßen und sein Team vom Bauhof hier so viel geleistet haben.“

Die Planung für den Spielplatz begann 2019. Gemeinde und Kindergarten tauschten sich rege aus. „Wir haben auch die Kinder mit einbezogen und Kataloge durchgeblättert“, beschreibt es Carmen Wilkens. Im Mai 2020 begann der Bauhof dann mit der Arbeit.

Carmen Wilkens ist glücklich. „Besser kann es uns nicht mehr gehen“, sagt die Leiterin des Familienzentrums. Erst vor drei Jahren war die Einrichtung energetisch saniert worden. Insgesamt werden 45 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren in zwei Gruppen von 16 Kräften 25 und 35 Stunden pro Woche betreut. Die Nachfrage nach Plätzen ist jeweils groß. „Sistig hat einiges zu bieten, weshalb der Ort auch für Familien mit Kindern besonders attraktiv ist“, weiß Wilkens.

pp/Agentur ProfiPress