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Mehr Spielplatz

Seit 2006 bestehendes Areal im Kommerner Wohngebiet „Wacholder“ saniert und vergrößert – Neue Spielgeräte für die Kinder – Elterninitiative setzte sich für die Erweiterung ein – Westenergie spendete 2.000 Euro über „Aktiv vor Ort“

Mechernich-Kommern – Christian Fleischer ist erfreut angesichts der gut fortschreitenden Arbeiten auf dem Spielplatz Wacholder. Er und seine Initiative, zu der in der Hauptsache Anwohner gehören, hatten sich in Gesprächen mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und dem städtischen Landschaftsarchitekten Christoph Marx dafür eingesetzt, das Areal für Kinder im Wohngebiet Wacholder nach 15 Jahren zu erweitern und mit weiteren Spielgeräten auszustatten.

Den Ball hat die Stadtverwaltung aufgegriffen und im Zuge der Sanierung des Spielplatzes – wegen zu hoher Werte von endogen vorhandenem Blei im Erdreich – inzwischen bereits umgesetzt: Auf der neuen Fläche ist eine Zweiturmanlage mit Rutsche eingezogen, auf dem bisherigen Teil ein Zelt-Kletterhäuschen.

Christoph Marx (v.r.), Landschaftsarchitekt der Stadt, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Christian Fleischer von der Elterninitiative und René Zander von der Westenergie, „Aktiv vor Ort“ vor dem neuen Kletterturm auf dem erweiterten Areal des Wacholder-Spielplatzes. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Mit der neuen Spielfläche kommen rund 90 Quadratmeter zu den bestehenden rund 450 Quadratmeter hinzu. „Ich freue mich, dass alles so gut funktioniert hat“, erklärte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick dem „Bürgerbrief“. Er bedankte sich vor Ort bei Christian Fleischers Elterninitiative für Ihr Engagement. Denn die hatte eifrig Spendengelder gesammelt und in die Ausstattung gesteckt. Das Unternehmen „Westenergie“ gab über das Projekt „Aktiv vor Ort“ zweitausend Euro zusätzlich, wie René Zander erläuterte.

Genutzt wird für die Erweiterung eine direkt angrenzende städtische Fläche, die eigentlich verpachtet war. Doch auch da hat sich die Stadtverwaltung mit dem Pächter einigen können.

Mittlerweile zu klein

Die Erschließung des Baugebietes Wacholder begann im Jahre 2006 und der dazugehörende Spielplatz wurde im Jahre 2012 gebaut. Das Baugebiet am Rodelhang wurde ab dem Jahre 2015 erschlossen. Die Kinder beider Baugebiete nutzen den Spielplatz Wacholder gemeinsam.

Der Andrang und die Lust auf den Spielplatz sei außerordentlich groß, so Christian Fleischer: „Wir haben festgestellt, dass der Spielplatz für beide Baugebiete viel zu klein war. Im neuen sind allein 34 Kinder im Alter von null bis sieben Jahren und der Spielplatz damit eindeutig überlastet.“

Rund 45.000 Euro investierte die Stadt in die Sanierung und Erweiterung. Ein Großteil der Arbeiten wurde durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs abgewickelt. Das verwendete Erdreich stamme aus der Region Bornheim und sei durch Labortests überprüft, so Stadtingenieur Marx, der schon den Abschluss der Arbeiten vorbereitet: „Jetzt fehlt noch der Rollrasen.“

Unter der 30-Zentimeter-Schicht des bleifreien, aus der Bornheimer Region angelieferten Erdmaterials wird sicherheitshalber sogar noch eine Folie eingearbeitet. Sie soll ein Vermischen der unteren Bodenschichten mit der neuen Erde und auch ein zu tiefes Graben verhindern, wie Landschaftsarchitekt Christoph Marx erklärt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Der könne voraussichtlich, abhängig von den Anwachs-Temperaturen, noch im März auf dem Spielplatz „Wachholder“ ausgerollt werden. Aber nicht allein dort, sondern auch auf allen anderen bisher von der Stadt sanierten Spielstätten, so im Mühlengarten (Obergartzem), Pützgasse (Kommern), Friedrich-Wilhelm-Straße (Mechernich) und Grünackerweg (Vollem). In Lückerath konnte ein Fallschutzbelag rund um die Spielgeräte angebracht werden.

In jedem Fall mache die Stadtverwaltung Tempo, damit die Spielmöglichkeiten so schnell wie möglich fertig werden, so Christof Marx: „Schließlich wollen die Kinder ja auf den Spielplatz, wenn das schöne Wetter kommt.“

pp/Agentur ProfiPress