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„Eine Frage der Haltung…“

Fortbildung für Pflegepersonal und Therapeuten im Sozialwerk des Ordo Communionis in Christo: Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in anderen Religionen

Mechernich – Die Gesellschaft ist multikulturell und wird von Menschen aller Hautfarben, Herkunftsländer und Religionen gebildet. Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer ist höchst individuell, aber auch kulturell und religiös geprägt. Die Vorstellungen vom Jenseits oder der Wiedergeburt gehen weit auseinander.

Vor der Fortbildung zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in nichtchristlichen Religionen (v.l.): Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes, Peter Stamm, der Seelsorger der Düsseldorfer Universitätsklinik, seine Leverkusener Kollegin Simone Justus, Generalsuperior Jaison Thazhathil und Natalie Brendgen, die Pflegdienstleiterin in der 111 Betten umfassenden Schwerstpflegebedürftigen-Einrichtung Communio in Christo. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Vor der Fortbildung zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in nichtchristlichen Religionen (v.l.): Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes, Peter Stamm, der Seelsorger der Düsseldorfer Universitätsklinik, seine Leverkusener Kollegin Simone Justus, Generalsuperior Jaison Thazhathil und Natalie Brendgen, die Pflegdienstleiterin in der 111 Betten umfassenden Schwerstpflegebedürftigen-Einrichtung Communio in Christo. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Ende stehen für viele Pflegeeinrichtung oder Hospiz. Die 300 Beschäftigten des Sozialwerks der Communio in Christo in der Schwertpflegeeinrichtung Communio in Christo, im Hospiz „Stella Maris“ und in der Seniorenpflege „Haus Effata“ in Blankenheim und Mechernich haben täglich mit Betroffenen und Angehörigen in existenziellen Extremsituationen zu tun.

Ihre Hilfsbedürftigen kommen aus allen Schichten und Religionen. Menschliche Zuwendung und Nähe sind das A und O. Aber oft sind sie unsicher, wie beispielsweise Muslime oder Hindus mit Tod und Trauer umgehen, welche Waschungen und Riten erwartet werden und wer sie wie durchführt.

Hochsensibel und emphatisch: Pflegerinnen und Therapeutinnen des Sozialwerks der Communio in Christo berichteten im Workshopteil einer Fortbildung zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer aus dem eigenen reichen Erfahrungsschatz. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Hochsensibel und emphatisch: Pflegerinnen und Therapeutinnen des Sozialwerks der Communio in Christo berichteten im Workshopteil einer Fortbildung zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer aus dem eigenen reichen Erfahrungsschatz. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Pfleger/innen und Therapeut/inn/en aus Schwerstpflege, Seniorenpflege und Hospiz nehmen deshalb zurzeit an einer Fortbildung zum Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in nichtchristlichen Religionen teil. Referenten sind die Leverkusener Klinikseelsorgerin Simone Justus und Peter Stamm, Krankenhausseelsorger an der Uniklinik Düsseldorf.

Pilotprojekt

Der Wunsch nach mehr Wissen über andere Religionen und die Dialogfähigkeit in existentiellen Situationen war von den Mitarbeiterinnen des Sozialwerks der Communio in Christo selbst ausgegangen. Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes organisierte die Umsetzung.

Im Zentrum des sternenförmigen Hospizes „Stella Maris“ in Mechernich (v.l.): Norbert Arnold, der Geschäftsführer des Sozialwerkes der Communio in Christo, Generalsuperior Jaison Thazhathil, die Leverkusener Klinikseelsorgerin Simone Justus, Pflegedienstleiterin Natalie Brendgen, Dr. Franz-Josef Zumbé, der Vorsitzender Kassenärztlichen Vereinigung und Palliativmediziner im Hospiz, der Düsseldorfer Universitätsklinik-Krankenhausseelsorger Peter Stamm und Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Im Zentrum des sternenförmigen Hospizes „Stella Maris“ in Mechernich (v.l.): Norbert Arnold, der Geschäftsführer des Sozialwerkes der Communio in Christo, Generalsuperior Jaison Thazhathil, die Leverkusener Klinikseelsorgerin Simone Justus, Pflegedienstleiterin Natalie Brendgen, Dr. Franz-Josef Zumbé, der Vorsitzender Kassenärztlichen Vereinigung und Palliativmediziner im Hospiz, der Düsseldorfer Universitätsklinik-Krankenhausseelsorger Peter Stamm und Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der Tipp zu den Referenten, die sich nach eigenem Bekunden mit der Fortbildung in Mechernich auf ein „Pilotprojekt“ eingelassen haben, kam von der Mechernicher Krankenhausseelsorgerin Cordula Waberzeck. Auch der neue Generalsuperior Jaison Thazhathil und sein Stellvertreter Diakon Manfred Lang engagierten sich im Vorfeld für das Zustandekommen.

Beim ersten Treffen ging es um eigene Haltungen zu fremden Religionen und Kulturen in der Hinwendung zu Pflegebedürftigen und Angehörigen. „Das ist wichtiger als schematisches Wissen um Riten, Jenseitsvorstellungen oder Wiedergeburt“, so Peter Stamm. „Die Grundhaltungen beim Mechernicher Communio-Personal stimmt absolut“, so sein Eindruck. Religiöses Basiswissen zu den großen fünf Weltreligionen zum Umgang mit Tod und Sterben soll im November vermittelt werden.

pp/Agentur ProfiPress