Altes Stück – besondere Bedeutung
Klassiker „Der Zauberer von Oz“ live im Hof der Burg Satzvey – Begeisterte Gäste und Botschaften der Akzeptanz, Diversität und Freundschaft – Metropol-Theater Köln bald nochmals zu Gast – Ein Pressespiegel
Mechernich-Satzvey – Das Kölner Metropol-Theater begeisterte mit dem Stück „Der Zauberer von Oz“ Klein und Groß auf der Burg Satzvey. Denn die Geschichte der Dorothy, die sich nach einem Wirbelsturm mitsamt Haus und Hund im märchenhafte Land Oz wiederfindet, lässt die Menschen bereits seit über 80 Jahren träumen. Am ersten und dritten Wochenende (6. und 7. August sowie 20. und 21. August) kann man das Spektakel noch live ab 14 Uhr im Hof der historischen Wasserburg miterleben.

Der Journalist Cedric Arndt war für den Kölner Stadt-Anzeiger vor Ort und gab einige der Eindrücke und geschichtliche Hintergründe des Stückes wieder. So beschrieb er, wie Augen und Mund des achtjährigen Tim, einer der zahlreichen, begeisterten Besucher, vor Spannung weit aufgerissen waren, als die gruselige, böse Hexe mit grüner Haut und großer Hakennase auf ihrem Besen reitend die Bühne betrat.

„Ähnlich wie Tim fieberten auch die übrigen Zuschauer bei den Abenteuern der Protagonistin Dorothy mit“, so Arndt. Diese, schikaniert von ihren Nachbarn, wünscht sich einen Ort, wo es weder Streit noch Krieg gibt. Als sie sich plötzlich im märchenhaften Land Oz wiederfindet geht ihr Traum in Erfüllung, sie trifft neue Freunde und begibt sich mit ihnen auf ein Abenteuer, um den Zauberer von Oz zu finden.
Karten für die weiteren Aufführungen gibt es für acht Euro pro Person. Für Schülergruppen (ab einer Gruppengröße von 15 Personen) sind sie für sechs Euro pro Person unter http://www.metropol-theater-koeln.de/kontakt-karten/ erhältlich.

„Bist Du ein Freund von Dorothy?“
Darstellerin Mareike Marx berichtete Arndt im Nachhinein von ihrer Begeisterung für die vielschichtigen Figuren des Stücks: „Es ist moderner als Märchen und spricht viele Themen an, die auch heute aktuell sind.“ Themen wie fehlendes Selbstvertrauen und Mut spielten dabei auch eine große Rolle: „Mut kann nur in einer Situation entstehen, in der man Angst hat. Sich gedankenlos in jede Gefahr zu stürzen, ist hingegen Dummheit“.

Und es gab und gibt auf vielen weiteren Ebenen Kraft: „Für viele Menschen nahm das Märchen schon in den 1950er- und 1960er-Jahren eine besondere Bedeutung an“, erklärte Cedric Arndt: „»Are you a friend of Dorothy?« (Englisch für »Bist du ein Freund von Dorothy?«) galt damals nämlich als Codewort für Homosexuelle, um sich zu erkennen, ohne Anfeindungen befürchten zu müssen.“
Auch Dorothy wird im Stück mit diesem Thema konfrontiert („Wann ist ein Mädchen ein Mädchen?“) und man merke, dass sich Eltern und Kinder so automatisch mit dem Thema auseinandersetzten. Marx: „Ich finde es gut, dass sie sich bei Theaterstücken wie diesem schon früh mit Diversität auseinandersetzen können.“
pp/Agentur ProfiPress