Mehr Schulbusse wegen Corona
Stadt Mechernich setzt mit „Schäfer-Reisen“ flexibel zusätzliche Transportkapazitäten auf hochfrequentierten Nahverkehrslinien ein
Mechernich – Wegen Covid 19 setzt das Mechernicher Busunternehmen „Schäfer-Reisen“, das in der Stadt den öffentlichen Linienverkehr auch für den Schülertransport organisiert und gemeinsam mit Schwesterfirmen betreibt, zusätzliche Busse ein.
Und zwar flexibel je nach Schülerzahl auf den einzelnen Strecken. „Unser Disponent vor Ort entscheidet mittags jeweils auf dem Busbahnhof im Mechernicher Schulzentrum, auf welchen Linien die meisten Fahrschüler zu erwarten sind“, so die Schäfer-Geschäftsführer Rolf Schäfer und Guido Bauer. Dort fahren dann Parallelbusse.

Morgens würden die drei Zusatzbusse auf den Strecken eingesetzt, die erfahrungsgemäß über die meisten Fahrschüler verfügen. Der im Rathaus für die Schulen zuständige Teamleiter Willi Göbbel sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“, die Frequentierung sei zwischen den Kernorten Mechernich und Kommern am stärksten – und dort wiederum bei den Sekundarschülern der Gesamtschule und des Gymnasiums.
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nannte den Einsatz dreier zusätzlicher Busse eine „sinnvolle Maßnahme, die dazu beiträgt, das Infektionsrisiko an Schulen weiter zu reduzieren“. Die Schüler seien angehalten im Bus Schutzmasken zu tragen, so Willi Göbbel. Die Kosten für die zusätzlichen Fahrzeuge bekomme die Stadt vom Land NRW ersetzt.
Bis Weihnachten
Die Maßnahme sei bis zu den Herbstferien genehmigt worden, er habe aber bereits einen Verlängerungsantrag bis zu den Weihnachtsferien gestellt, so Willi Göbbel. Der Einsatz sei von der Stadtverwaltung ausgeschrieben worden, die Firma Schäfer, die auch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet betreibt, sei günstigster Anbieter gewesen, so Willi Göbbel.
Insgesamt transportiert Schäfer-Reisen auf den innerstädtischen Linien rund 2500 Fahrgäste am Tag, größtenteils Schüler. Die Busse seien morgens durchgängig gut besetzt, mittags entzerre sich der Schülertransport, weil manche Klassen nach der sechsten, andere erst nach der 8. Stunde schlussmachten, so Guido Bauer.

Zu Beginn der Corona-Krise seien die Fahrschülerzahlen zunächst signifikant gesunken, weil eine Reihe Eltern ihre Kinder selbst zur Schule chauffiert hätten oder die Kinder oder Jugendliche mit dem Fahrrad gefahren seien.
Mittlerweile herrsche aber wieder nahezu Normalzustand, so Rolf Schäfer. „Beschwerden über zu volle Busse“, so Willi Göbbel von der Stadt, gebe es auch ohne Corona immer nach den Sommerferien. Doch auch auf dem Gebiet sei es mittlerweile wieder ruhig geworden.
pp/Agentur ProfiPress