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„Maach et jood“

GdG-Gemeindereferentin Rita Pehl geht mit einem Wanderrucksack voll guter Gaben und Wünsche in den Ruhestand

Mechernich – Rita Pehl macht sich auf in den Ruhestand und bekam zum Abschied von ihren beruflichen Weggefährtinnen einen Wanderrucksack überreicht. Sie füllten ihn für die scheidende Gemeindereferentin während des Wortgottesdienstes in der Alten Kirche mit allerlei guten Gaben und Wünschen. 

Ein Schutzengel für neue Begegnungen, Pfefferminzbonbons „extra stark“ für eine kräftige Stimme bei Konflikten, ein Wanderstock, der Halt für den Weg gibt oder mit dem sie, das was im Wege steht, beiseite räumen kann, waren dabei. Ein Stellplatzführer soll der frischgebackenen Mini-Camper-Besitzerin außerdem Lust auf Freiheit & Abenteuer machen.

Hinzu kamen Blumen, Wein und Fotoalbum mit festgehaltenen Erinnerungen. Pfarrer Erik Pühringer, Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara, gab die Osterkerze als Geschenk mit auf den weiteren Lebensweg als Dank: „Weil Du so unendlich vielen Menschen das Licht des Glaubens weitergegeben hast.“

Auf insgesamt 45 Jahre berufliche Tätigkeit schaut Rita Pehl zurück. Schwerpunkte ihrer Arbeit in den letzten Jahren waren Kontakte zu Senioren in Altenheimen (Barbarahof, HPZ, Wohnverbund Sanden, Kreuserstift), Senioren- wie auch Trauergruppen und das monatliche Taizègebet in der Eifelhöhenklinik in Marmagen.

Zuvor war sie als Erzieherin in einem Kölner Kinderheim und später dann in Bouderath eingesetzt. Nimmermüde studierte sie nebenher Religionspädagogik und Theologie über den Würzburger Fernkurs, um zielgerichtet den Weg der Gemeindereferentin einzuschlagen.

„Beachtlich“

Als „Eifeler Mädchen“ war sie zunächst in Dülken bei Viersen am Niederrhein tätig, kam dann über Schleiden, Blankenheim, GdG Steinfeld und letztlich zur GdG Mechernich – und blieb dort 3,5 Jahre. „Beachtlich“, lobt Magdalena Ohlerth, Kollegin Pehls im Seelsorgeteam, die „Pack-an-Frau“ und „Powerfrau“. Enthusiastisch habe sie sich für die Glaubensverkündigung eingesetzt.

Rita Pehl habe immer darum gerungen, Glaube in diesen Zeiten und in dieser Kirche lebbar zu gestalten. Dabei sei sie „ehrlich, transparent, direkt und hartnäckig“ geblieben. Bischoff Helmut Dieser würdigt die scheidende Gemeindereferentin in seinem Ruhestandsbrief: Rita Pehls Arbeit werde sicher „Früchte tragen in den Herzen der Menschen“, denen sie im beruflichen Einsatz begegnet ist.

Mit 15 Jahren leitete Pehl ihre erste Jugendgruppe in Tondorf. Mit 19 Jahren gehörte sie zum Sachausschuss Jugend und war mit 21 Jahren bereits Mitglied des Pfarrgemeinderates. Am Ende war es dann an der Zeit „Tschüss“ zur langjährig wirkenden Kollegin zu sagen. Das übernahm Magdalena Ohlert: „Mott dem Säje von ossem Herrjott! Maach et jood!“

pp/Agentur ProfiPress