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Große Boards, kleine Kurse

Für beste Lernbedingungen setzt das Mechernicher Gymnasium am Turmhof auf 48 digitale Tafeln und kleine Lerngruppen – Die ersten Geräte sind bereits installiert, weitere werden folgen – Tag der offenen Tür findet am Samstag, 12. November, von 9 bis 14 Uhr statt      

Mechernich – Kreide und Schwamm bekommen jetzt Konkurrenz. Denn das Mechernicher Gymnasium am Turmhof (GAT) setzt seit Kurzem auf digitale Tafeln, sogenannte i3-Boards. Drei dieser Boards wurden inzwischen installiert, weitere 45 Boards sollen in den kommenden Jahren bis 2025 folgen, heißt es von der Schule. Dann sei man am GAT digital voll ausgestattet und nicht nur in der Lage, Lehrer- und Schüler-iPads zu spiegeln, sondern ebenso Bilder von den in sämtlichen Räumen vorgehaltenen Dokumentenkameras zu präsentieren.

So sehen sie aus, die digitalen Boards, die jetzt nach und nach im Mechernicher Gymnasium am Turmhof installiert werden sollen. Drei Geräte wurden bereits installiert, 45 weitere sollen folgen. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress
So sehen sie aus, die digitalen Boards, die jetzt nach und nach im Mechernicher Gymnasium am Turmhof installiert werden sollen. Drei Geräte wurden bereits installiert, 45 weitere sollen folgen. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Mit den neuen Möglichkeiten lassen sich komplexe Zusammenhänge deutlich anschaulicher vermitteln. Das ist für alle Beteiligten eine erfreuliche Entwicklung und Ergänzung der vorhandenen Ausstattung. „Die Anschaffung der Boards erfolgt zusätzlich zur konventionellen Tafel“, sagt Erprobungsstufenkoordinatorin und Informatiklehrerin Petra Vatterroth: „Die Nutzung der Boards kann daher für alle Beteiligten schrittweise in einem individuellen Tempo und natürlich unter Berücksichtigung pädagogischer Überlegungen erfolgen.“

Zwei Lehrer pro Hauptfach

Aber es sind nicht nur die neuen technischen Möglichkeiten, von denen die Schüler am GAT mittel- und langfristig profitieren sollen. Auch die überwiegend kleinen Lerngruppen sorgen derzeit und aller Voraussicht nach auch in den kommenden Schuljahren für besonders gute Lernbedingungen am Mechernicher Gymnasium.

„Aktuell sind wir in der glücklichen Lage, bereits unsere Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe fünf in besonderem Maße zu fördern. So unterrichten wir in diesem Schuljahr sämtliche Hauptfächer in Doppelbesetzung und nutzen diese zur äußeren Differenzierung. Das bedeutet, wir teilen die Klasse in zwei etwa gleich große Gruppen auf, um jeder Schülerin und jedem Schüler mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen zu können“, erläutert Vatterroth.

Auf kleine Lerngruppen, wie hier zu sehen mit Deutschlehrerin Stephanie Zimmermann, setzt das Gymnasium am Turmhof. Aktuell werden in der Jahrgangsstufe fünf sämtliche Hauptfächer in Doppelbesetzung unterrichtet. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress
Auf kleine Lerngruppen, wie hier zu sehen mit Deutschlehrerin Stephanie Zimmermann, setzt das Gymnasium am Turmhof. Aktuell werden in der Jahrgangsstufe fünf sämtliche Hauptfächer in Doppelbesetzung unterrichtet. Foto: Bernhard Karst/pp/Agentur ProfiPress

Dieses Vorgehen ermögliche gerade in den sprachlichen Fächern einen aktiven Sprachgebrauch, der den Lernenden zugutekomme. „Darüber hinaus haben wir durch die Teilung der Lerngruppen deutlich mehr Zeit, um auf das individuelle Tempo und die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler eingehen zu können“, so Deutschlehrerin Stephanie Zimmermann.

Corona-Lücken aufarbeiten

Auch zahlreiche Oberstufenschüler profitierten derzeit von den teils sehr kleinen Kursen, so Oberstufenkoordinatorin Tanja Fenge. In der EPH, der Jahrgangsstufe 10, habe man zum Aufarbeiten möglicher Corona-Lücken bewusst sehr kleine Vertiefungskurse zur individuellen Förderung eingerichtet, die nicht mehr als elf Schülerinnen und Schüler umfassen würden.

Auch habe man, um den Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler zu entsprechen, kleine Leistungskurse gebildet – so zum Beispiel einen sogenannten „Huckepackkurs“ im Fach Chemie, der von insgesamt fünf Schülerinnen und Schülern besucht werde. Fenge weiter: „Selbst in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch gibt es keinen Grundkurs mit mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“ Dies sei optimal, um die in Folge der Corona-Pandemie entstanden Lücken zu schließen und die Schüler auf das Abitur vorzubereiten.

„Bestmögliche Förderung“

Seine Freude über die gute personelle Ausstattung sowie die voranschreitende Digitalisierung der Schule äußert auch Schuldirektor Micha Kreitz: „Wir sind überzeugt davon, unseren Schülerinnen und Schülern durch die überwiegend geringe Größe der eingerichteten Lerngruppen sehr gute Lernbedingungen an unserer Schule bieten zu können. Ich freue mich, dass die derzeitige personelle Situation uns dies ermöglicht. Auch durch die verbesserte mediale Ausstattung aller Klassen- und Kursräume werden unsere Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren bestmöglich gefördert.“

Einblicke in die Ausstattung, die vielfältigen AG- und Unterrichtsangebote sowie das Schulleben erhalten alle Interessierten am Samstag, 12. November, von 9 bis 14 Uhr. Dann lädt die Schulgemeinschaft des GAT zum Tag der offenen Tür ein und freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

pp/Agentur ProfiPress