„Entschleunigung“ über die tollen Tage
Kommerner Freilichtmuseum hält Karneval spezielle Demonstrationen parat: Korbflechterin, Hauswirtschaft, Kriegsheimkehrer und eine „Avon“-Beraterin sind im Einsatz
Mechernich-Kommern – „Zeitlos, still, nicht stumm sind die Bauten im LVR-Freilichtmuseum Mechernich“, schrieb unlängst die KirchenZeitung für das Bistum Aachen unter dem Titel „Orte der Entschleunigung“ über die Ansammlung historischer Dörfer auf dem Kahlenbusch zwischen Bergen und Börde.

„Sie spiegeln das Leben rheinischer Menschen über drei Jahrhunderte. Die Höfe stammen aus Eifel und Westerwald, Köln-Bonner Bucht, vom Niederrhein und aus dem Bergischen“, hieß es weiter. Zwei Windmühlen und eine Wassermühle darunter sowie die altehrwürdige Sankt-Michael-Kapelle aus Schützendorf (GdG St. Barbara Mechernich).

„Der zweieinhalbstündige und leicht ausdehnbare Besuch der Häuser führt geradewegs in die Zeitlosigkeit“, so die KirchenZeitung. Das 365 Tage im Jahr geöffnete Gelände ist der ideale Ort auch für Karnevalsflüchtlinge und Erholungssuchende über die tollen Tage.

Wie Museumssprecher Daniel Manner der Mechernicher Agentur „ProfiPress“ mitteilt, gibt es mehrere Demonstrationen, unter anderem am Freitag, 9. Februar, von einer „Avon-Beraterin“ wie in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Marktplatz Rheinland sowie einer Hauswirtschafterin in der Baugruppe Niederrhein.
Mechernicher Eintritt frei
Am Karnevalssamstag, 10. Februar, ist ein als Kriegsheimkehrer verkleideter Schauspieler in den Nissenhütten am Marktplatz Rheinland im Einsatz und steht den Besuchern Rede und Antwort. „Tulpensonntag“, 11. Februar, und Rosenmontag, 12. Februar, kann man der Museums-Korbflechterin im Backsteinhaus in der Baugruppe Niederrhein bei der Arbeit zuschauen.

Seit Eröffnung des Rheinischen Freilichtmuseums Kommern 1961 erhalten alle Menschen mit Wohnsitz in der Stadt Mechernich freien Eintritt. Besucher von außerhalb zahlen 9,50, unter 18-Jährige und Ermäßigte 7,50 Euro. Hinzu kommen zeitweise Parkgebühren. Das Museum verfügt über gastronomische Einkehrmöglichkeiten, einen Tante-Emma-Laden und einen großen angebotsreichen Museumsshop im Ein- und Ausgangsbereich.

pp/Agentur ProfiPress