Alles erledigt nach der Flut
Durch intensive Mithilfe von Aktiven vor Ort konnten die letzten Flutschäden im Stadtgebiet im Bürgerhaus Kallmuth, im Dorfgemeinschaftshaus Lückerath und im Vereinsheim des TSV Feytal behoben werden
Mechernich – Manfred Kesternich macht das Licht über der Theke an. Gemütlich sieht es aus. Richtig einladend ist das Lückerather Dorfhaus wieder geworden. Die Flutschäden sind verschwunden.

Ortswechsel: Im Kallmuther Bürgerhaus stehen die Notenständer wieder im Keller. Sie zeugen davon, dass die Musiker zurückgekehrt sind in ihren Proberaum. In der neuen Küche kann das Geschirr wieder eingeräumt werden. Die Flutschäden sind nicht mehr sichtbar.

Noch ein Ortswechsel: In der Umkleide im Eiserfeyer Sportheim steht zwar noch eine Schiebetür an der Wand, die noch eingebaut werden muss, aber ansonsten ist alles wieder top in Schuss. Hier können sich die TSV-Teams und ihre Gäste umziehen und nach sportlicher Betätigung in modernen Nasszellen duschen. Welche Schäden die Flut hier angerichtet einst angerichtet hatte, lässt sich nicht mehr erkennen.

Für David Esch sind diese drei Maßnahmen als letzte von insgesamt 27 betroffenen Gebäuden erfolgreich beendet. Der städtische Hochbautechniker hatte die Federführung bei der Sanierung der flutbedingten Schäden an den städtischen Liegenschaften. Bei der Rundtour macht er sich selbst noch einmal ein Bild von der Situation vor Ort. Überall trifft er auf seine engagierten Mitstreiter, die in den zurückliegenden Monaten tatkräftig daran mitgewirkt haben, dass die Gebäude wieder in neuem Glanz erstrahlen.
Gelungene Teamarbeit
„Ohne die Ortsbürgermeister und Vereinsvorstände und natürlich der vielen freiwilligen Helfer vor Ort, wäre das für uns als Stadt nicht zu managen gewesen“, betont David Esch, der das Lob für die gute Zusammenarbeit an allen drei Liegenschaft postwendend zurück bekommt. Offenbar waren die Sanierungen eine gelungene Teamarbeit zwischen städtischem Mitarbeiter und den Aktiven vor Ort, die bei der Planung und Umsetzung der vielen verschiedenen Gewerke tatkräftig mitgewirkt haben.

In Lückerath waren das etwa Ortsbürgermeister Rudolf Hoß und der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Manfred Kesternich. Oder auch Matthias Kesternich und Alex Bloch, die die Sanierungsmaßnahme dafür genutzt haben, neue Stromleitungen zu verlegen.
Alle zusammen freuen sich, dass wieder Leben eingekehrt ist in das Dorfhaus. Hier trifft man sich zu einem Bierchen, hier kommt die Jugend zusammen und hier hilft man den benachbarten Vereinen aus Bleibuir mit Raumkapazitäten, weil die dortige Sanierung der Alten Schule noch läuft.

Rund 300.000 Euro wurden in Lückerath verbaut, um die massiven Flutschäden zu beheben. Im Keller wurden die sanitären Anlagen erneuert, oben erstrahlt der Dorfsaal mit Theke in neuem Glanz, nachdem auch hier bis zu einer Höhe von gut einem Meter alles raus musste.
Notenständer und Instrumente
Die Schäden in Kallmuth waren ähnlich massiv und auch dort ist inzwischen wieder Leben eingekehrt ins Bürgerhaus. Im Raum des Musikvereins stehen wieder die Notenständer und Instrumente und zeugen davon, dass hier wieder fleißig geübt wird. Die Fenster dort sind Teil der Sanierungsmaßnahme gewesen. Früher waren sie bodentief, die Wassermassen hatten leichtes Spiel. Die neuen Fenster sind höhergelegt, sorgen so für etwas mehr Sicherheit.

Im Probenraum des Musikvereins und in den Nebenräumen hatte das Wasser etwa 80 Zentimeter hoch gestanden. Jetzt ist dort wieder alles in Schuss. Das ist auch der Koordination von Kallmuths Ortsbürgermeister Robert Ohlerth mit Unterstützung von Jaqueline Fesel vom Ortskartellvorstand zu verdanken. Beide freuen sich, dass im Keller wieder eine Küche eingebaut wurde und genutzt werden kann. Insgesamt kostete die Sanierung dort laut Stadt 150.000 Euro.

Rund 250.000 Euro musste in Eiserfey aufgewendet werden, um die flutbedingten Schäden am Sportlerheim zu beseitigen. Dank Mario Theisgen, Matthias Vogelsberg und ihren Mitstreitern wurde David Esch an dieser Baustelle enorm entlastet. „Sie haben sich vor Ort sogar um die Handwerker gekümmert, damit es an der Baustelle weitergehen konnte“, erläutert der Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements. Ein Beleg dafür, wie gut die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten gelaufen ist – trotz der vielen Widrigkeiten von enormen Kostensteigerungen bei Baumaterialien angefangen über die allerorten vorherrschende Handwerkerknappheit bis hin zu schwierigen Terminkoordinationen.

Aber letztlich zählt das Ergebnis, mit dem offenbar alle zufrieden sind. In Lückerath ist wieder Leben ins Dorfhaus eingekehrt. In Kallmuth wird wieder reichlich geprobt und auch für Familienfeste lässt sich das Bürgerhaus wieder mieten. Und in Eiserfey sind nicht nur die Tennisspieler zurück in ihrem Refugium, sondern auch die Umkleidekabinen der Fußballer sind wieder so hergerichtet, dass einer wie auch immer gearteten Halbzeitansprache der Trainer nichts mehr im Wege steht.
pp/Agentur ProfiPress