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Wasser-Gebühren steigen

Preistreiber sind neben allgemeinen Kostensteigerungen insbesondere umfassendere Instandhaltungsarbeiten an Hausanschlüssen und Leitungsnetz sowie Mehraufwand durch die Filtertechnik in der Wasseraufbereitungsanlage Düttling – Stimmt der Rat zu, steigt der Preis von 1,35 Euro auf 1,49 Euro pro Kubikmeter

Mechernich – Es hätte noch deutlich teurer werden können. Doch per Gesetz ist die Stadt Mechernich angehalten, Mehrkosten, die durch die Pandemie oder den Krieg in der Ukraine entstehen, aus der Gebührenkalkulation herausrechnen. Die Stadt hat das getan und rund 362.000 Euro weniger im Wirtschaftsplan veranschlagt. Ohne diese Reduzierung hätte sich der Wasserpreis zusätzlich nochmal um rund 40 Cent pro Kubikmeter erhöht.

Das kühle Nass im Stadtgebiet Mechernich wird teurer: Die Wassergebühren für 2023 sollen mit der neuen Satzung von derzeit 1,35 Euro auf dann 1,49 Euro pro Kubikmeter steigen. Foto: pixabay/pp/Agentur ProfiPress
Das kühle Nass im Stadtgebiet Mechernich wird teurer: Die Wassergebühren für 2023 sollen mit der neuen Satzung von derzeit 1,35 Euro auf dann 1,49 Euro pro Kubikmeter steigen. Foto: pixabay/pp/Agentur ProfiPress

Nichtsdestotrotz müssen Gebührenzahler 14 Cent pro Kubikmeter mehr bezahlen. Stimmt der Rat am 13. Dezember der neuen Gebührensatzung für 2023 zu, wie das bereits der Betriebsausschuss in seiner jüngsten Sitzung getan hat, steigen die Wassergebühren von derzeit 1,35 Euro auf dann 1,49 Euro pro Kubikmeter.

Andere Gebühren bleiben konstant

„Alle anderen Gebühren, wie Müll oder Schmutzwasser, werden wir derweil konstant halten können“, berichtet Mechernichs Erster Beigeordneter Thomas Hambach. Preistreiber bei den Wassergebühren seien einerseits Mehraufwendung bei Sanierungen und Instandhaltungen von Hausanschlüssen und Rohrleitungen gewesen. Andererseits sorgt die neuartige Bleifilteranlage in der Wasseraufbereitungsanlage Düttling für Mehrkosten.

Das Düttlinger Verfahren zur Bleifilterung, das die beiden Ingenieure Wilfried Claesgens (r.) vom Büro Gotthard + Knipper und Jörg Nußbaum von den Stadtwerken gemeinsam verwirklicht haben, ist deutschlandweit einzigartig und klappt hervorragend, kostet aber auch Geld. Das ist einer der Preistreiber für die Wassergebühren. Archivfoto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Das Düttlinger Verfahren zur Bleifilterung, das die beiden Ingenieure Wilfried Claesgens (r.) vom Büro Gotthard + Knipper und Jörg Nußbaum von den Stadtwerken gemeinsam verwirklicht haben, ist deutschlandweit einzigartig und klappt hervorragend, kostet aber auch Geld. Das ist einer der Preistreiber für die Wassergebühren. Archivfoto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Das Verfahren dort ist ein Pionierprojekt, das bei Probebetrieb und Inbetriebnahme im Frühjahr 2021 deutschlandweit einzigartig war. Mit einem speziellen Granulat wird Blei bis unter die Nachweisgrenze herausgefiltert. Nötig war das, weil die zulässigen Grenzwerte für Blei gesenkt wurden und so im Mai 2020 bei einer Überprüfung minimal erhöhte Bleiwerte im hunderttausendstel Gramm pro Liter Wasser festgestellt worden waren. Säuglinge unter zwei Jahren sollten aufgrund der Grenzwertsenkung daher vorsorglich das Wasser nicht weiter erhalten, rieten die Stadtwerke in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt deshalb der Bevölkerung im Westen der Stadt Mechernich sowie Düttling und Hergarten.

Für Erwachsene blieben die Werte stets unbedenklich. Durch die neue von Wilfried Claesgens konzipierte Anlage und nach zahlreichen Tests, konnte der Ingenieur vom Büro Gotthard + Knipper damals festhalten: „Das Trinkwasser, das die Anlage Düttling verlässt, ist bleifrei.“ Damit werden auch die im kommenden Jahr erneut abgesenkten Grenzwerte eingehalten.

pp/Agentur ProfiPress