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Solarenergie verstehen

Schüler des Technikkurses der Gesamtschule der Stadt Mechernich prüfen, wie ihre Schule noch besser mit Solarenergie versorgt werden kann

Mechernich – Steigende Strom- und Energiekosten, ein stetig wachsender Energiebedarf und immer weniger Energiereserven … Die elektrische Versorgung der Zukunft gleicht einer Herkulesaufgabe. Umso wichtiger, dass sich junge Menschen in der Schule mit diesem Thema auseinandersetzen, um die Technik dahinter zu verstehen. So setzt sich der Technikkurs der Jahrgangsstufe zwölf der Gesamtschule der Stadt Mechernich mit der Entstehung von Solarenergie auseinander.

Schüler des Technikkurses der Mechernicher Gesamtschule beim Experimentieren rund um das Thema Solarenergie. Foto: Patrick Wloka/pp/Agentur ProfiPress

„Wir haben in Deutschland doch kaum große Gewässer für Wasserkraftwerke und wahrscheinlich braucht man noch ewig, bis wir die Infrastruktur für die Wasserstofftechnologie haben. Da bleibt uns doch nur, die Windkraft und Solarenergie zu verstehen, um die maximale Leistung erhalten zu können“ so Nico, Schüler des Technikkurses der Q1. Erhebungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zufolge macht die Photovoltaik rund zehn Prozent der gesamten öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland aus.

Wie funktioniert eine Solarzelle?

Oberstufenschüler der Gesamtschule Mechernich prüfen zurzeit, inwiefern ihre Schule noch besser mit Solarenergie versorgt werden könnte. Unterstützt werden sie dabei durch Lehrer Patrick Wloka, der an der Gesamtschule Technik in der Oberstufe unterrichtet und selbst Masterabsolvent im Fach Maschinenbau der renommierten RWTH Aachen ist.

„Die Lernenden werden zunächst darin unterstützt, den Aufbau einer Solarzelle sowie deren Funktionsweise physikalisch zu verstehen. Im Anschluss können sie durch unterschiedliche Messungen und technische Experimente wichtige Werte sowie Einflussfaktoren auf ein Modul untersuchen“, erklärt Wloka und fügt hinzu: „Das Verständnis über solche Grundlagen, ist unabdingbar, um eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach der Schule montieren zu können“, so Wloka.

Schulisches Alleinstellungsmerkmal in der Region

Die Gesamtschule der Stadt Mechernich hat sich mit dem Fach Technik in der Oberstufe das Ziel gesetzt, Interesse und Verständnis für die Bedeutung erneuerbarer Energien bei Jugendlichen zu fördern und weiterzuentwickeln. Schulleiterin Dagmar Wertenbruch zeigte sich erfreut über die Motivation der Schüler: „Ich war positiv überrascht, als mich mehrere Schülerinnen und Schüler fragten, ob sie die echten Maße unseres Schuldaches und die Daten unserer Solarplatten auf dem Dach erhalten könnten, um Berechnungen durchzuführen.“

Diese Motivation und die hohe Anzahl der Oberstufenschüler, die das Fach Technik an der Mechernicher Gesamtschule wählten, bestätige, dass das außergewöhnliche Angebot des Faches Technik in der Sekundarstufe II ein schulisches Alleinstellungsmerkmal in der Region sei und großes Interesse für eine mögliche naturwissenschaftliche Laufbahn wecke, so Dagmar Wertenbruch.

pp/Agentur ProfiPress