„Pandemie-Kreuz“
Kloster Steinfeld hat jetzt am Kalvarienberg eine Christusfigur aus der ehemaligen Kapelle Wahlen aufgehängt, die dem „Pestheiligen“ Rochus geweiht war
Kall-Steinfeld – Passend in einer von ansteckenden Krankheiten geprägten Zeit wurde jetzt an der Steinfelder Klostermauer ein „Pandemiekreuz“ aufgehängt. Der bisherige tönerne Corpus am Kalvarienberg-Altar war irreparabel beschädigt. Er wurde gegen den gekreuzigten Christus aus der früheren St.-Rochus-Kapelle Wahlen ersetzt.

Und zwar im freiwilligen Ehrendienst durch Oswald Thurn, Guido Wiesen, Willibald Hövel und Stanislaw Trzyna, den Hausmeister der Pfarrei Steinfeld. Die Männer packten kräftig an.
Die Kapelle St. Rochus in Wahlen war 2008 von dem Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens nach einer letzten Eucharistiefeier entwidmet und später abgerissen worden. Das Kreuz lagerte seither in einer Halle. St. Rochus ist bekanntlich der Heilige, der gegen Seuchen angerufen wurde und wird („Pestheiliger“) – und Oswald Thurn hatte im Angesicht von Covid 19 die Idee, den Wahlener Christus zum Mittelpunkt eines „Pandemie-Kreuzes“ in Steinfeld zu machen.

Straße wurde 1852 verlegt
Der Kalvarienberg an der Steinfelder Klostermauer war immer die erste Anlaufstelle für Pilger, die nach Steinfeld kamen. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts war der Begrüßungspavillon mit dem nun ausgemusterten Kreuz gegenüber dem Margaretenhof zu finden, damals liefen die Zufahrtstraßen nach Steinfeld allerdings anders als heute, und zwar in Nord-Süd-Richtung. Dann wurde die Straße 1852 verlegt und die Serpentinen nach Urft angelegt.

In diesem Zusammenhang wurde die Begrüßungsstelle für Pilger verlegt, und zwar genau an die Stelle, an der sie heute zu finden ist. Eben dort, wo jetzt das Pandemie-Kreuz unter zwei mächtigen Kastanienbäumen die Pilger würdig empfängt. „Danke an die fleißigen Helfer!“, schreibt Gudrun Klinkhammer in einer Pressemitteilung der GdG Heiliger Hermann Josef, Kall-Steinfeld.

pp/Agentur ProfiPress