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Jugendkeller wird aufgemöbelt

DLRG Ortsgruppe Mechernich e.V. spendet hochwertige Möbel für flutgeschädigten Bleibuirer „Jugendkeller“ – Möglich machten es Vesna Klein (Stadtverwaltung) und Klaus-Peter Hoss – Mitglieder freuen sich über Unterstützung – Ideen nehmen Gestalt an

Von Henri Grüger

Mechernich/Bleibuir – Es gibt wieder einmal gute Nachrichten für den Bleibuirer Jugendkeller. Denn die Ortsgruppe Mechernich e.V. der „Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft“ (DLRG) hat dem betreibenden „Bleibuirer Jugendclub“ zwei Couches, einen Sessel, einen Glastisch sowie eine ausklappbare Garderobe gespendet. Möglich gemacht haben dies Vesna Klein vom Gebäudemanagement der Mechernicher Stadtverwaltung sowie Jugendclub-Urgestein Klaus-Peter Hoss.

Gleich verabredeten sich die federführenden Club-Mitglieder Mina Bongart, Maurice Henk, Leon Breuer und Simon Wegener, um die neuen Möbel in Augenschein zu nehmen. Im Zwischenlager, dem ehemaligen Gerätehaus der Bleibuirer Feuerwehr, konnten sie auch gleich einmal gemeinsam „Probe zu sitzen“.

Saßen die von der DLRG gespendeten Möbel für ihren Bleibuirer „Jugendkeller“ Probe und befanden sie von Dank überwältigt für sehr gut: (V. l.) Mina Bongart, Maurice Henk und Simon Wegener. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Saßen die von der DLRG gespendeten Möbel für ihren Bleibuirer „Jugendkeller“ Probe und befanden sie für sehr gut: (V. l.) Mina Bongart, Maurice Henk und Simon Wegener. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress


Auf Rückschläge folgte Begeisterung

Dabei war lange Zeit nicht klar, ob der traditionsreiche Treffpunkt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Bleibuir und Umgebung nach fünf Dekaden überhaupt weiterhin Bestand haben wird. Denn in der Nacht der verheerenden Flutkatastrophe war sämtliches Inventar samt Elektronik zerstört worden, die Räumlichkeiten mit Schlamm angefüllt. Davon ließen sich die jungen Leute und Hoss jedoch schlicht nicht beeindrucken und setzten sich intensiv für den Erhalt und Wiederaufbau ihres geliebten „Kellers“ ein – mit großem Erfolg. Die Sanierungsarbeiten laufen bereits.

Und dann kam, ganz unverhofft, die nächste gute Nachricht dazu. Da der die Ortsgruppe Mechernich der DLRG nun aus der Mechernicher Bergstraße komplett in den Zweitsitz in der Firmenicher Eifel-Therme Zikkurat umgezogen ist, wurden die Möbel nicht mehr benötigt. Was tun? Vesna Klein hatte sofort die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihren Jugendkeller in der Nacht der Flut verloren haben, im Sinn. Sie schlug dem Ortsgruppenvorsitzenden Stephan Rau die Spende vor – der Vorstand willigte ein und so war es beschlossene Sache: Man wolle sie unterstützen und gab die Möbel kostenfrei an den Jugendclub ab.

Klaus-Peter Hoss erzählte gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief: „Nachdem Frau Klein von der sehr guten Nachricht erfahren hat, hat sie mich gleich hocherfreut angerufen. Da waren wir in Bleibuir natürlich ebenso aus dem Häuschen!“

So schritten die Beiden gleich zur Tat, organisierten den Transport und packten persönlich mit an. Es sollte schnell gehen, weil die Möbel noch vor der Sanierung aus dem ehemaligen DLRG-Gebäude in der Bergstraße raus sollten. Dreck und Schmutz vertragen sich eben nicht mit Wildleder.

Ohne Vesna Klein vom Gebäudemanagement der Mechernicher Stadtverwaltung (r.), die den Kontakt zum Ortsgruppenvorsitzenden der DLRG, Stephan Rau aufgebaut hat, und den Bleibuirer Klaus-Peter Hoss, der sich seit Gründung des Jugendkellers vor rund 50 Jahren immer mit Herz und Seele darum gekümmert hat, wäre die Spende nicht möglich gewesen. Hier zu sehen nach tatkräftigem Verladen für den Transport der Möbel. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Ohne Vesna Klein vom Gebäudemanagement der Mechernicher Stadtverwaltung (r.), die den Kontakt zum Ortsgruppenvorsitzenden der DLRG, Stephan Rau aufgebaut hat, und den Bleibuirer Klaus-Peter Hoss, der sich seit Gründung des Jugendkellers vor rund 50 Jahren immer mit Herz und Seele darum gekümmert hat, wäre die Spende nicht möglich gewesen. Hier zu sehen nach tatkräftigem Verladen für den Transport der Möbel. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

„Perfekt für »neuen« Keller“

Klein betonte beim Abholen der Möbel: „Wir freuen uns alle sehr, dass das so gut geklappt hat und die DLRG unter ihrem Vorsitzenden Stephan Rau den jungen Leuten so eine große Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Institution leistet. Für dieses Engagement sind wir sehr dankbar!“

Hoss stimmte ihr zu und betonte gleichzeitig: „Vielen Dank auch besonders an Sie, Frau Klein. Ohne Ihren Einsatz wäre das gar nicht erst möglich gewesen!“

Vor Ort in Bleibuir hörte die Dankbarkeit nicht auf. So sagte Maurice Henk: „Wir möchten erst einmal herzlich bei der DLRG für diese gute und dringend benötigte Spende, sowie bei Vesna Klein für die schnelle Vermittlung an uns, bedanken. Selbstverständlich geht auch ein großes Dankeschön an Klaus-Peter Hoss für seinen unermüdlichen Einsatz für unseren »Keller«.“ Mina Bongart stimmte ihm zu und betonte: „Ohne ihn würde hier alles wesentlich langsamer, wenn überhaupt, ins Rollen kommen. Das ist wirklich toll!“

Einig waren sich die jungen Erwachsenen auch schnell über die schöne, dunkle Farbe und das moderne Design der Möbel. Henk: „Das passt perfekt zum moderneren und jüngeren Image, dass wir in die Gestaltung unseres »neuen« Kellers einfließen lassen wollen“. „Und leicht zu reinigen ist das Wildleder auch noch“, so Bongart weiter.

Auch gefiel ihnen der gläserne Tisch sehr gut, bei dem man ganz besonders auf einen pfleglichen Umgang achten wolle. Simon Wegener betonte besonders die Kürze der Zeit, in der die Möbelspende vonstattengegangen ist, die hohe Qualität und die „Wie-Neu-Optik“ aller Teile. Eine rundum gelungene Spende also von Seiten der DLRG an den Bleibuirer Traditionsclub.

Im Anschluss an die begeisterte Begutachtung der Spende haben die jungen Leute den derzeitigen Rohbau ihres „Kellers“ gemeinsam mit Hoss in Augenschein genommen und Ideen sowie das weitere Vorgehen bei der Sanierung besprochen. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress
Im Anschluss an die begeisterte Begutachtung der Spende haben die jungen Leute den derzeitigen Rohbau ihres „Kellers“ gemeinsam mit Hoss in Augenschein genommen und Ideen sowie das weitere Vorgehen bei der Sanierung besprochen. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Ideen werden zu Taten

Im Anschluss fand noch eine gemeinsame Begehung des entkernten Kellers statt, zu der Hoss die jungen Leute einlud. Leon Breuer betonte vor Ort: „Unseren Keller so zu sehen, tut weh. Doch es geht weiter und das ist die Hauptsache!“ So wolle man alles gemeinsam sogar noch schöner und persönlicher gestalten als vorher.

Themen waren dabei die neue Elektrik, Lüftungskonzepte, Leitungen, die Heizung, neue Fenster und mehr. Ideen haben die Clubmitglieder auf jeden Fall genug – und freuen sich sehr auf die gemeinsame Umsetzung.

Über noch eine Sache war man sich einig: Man will sich bei der DLRG mit einer kleinen Geste erkenntlich zeigen. Wie genau diese aussehen wird, soll mit den Mitgliedern des Jugendclubs abgestimmt werden.

pp/Agentur Profipress