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Eifelkrippe im Vatikan

Kaller Dioramenbauer Ferdi Saßmann repräsentiert Eifel und Bleiberg bis zum 9. Januar in Rom bei der globalen Ausstellung „100 presepi in vaticano“

Mechernich/Kall – Dipl.Ing. Ferdi Saßmann hat in ganz Europa einen guten Ruf als Krippenbauer, zur Stunde erlebt er allerdings den Höhepunkt seiner 20-jährigen Tätigkeit in diesem Metier. Noch bis zum 9. Januar ist eines seiner weihnachtlichen Dioramen unter den Kolonnaden von St. Peter in Rom ausgestellt. Und zwar als Teil der Ausstellung „100 Krippen im Vatikan“. Saßmanns Arrangement ist eines von zwei aus ganz Deutschland.

Ferdi Saßmanns LED-beleuchtete Eifelkrippe unter den Kolonaden von St. Peter in Rom. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der Vatikan organisiert die internationale Krippenausstellung bereits zum vierten Mal. Die Kunstwerke kommen aus Deutschland, Ungarn, der Slowakei und Slowenien; Kroatien und Kasachstan, Peru, Indonesien, Kolumbien und aus den USA.

Monsignore Martin J. Martlreiter (r.), der Präsident des Bayerischen Krippenverbandes und dessen Stellvertreter Klaus Porten (l.) bauten Saßmanns Krippe (links) im Vatikan auf. Rechts die zweite deutsche Krippe aus Bayern. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Ferdi Saßmann, der in der Vergangenheit bei Weltkrippenkongressen in Italien, Spanien und Russland war, leitet in Klüsserath an der Mosel eine Krippenbauschule. Im Jahr 2012 bekam er den Auftrag, im Kreuzgang des Aachener Doms eine neue Krippe zu bauen. Große Beachtung fanden auch die 30 Krippen, die Ferdi Saßmann vom 15. bis 19. Januar 2019 anlässlich des Weltkrippen-Kongresses der Euregio Maas-Rhein in Monschau zeigte.

Krippenbaumeister Ferdi Saßmann mit seiner flächenmäßig größten, orientalisch anmutenden Krippenlandschaft in seiner Ausstellung im heimischen Straßbüsch (Gemeinde Kall). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Keine Frage… Ehrensache“

„Die Verbindung zum Vatikan knüpfte der Präsident des Bayerischen Krippenverbandes, Monsignore Martin J. Martlreiter, Stadtpfarrer im bayerischen Dingolfing. Der Geistliche hatte bei Saßmann in der Eifel eine neue Krippe bestellt, und gefragt, ob er eine seiner 50 kunstvollen Krippen für die Ausstellung „100 presepi in vaticano” zur Verfügung stellen wolle. „Die Zusage war für mich keine Frage, sondern eine große Ehre“, sagte Ferdi Saßmann dem Reporter Reiner Züll.

Eifeler unter sich: Ferdi Saßmann und Weihbischof Karl Reger (v.l.) begutachten vor Weihnachten 2012 die neue Aachener Domkrippe von Ferdi Saßmann. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Nach seiner Zusage ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb von zwei Tagen musste Saßmann Fotos der von ihm für die Präsentation ausgewählten Krippe in hoher Auflösung für den Ausstellungskatalog nach Rom schicken. Vorgabe aus dem Vatikan war zudem, dass die Krippe nicht breiter als 1,50 Meter sein darf, weil das Holzhaus, in dem die beiden deutschen Krippen nebeneinander gezeigt werden, eine Breite von drei Metern hat.

Ferdi Saßmanns jetzt auf dem Petersplatz ausgestellte Krippe (rechts) war bereits 2019 auf dem Weltkrippenkongress in Monschau zu sehen, rechts die damalige Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die globale Ausstellung, die am 5. Dezember begann, dauert noch bis 9. Januar. Da sie täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet hat und somit auch in der Dunkelheit zugänglich ist, wird Saßmanns Diorama-Krippe besonders hervorstechen, denn die installierte LED-Beleuchtung ist mit einer Tag- und Nachtschaltung ausgestattet. Saßmann: „Das wird auch Papst Franziskus gefallen“.

pp/Agentur ProfiPress