Die Frage ans Dorf: „Wer macht mit?”
Redakteur Michael Nielen besuchte die „Eifel-Roadrunners“ in ihrem Heimatort Breitenbenden – Ein Bericht im Rahmen des Sonderheftes zur „Goldenen Hochzeit“ zwischen Mechernich und Kommern im vergangenen Jahr
Mechernich-Breitenbenden – Viele Mitglieder haben sie nicht, die „Eifel-Roadrunners“ aus Breitenbenden, rund 20 Leute sind es. „Mehr brauchen wir auch gar nicht“, schmunzelt der Vorsitzende André Kaltwasser. Denn immer, wenn die Roadrunners etwas bewegen oder veranstalten wollen, fragen sie im Dorf nach: „Wer macht mit?“ Die Resonanz ist immer positiv.

„Die Menschen wollen gefragt und eingebunden werden“, diese Erfahrung haben André Kaltwasser und sein Team gemacht. Auf diese Art erziele man sehr schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl und bringe damit auch Schwung ins Dorfleben.
Kaltwasser kann dafür genügend Beispiele nennen. So koordiniert der Verein beispielsweise die Pflege der Grünanlagen im Dorf. Dafür haben sich mittlerweile sechs Trupps von Freiwilligen gebildet, die für verschiedene, nicht zu große Bereiche zuständig sind. Das hat den Vorteil, dass der Zeitaufwand überschaubar ist. Zudem verfügen die Trupps über das entsprechende und benötigte Werkzeug, das für die Pflege beschafft wurde.
Legendäres Mülltonnenrennen erregte Aufsehen
Menschen ansprechen und zum Mitmachen motivieren gelang auch beim ersten, äußerst erfolgreichen Dorf- und Kindertrödelmarkt. Daran hatten sich nicht nur viele Bewohner beteiligt, die vor oder in ihren Häusern einen Stand aufgebaut hatten. Auch die Stellflächen auf dem Dorfplatz waren schnell vergeben. Ebenfalls sehr gut angekommen ist im vergangenen Jahr das Ostereiersuchen für Kinder.

Gegründet wurden die Roadrunner 2014 für eine spektakuläre Veranstaltung, die den Ort bei RTL, VOX, Pro7 und WDR fernsehtauglich machte – das legendäre Mülltonnenrennen. »Zu diesem Event«, so André Kaltwasser, »konnten wir auch Prominente wie Panagiota Petridou, Detlev Steves, Simon Gosejohan und Kevin Ray in die Eifel locken. Die Mülltonnen-Piloten ab 16 Jahren sollen in diesem Jahr bei Kinder- und Showrennen wieder auf die Piste gehen.
pp/Agentur ProfiPress