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Devise: „Zum Wohl der Stadt“

Verwaltung verabschiedet Dietmar Kluge, den Teamleiter bei den Stadtwerken und langjährigen Organisator des „Mechernicher Ferienspaßes“ – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Kontroversen gepflegt, aber stets Lösungen gefunden“

Mechernich – Mit 60 spielte er noch aktiv Handball, fast bis zum Pandemieausbruch saß er als Trainer auf der Bank des VfB Schleiden. Dietmar Kluge (65) war 33 Jahre lang Cheforganisator der Freizeitaktion „Ferienspaß“ für Hunderte Kinder aus der Stadt Mechernich, welcher vom damaligen Beigeordneten Bernhard Wachter 1984 ins Leben gerufen wurde. Vor allem aber war der gebürtige Mechernicher, der seit 36 Jahren in Diensten der Stadt steht, Teamleiter im Bereich der Gebühren und Buchhaltung der Stadtwerke.

Abschied nach 36 Jahren Laufbahn in Diensten der Stadt Mechernich nahm Dietmar Kluge (3.v.r.), mit dabei (v.l.) Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Matthias Overberg, Lothar Hilgers, Jürgen Winand, Gabi Korn, Dezernent Ralf Claßen, Dietmar Kluge, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Fachbereichsleiter Mario Dittmann. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Abschied nach 36 Jahren Laufbahn in Diensten der Stadt Mechernich nahm Dietmar Kluge (3.v.r.), mit dabei (v.l.) Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Matthias Overberg, Lothar Hilgers, Jürgen Winand, Gabi Korn, Dezernent Ralf Claßen, Dietmar Kluge, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Fachbereichsleiter Mario Dittmann. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Mittwoch nahm Dietmar Kluge seinen Abschied. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick überreichte ihm im Beisein der Verwaltungsspitze, seiner Kollegen von den Stadtwerken und Personalrat Urkunde, Blumen und ein Geschenk.

Ein herzlicher Händedruck besiegelte die Zusammenarbeit der beiden Männer seit 22 Jahren, in denen sie „nicht immer einer Meinung waren“, so Dr. Schick, „aber immer eine Lösung fanden, mit der die Beteiligten leben konnten“, so der scheidende Teamleiter.

Abiturient und Zeitsoldat

Der Turmhof-Abiturient, Zeitsoldat und Sportstudent Dietmar Kluge trat verletzungsbedingt, was zum Abbruch des Studienganges geführt hatte,1986 noch unter Stadtdirektor Helmut Rosen und dem Ersten Beigeordneten Bernhard Wachter in die Dienste der Stadtverwaltung. Bis heute habe er das nicht bereut, sagte der bisherige Teamleiter des städtischen Eigenbetriebs seinen Mitarbeitern und Vorgesetzten.

Bedenklich sei nur die Zeit gewesen, als man sich im kommunalpolitischen Raum Gedanken darüber machte, die Hoheit über die Wasserversorgung von den Stadtwerken an die Kreis-Energie-Versorgung (KEV, heute e-regio) zu übertragen. Und später überlegte die Verantwortung über die Abwasserentsorgung an den Erftverband. Beides wurde erfolgreich abgewendet – und die Stadt Mechernich blieb mit ihren Stadtwerken Herr über Leitungsnetz und Gebühren.

Zwei, die die Kontroverse beherrschten, aber stets Lösungen fanden: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (l.) und sein scheidender Stadtwerke-Teamleiter Dietmar Kluge. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Zwei, die die Kontroverse beherrschten, aber stets Lösungen fanden: Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (l.) und sein scheidender Stadtwerke-Teamleiter Dietmar Kluge. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die wären heute sonst erheblich höher“, wurde bei Dietmar Kluges Verabschiedung spekuliert, an der neben Bürgermeister Dr. Schick, dem Ersten Beigeordneten Thomas Hambach und Dezernent Ralf Claßen auch Personalratsvertreter Jürgen Winand, Fachgebietsleiter Mario Dittmann und Dietmar Kluges Mitarbeiter Gabi Korn, Lothar Hilgers und Matthias Overberg teilnahmen.

„Seine Maxime war immer zum Wohle der Stadt«“, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick anerkennend. Kontroversen hätten auf beiden Seiten keine bleibenden Schäden hinterlassen.

Kluge war und ist nicht nur im Handball eine Kämpfernatur. Zum Sport, den er sein Leben lang ausübte, kam er einst durch Lothar Bürger am Gymnasium Am Turmhof, ehe er über die Jugendmannschaft des TSV Feytal und einem Zwischenspiel bei der TuS Mechernich schließlich beim VfB Schleiden landete.

Muße im Garten und Bücher lesen

Vor Langeweile im Ruhestand fürchtet sich der 65-Jährige nicht. Während zehn Wochen Resturlaub habe Kluge ja schonmal „üben können, wie Ruhestand geht“, scherzte der Bürgermeister. „Ich habe es genossen und meine Frau auch“, beschied Dietmar Kluge seinem Ex-Chef: „Aber sie muss ja noch arbeiten gehen…“ „Vielleicht hat es deshalb so gut geklappt“, lachte Dr. Schick.

Seine Nebentätigkeit als Vertrauensmann will der scheidende Beamte Kluge möglichst bis zum 70. Lebensjahr ausüben. Er müsse auf seinem Grundstück noch einiges in Sachen Hochwasserschutz tun, aber auch im Garten und im Haus bleibe nicht nur viel zu arbeiten, sondern auch Zeit, um Mußestunden zu genießen. „Ich werde Bücher lesen oder auch nur mal so im Garten sitzen…“ Er sei sich voll bewusst, was „Ruhestand“ bedeute: „Jetzt kommt der letzte Lebensabschnitt!“

pp/Agentur ProfiPress