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Beten und essen bei der Communio

Mechernicher Gemeinschaft reformiert ihr Gebetsleben: Öffnung für die Teilnahme Außenstehender, „Kloster auf Zeit“ und geistlich begleitete Exerzitien – Bekanntgabe durch Pater Rudolf Ammann beim Impulsabend zum „Umbruch in der Kirche“

Mechernich – Ist die Communio in Christo der „Fels in der Brandung“ einer immer turbulenteren und unsichereren Welt? Ist der 1984 von der Niederländerin Mutter Marie Therese in Mechernich gegründete Ordo die überlebenswürdige und glaubhafte Fortsetzung einer sich mehr und mehr selbst zerlegenden Amtskirche?

Finden sich für jeden einzelnen Menschen im Gründungsangebot des Ordo Communionis in Christo Auswege aus dem eigenen Dilemma und Lebenswege, die gut gangbar sind, wie Schwester Theresia in ihrem Wortbeitrag vermutete?

Pater Rudolf Ammann ISch, der Spiritual der Communio in Mechernich und Blankenheim, beschäftigte sich beim jüngsten Impulsabend in der Hauskapelle an der Bruchgasse mit der aktuellen Angst und Verunsicherung im Angesicht von Krieg in der Welt und Niedergang der Kirche. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Antwort auf alle diese Frage lautet schlichtweg „Ja“, um es mit Pater Rudolf Ammann ISch zu sagen, dem Spiritual der Communio in Mechernich und Blankenheim. Er beschäftigte sich beim jüngsten Impulsabend in der Hauskapelle an der Bruchgasse mit der aktuellen Angst und Verunsicherung im Angesicht von Krieg in der Welt und Niedergang der Kirche.

„Glaubt und bleibt!“

Die Antwort des Christentums auf alle Unsicherheit und Angst ist für den Referenten der Glaube und das feste Vertrauen auf die Treue und Liebe Gottes. Ammann: „Man könnte mit dem Propheten Jesaja sagen »Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht« oder umgekehrt: »Glaubt ihr, so bleibt ihr!«“

Als schönes Bild echten Gottvertrauens und großer Lebenszuversicht nannte Ammann den Tod der leiblichen Schwester eines Mitbruders in den vergangenen Tagen. Sie sei so „unglaublich friedlich“ auf die andere Seite des Lebens geglitten, dass ihr Bruder, Pater Ammanns priesterlicher Bruder, der Gemeinschaft in Mechernich versicherte: „Jetzt haben wir eine neue Fürsprecherin im Himmel.“

Zwei Dutzend Gläubige verfolgten den jüngsten Impulsabend bei der Communio in Christo in der Hauskapelle an der Bruchgasse. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit Glauben und Gottvertrauen lasse es sich gut leben und leicht sterben, so Pater Ammann in seinem Impuls. Zu guter Letzt gab der Spiritual der Communio Änderungen der Gebets- und Gemeinschaftspraxis im Ordo Communionis in Christo bekannt. So will sich die Gemeinschaft im Mechernicher Mutterhaus einmal in der Woche für die Teilnahme von externen Gläubigen an den Gebetszeiten öffnen.

Außerdem will der Ordo deutschlandweit das Angebot machen, „Kloster auf Zeit“ zu buchen und ein, zwei, drei oder fünf Tag am Gemeinschaftsleben teilzunehmen und bei der Communio auch zu essen und zu schlafen.

Schließlich wollen Pater Ammann und seine geistlichen Mitstreiter/innen im Ordo Communionis in Christo ein oder zweimal im Jahr geistlich begleitete Exerzitien im Mechernicher Mutterhaus anbieten. Näheres soll bei einem Treffen der Freunde und Förderer der Communio in Christo am Sonntag, 7. August, vorgestellt werden.

pp/Agentur ProfiPress