Vesperkonzert zur Passion

Ensemble „Amici di Melante“ und Solisten präsentieren Palmsonntag ab 16 Uhr in der Steinfelder Klosterbasilika Werke von Christian Andreas Schulze, Christoph Graupner, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach

Steinfeld – Mit einem sehr vielversprechenden Vesperkonzert am Palmsonntag, 10. April, um 16 Uhr in der Basilika Steinfeld eröffnet das Team Kirchenmusik Steinfeld um Regionalkantorin Holle Goertz die Karwoche musikalisch. Es kommen vier Kantaten zur Aufführung, die die Gedanken der Zuhörer auf das Passionsgeschehen und die Person Jesus Christus lenken sollen.

Und zwar von Christian Andreas Schulze (um 1655, Domkantor in Meißen) das Concerto „Das Blut Jesu Christi“ für Sopran, Alt, Streicher und Instrumente. Es soll eine Wiedererstaufführung seit dem 18. Jahrhundert werden.

Außerdem die Kantate „Sehet, welch ein Mensch ist das!“ für Sopran, Streicher und Instrumente von Christoph Graupner (1683-1760, Hofkapellmeister in Darmstadt). Von Georg Philipp Telemann (1681-1767; Musikdirektor in Hamburg) erklingt die Szene „Golgatha“ aus seiner 1716 entstandenen „Brockes-Passion“ in einer Bearbeitung für Alt und Instrumente.

In der ehrwürdigen Steinfelder Basilika geben das Ensemble „Amici di Melante“ und die Solistinnen Susanne König (Sopran), Nicola Oberlinger (Alt) Palmsonntag ab 16 Uhr Werke von Christian Andreas Schulze, Christoph Graupner, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach. Foto: Michael Pützer/GdG/pp/Agentur ProfiPress

Barocke Kirchenmusik

Den Abschluss des Konzertes bildet die ebenfalls von Telemann komponierte Kantate „Siehe, das ist Gottes Lamm“ für Sopran, Alt und Instrumente. Das Passionsgeschehen wird dort in seiner Bedeutung für die gesamte Menschheit gedeutet. Zwischen den vier Vokalwerken erklingen kurze Instrumental-Sinfonien von Johann Sebastian Bach (1685-1750; Thomaskantor in Leipzig).

Ausführende sind Susanne König (Sopran), Nicola Oberlinger (Alt) und das Ensemble „Amici di Melante“ mit Birgitta Winnen und Elisabeth Ackerschott, Violinen, Rupert Wolf, Viola, Sebastian Frick, Violoncello, Clemens Mertes, Kontrabass, und Hans-Peter Glimpf, Orgel und Leitung.

Das Ensemble „Amici di Melante“ befasst sich seit langem mit der Aufführung barocker Kirchenmusik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Werken Georg Philipp Telemanns. Immer wieder kommen dabei unbekannte Stücke zur Erstaufführung, sowohl von Telemann als auch seinen Zeitgenossen.

Der Eintritt ist frei, um Corona-bedingte Vorsicht und Rücksichtnahme wird gebeten. Spenden sind herzlich willkommen.

pp/Agentur ProfiPress