„Sommerkunst“ im Eifelmuseum

Und nun auch als Buch auf 252 Seiten von Bernd Kehren und Siegfried Scholzen über die hundert Bilder umfassende Eifelgemälde-Sammlung von Alois und Ellen Sommer in der Nachbargemeinde Blankenheim

Mechernich/Schleiden/Blankenheim – Hundert Bilder umfasst die Eifelgemälde-Sammlung „Alois und Ellen Sommer“, eine Dauerleihgabe im Kreismuseum in der Mechernicher Nachbargemeinde Blankenheim. Jetzt haben Bernd Kehren und Siegfried Scholzen für das Geschichtsforum Schleiden ein Buch über die Sammlung herausgebracht unter dem Titel „Sommerkunst“.

Die Bonner Kunsthistorikerin Dr. Irene Haberland hatte die Sammlung begutachtet und resümiert: „Die Eifelbilder, die vom ausgehenden 19.  bis ins beginnende 21. Jahrhundert reichen, vermitteln als Sammlung ein zusammenhängendes Bild dieser Epoche der Eifelmalerei.“ Ihr Wert sei „in einer kulturhistorisch zu verstehenden Dokumentation dieser besonderen Landschaft zu sehen“, so Haberland wörtlich.

Wichtige Künstler der Epoche und der Region seien in der Sammlung Sommer vertreten. Siegfried Scholzen hatte die Idee, ein Buch zur Sammlung aufzulegen und kümmerte sich um Fotografien, Druckaufbereitung und Design. Er lieferte auch die einführenden Texte in die einzelnen Rubriken, in die die Bilder eingeteilt wurden.

Bei der Buchvorstellung im Sitzungssaal des Schleidener Rathauses (v.l.) Blankenheims Bürgermeisterin Jennifer Meuren, Kulturpolitiker Wolfgang Doppelfeld und Johannes Mertens vom Förderverein Eifelmuseum, Sammler Alois Sommer, der Schleidener Verwaltungschef Ingo Pfenning sowie die Autoren Bernd Kehren und Siegfried Scholzen. Foto: Kerstin Wielspütz/Stadt Schleiden

Für 25 Euro unter www.gf-sle.de

Der gelernte Tageszeitungsredakteur, Künstler und Karikaturist Bernd Kehren steuerte einführende Text, Kurzbiografien der Künstler und Anmerkungen zu den Bildern von Alois Sommer bei. Der vom Geschichtsforum Schleiden e.V. herausgegebene farbige Bildband „SommerKunst, Bilder der Eifel, Sammlung Alois und Ellen Sommer“ von Bernd Kehren und Siegfried Scholzen hat 252 Seiten, Format 17×24 cm und ist für 20 Euro unter www.gf-sle.de erhältlich.

Die Startauflage ist allerdings fast vergriffen. Wegen der aktuellen Situation kostet jedes Exemplar der Zweitauflage 25 Euro, so teilten die Herausgeber dem Mechernicher „Bürgerbrief“ mit.

Die Sammelleidenschaft erfasste Alois Sommer bereits Mitte der 1970er Jahre. Im Laufe der Zeit erwarb er zusammen mit Ehefrau Ellen über hundert Bilder. Hierbei spezialisierte er sich auf Gemälde und Grafiken mit Eifellandschaften, die im 19. und 20. Jahrhundert entstanden sind. Darunter Bilder des über die Grenzen der Eifel bekannten Malers Fritz von Wille (1860-1941) und des nach Wille wohl bekanntesten Landschaftsmalers Curtius Schulten (1893-1967).

Bernd Kehren: „Die Werke von mehr als 30 verschiedenen bekannten und weniger bekannten Künstlerinnen und Künstlern vermitteln ein wohl einzigartiges Bild der Eifeler Malkunst und der unterschiedlichsten Landschaftsmotive unter anderem aus Blankenheim, Mechernich, Schleiden, Monschau, Wildenburg, Reifferscheid und dem Kloster Steinfeld.“

Kunstsammler, Ex-Bürgermeister, Kreistagsabgeordneter, Realschulleiter und Parteichef Alois Sommer (v.l.) mit den Autoren Bernd Kehren und Siegfried Scholzen des Buches „SommerKunst, Bilder der Eifel, Sammlung Alois und Ellen Sommer“. Foto: Kerstin Wielspütz/Stadt Schleiden

Dauerleihgabe

Weil sein Haus auf dem Mühlenberg in Schleiden zu klein für die umfangreiche Sammlung wurde, hat Alois Sommer sie dem Förderverein Eifelmuseum in Blankenheim als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Alois Sommer: „Vor fast sechs Jahrzehnten gelangte ich als Lehrer vom Niederrhein in diese Mittelgebirgslandschaft und lebte fortan mit meiner Familie in der im Oleftal gelegenen früheren Kreisstadt Schleiden. Inzwischen ist das Eifelland meine Heimat und mein Zuhause.“

Das „Gewachsene und Gewordene“, Natur und Landschaft, und das vom Menschen in solcher Landschaft „Erdachte und Gemachte“, Kultur und  Geschichte, hätten ihn schon immer interessiert und bewegt. Von seiner Frau Ellen sei er hierbei „zuträglich unterstützt“ worden.

Der befreundete Kulturreferent Klaus Ring regte seinerzeit an, die nicht in erster Linie hochpreisigen, aber dem individuellen Geschmack entsprechenden Bilder dem Eifelmuseum Blankenheim und damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

pp/Agentur ProfiPress