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Im Gummiboot über den Hades

Pfarrjugend der GdG St. Barbara besuchte die Rur bei Monschau und gleichzeitig den griechischen Götterhimmel – Fahnenklau gescheitert, Gottesdienst gefeiert

Mechernich/Widdau – Mit der griechischen Mythologie und ihrem verzweigten Götterhimmel beschäftigten sich über 50 Kinder und Jugendliche im „Camp St. Agnes“, das 2024 seine Zelte zu Beginn der Sommerferien im Pfadfinderlager Widdau an der Rur aufgeschlagen hatte.

Blick vom Altar auf einen Teil der Open-Air-Gottesdienstgemeinde im „Camp St. Agnes 2024“ zu Beginn der Sommerferien in Widdau an der Rur. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Blick vom Altar auf einen Teil der Open-Air-Gottesdienstgemeinde im „Camp St. Agnes 2024“ zu Beginn der Sommerferien in Widdau an der Rur. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bei einem Spieletag musste „Hades“, der Grenzfluss zur Unterwelt, mit einem Schlauchboot überquert werden, Pfeile und Speere mussten mit Artemis, der Göttin der Jagd, um die Wette geschleudert und geworfen werden und Gewichte gestemmt wie der Halbgott Herkules, der vom Göttervater Zeus und der sterblichen Alkmene abstammt.

Vor der Nachtwanderung und nächtlichen Aufführungen am Lagerfeuer stärkten sich die jungen Christen erst einmal mit selbstgebackenem Stockbrot. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Vor der Nachtwanderung und nächtlichen Aufführungen am Lagerfeuer stärkten sich die jungen Christen erst einmal mit selbstgebackenem Stockbrot. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Poseidon, der Gott des Meeres, Bruder des Zeus und einer der zwölf olympischen Gottheiten, entstieg dem Süßwasser der Rur und forderte von den Teilnehmern den Wassertransport mit ungewöhnlichen Hilfsmitteln und über weite Strecken. Aphrodite erwartete die kombinierte Überwindung eines Parcours in Zweierteams, wobei der Sehende seine/n Partner/Partnerin mit Worten und Hinweisen über die gewundene Hindernisstrecke lenken musste.

Es ging um „Typ Gott“

Bei so vielen Gottheiten mit verschiedenen Aufgaben im griechischen Götterhimmel war es gar nicht so einfach, Meditations- und Gottesdienstthemen im christlichen Zeltlager der GdG St. Barbara Mechernich zu finden. Doch der Monschauer Pfarrer und frühere Regionaljugendseelsorger Hardy Hawinkels, der das Camp St. Agnes seit 20 Jahren besucht, hatte eine zündende Idee.

Die Kinder und Jugendlichen mussten auch in diesem Jahr verschiedene Dienste selbst übernehmen. Dazu gehört die Mithilfe bei der Vorbereitung der Mahlzeiten und beim Tischdecken und Abräumen, Putzdienst und Nachtwache. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die Kinder und Jugendlichen mussten auch in diesem Jahr verschiedene Dienste selbst übernehmen. Dazu gehört die Mithilfe bei der Vorbereitung der Mahlzeiten und beim Tischdecken und Abräumen, Putzdienst und Nachtwache. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Es ging bei der gemeinsamen Gottesdienstvorbereitung aller Kinder und Jugendlichen um den „Typ Gott“, also Gottesbilder und Gottesvorstellungen, die sich die Menschen so vom Schöpfer aller Dinge bis zum Erlöser der Menschheit machen. Die einen Lagerteilnehmer bauten einen Altar und stellten ein Birkenkreuz und Sitzmöbel unter freiem Himmel auf, andere suchten Gebete und Texte aus und trugen sie vor, wieder andere formulierten und verlasen Fürbitten oder studierten Lieder und Musik ein.

Die tansanische Schwester Annajoyce von der Communio in Mechernich war einen Tag auf Besuch im Camp und studierte mit den Kindern Gesänge auf Kisuaheli ein. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Die tansanische Schwester Annajoyce von der Communio in Mechernich war einen Tag auf Besuch im Camp und studierte mit den Kindern Gesänge auf Kisuaheli ein. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Wieder andere führten szenisch jene Stelle aus dem Matthäusevangelium auf, in der Jesus seine Freundinnen und Freunde fragt, für wen ihn die Menschen halten. Die alles entscheidende Frage richtet er schließlich stellvertretend für alle Menschen an Petrus: „Für wen aber hältst Du mich?“ Und der antwortet: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“

Sister Annajoyce hatte auch Trommeln mitgebracht, um den flotten Rhythmen im Gottesdienst Nachdruck zu verleihen, rechts Pfarrer Hardy Hawinkels an der Gitarre. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Sister Annajoyce hatte auch Trommeln mitgebracht, um den flotten Rhythmen im Gottesdienst Nachdruck zu verleihen, rechts Pfarrer Hardy Hawinkels an der Gitarre. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Im zwölfköpfigen Betreuerteam befanden sich neben den Lagerleitern Holger Stürmer und Peter Heimbach auch die Küchenfrauen Simone Groß und Christine Roggendorf sowie Caroline Tesch, Steffi Meyer, Katja Linden, Melina Sporkett, Fabian Hensch, Noah Klinkhammer und Andreas Kurth sowie als spiritueller Begleiter Diakon Manfred Lang.

1995 gegründet

Letzterer hatte das „Camp St. St. Agnes“ 1995 zusammen mit seinen Pfarrgemeinderatskollegen Karlheinz Mertens, Hannelore Ackermann sowie Hermann und Gisela Kolvenbach zunächst als Pfarrjugendzeltlager der Pfarre St. Agnes in Mechernich-Bleibuir begründet.

Die beste von fünf teilnehmenden altersgemischten Gruppen bei einem Spieletag zum Thema griechische Mythologie, bei dem unter anderem der „Hades“, der Grenzfluss zur Unterwelt, mit einem Schlauchboot überquert werden musste, Pfeile und Speere mit Artemis um die Wette geschleudert und Gewichte wie Herkules gehoben. Foto: Steffi Meyer/pp/Agentur ProfiPress
Die beste von fünf teilnehmenden altersgemischten Gruppen bei einem Spieletag zum Thema griechische Mythologie, bei dem unter anderem der „Hades“, der Grenzfluss zur Unterwelt, mit einem Schlauchboot überquert werden musste, Pfeile und Speere mit Artemis um die Wette geschleudert und Gewichte wie Herkules gehoben. Foto: Steffi Meyer/pp/Agentur ProfiPress

Die Zeltplätze wechseln von Jahr zu Jahr, meist zwischen Niederrhein und Mosel – auch Skarszewy, die polnische Partnerstadt von Mechernich, wurde bereits angesteuert. Im vergangenen Jahr lagerten die Kinder und Jugendlichen vom Bleiberg am „Finger Gottes“, der Burgruine Schloßtal bei Dollendorf, 2025 will das Team seine Zelte auf einem anderen Platz an der Rur bei Dedenborn aufschlagen.

Das Lagerfeuer geht im „Camp St. Agnes“ sechs Tage lang nicht aus. Es ist Versammlungsort und Meditationsstätte und an ihm wird gesungen und gespielt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Das Lagerfeuer geht im „Camp St. Agnes“ sechs Tage lang nicht aus. Es ist Versammlungsort und Meditationsstätte und an ihm wird gesungen und gespielt. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Kinder und Jugendlichen mussten auch in diesem Jahr verschiedene Dienste selbst übernehmen. Dazu gehört die Mithilfe bei der Vorbereitung der Mahlzeiten und beim Tischdecken und Wiederabräumen, Putzdienst und Nachtwache. Der Versuch Nichtlagerangehöriger, die selbstgestaltete Lagerfahne zu stehlen – ein überbrachtes Pfadfinderritual – scheiterte an der Aufmerksamkeit der St.-Agnes-Campmitglieder.

pp/Agentur ProfiPress