Born bald 25 Jahre im Amt
Neuwahlen beim „Verein Haus Lebenshilfe“, der Keimzelle von Nordeifelwerkstätten, HPZ Haus Lebenshilfe und organisierten Behindertenarbeit im Kreis Euskirchen – Aus Mechernich sind Rechtsanwalt Franz Troschke und Diakon Manfred Lang vertreten
Ülpenich/Mechernich/Kreis Euskirchen – Ein Verein mit nur zehn Mitgliedern ist „Haus Lebenshilfe e.V.“, die Keimzelle der Nordeifelwerkstätten und „Lebenshilfe“-Einrichtungen im Kreis Euskirchen. Bei der Jahreshauptversammlung in den Nordeifelwerkstätten Ülpenich wählte der auch in der Stadt Mechernich rührige Verein Ex-Kreispressereferent Herbert Born als Vorsitzenden wieder und den früheren Zülpicher Kämmerer Ernst-Georg Fiege zu dessen Stellvertreter.

Bei eigener Enthaltung im Amt bestätigt wurde Geschäftsführer Jürgen Stemmler. Sein Stellvertreter Frank Thönes wurde in Abwesenheit wiedergewählt. Pfarrer Thönes vertritt im Verein die evangelische Kirche, der Mechernicher Diakon Manfred Lang die katholische Konfession. Letzterer wurde mit dem Juristen und langjährigen wissenschaftlichen Referenten von Bundestagsabgeordneten und Kommunalpolitiker Jens-Uwe Kaulen zu Revisoren bestellt.
Ebenfalls in dem prominent besetzten Gremium vertreten sind der Mechernicher Rechtsanwalt und Kreispolitiker Franz Troschke und die NEW-Geschäftsführer Wilfried Fiege und Georg Richerzhagen sowie der frühere NEW-Chef Wilhelm Stein.
Unterstützung behinderter Flutopfer
Der auch in der Stadt Mechernich aktive Verein „Haus Lebenshilfe“ leistet Gutes für behinderte Menschen, allerdings kam er wegen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 kaum dazu, sonst übliche Fahrten, Stadionbesuche und Veranstaltungen für erwachsene Menschen mit Behinderung zu organisieren und durchzuführen. So beschränkten sich die „guten Taten“ diesmal auf einen Zuschuss von einigen Tausend Euro für die Hochwasseropfer unter den behinderten Mitarbeitern der Nordeifelwerkstätten.
Bei den Wahlen wurden Ernst-Georg Fiege und Herbert Born in die Gesellschafterversammlung der Nordeifelwerkstätten berufen und Born und Geschäftsführer Jürgen Stemmler in die Gesellschafterversammlung des Heilpädagogischen Zentrums Haus Lebenshilfe.
In der letztgenannten Einrichtung bahnt sich ein Geschäftsführerwechsel von dem jahrzehntelangen Lenker und Visionär Rolf K. Emmerich auf seine Nachfolger Philipp Krosch und Christian Pfaff an. Das berichtete Wilhelm Stein dem „Verein Haus Lebenshilfe“. Vorsitzender Herbert Born soll angesichts des Wechsels die Verdienste von Rolf K. Emmerich würdigen und ihm die Verbundenheit des Vereins in der gemeinsamen Arbeit und Fürsorge für gehandicapte Menschen zum Ausdruck bringen.
Vorsitzender Herbert Born, der wie der übrige Vorstand für drei weitere Jahre wiedergewählt wurde, sagte, im Februar sei er 25 Jahre als Vorsitzender im Amt. Der Verein selbst habe im zurückliegenden September seinen 55. Geburtstag feiern können. Damals hieß die Einrichtung noch „Werkstatt für Behinderte“ und war nur in Ülpenich beheimatet. Herbert Born erinnerte sich noch gut an seine Vorgänger Peter Rijntjes, Franz Sievernich und Konrad Esser sowie an die von Willy Emmerich und Otto Becker ins Leben gerufene „Gala Tolbiac“.
Obwohl ein Verein mit nur zehn Mitgliedern, so ist „Haus Lebenshilfe e.V.“ doch die Keimzelle der Nordeifelwerkstätten und „Lebenshilfe“-Einrichtungen im Kreis Euskirchen. Manfred Lang, der Sprecher der Revision, bestätigte Jürgen Stemmler eine vorbildlich saubere und korrekte Buchführung. Die Entlastung wurde einstimmig bei Stemmlers eigener Enthaltung erteilt.
pp/Agentur ProfiPress