„Wie Karneval, nur anders“

Ein etwas anderer Karnevalsumzug in Vussem – Aktiventanzgarde des Karnevalsvereins 1977 Vussem e.V. verteilt Kamelle-Tütchen im Dorf – Kreative Kostümidee: Jecke Bäckerinnen halten mit Schwimmreifen Corona-Abstand ein

Mechernich-Vussem – Es war ein etwas anderer Karnevalsumzug in Vussem und ein Lichtblick in schwierigen Zeiten: Unter dem Motto „Wie Karneval, nur anders“, verteilte die Aktiventanzgarde des Karnevalsvereins 1977 Vussem e. V. 400 Kamelle-Tütchen im Dorf. Verkleidet als „jecke Bäckerinnen“ hielten die sechs Tänzerinnen um Trainerin Sabrina Empt mit ihren Kostümen aus Donut-Schwimmreifen auch auf ganz kreative Weise den Corona-Abstand ein.

Die Tänzerinnen des Karnevalsvereins 1977 Vussem e. V. zogen als „jecke Bäckerinnen“ verkleidet durch Vussem. Foto: T. Empt/pp/Agentur ProfiPress

Nachdem der Karnevalsumzug aufgrund der Corona-Pandemie und des Kriegsgeschehens in der Ukraine in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, war es der Aktivengarde ein wichtiges Anliegen, den Einwohnern von Vussem ein Stück Karneval in ihre Häuser zu bringen. „Mit dieser Aktion wollten wir nicht nur die Tradition unseres Karnevalszuges am Karnevalssamstag wahren, sondern auch ein wenig Karnevalsstimmung in die Herzen der Menschen zaubern“, so Sabrina Empt, Trainerin der Aktivengarde.

13.000 Schritte und unzählige lachende Gesichter

Tagelang hatten die Tänzerinnen die Aktion vorbereitet, Kostüme genäht, Kamelle-Tütchen gepackt und einen Bollerwagen dekoriert. Um die geltenden Coronaregeln einzuhalten hatte sich die Gruppe – neben der 2G+-Regel – für ein Kostüm getreu dem Motto „So Jeck wie möglich, so sicher wie nötig“ mit Schwimmreifen als Abstandshaltern entschieden. „Mit unserer Kostümidee wollen wir zeigen, dass auch unter geltenden Coronaregeln der Kreativität und dem Karneval keine Grenzen gesetzt sind“, schreibt die Aktivengarde.

400 Kamelle-Tütchen hatten die Tänzerinnen gepackt, um sie am Karnevalssamstag in Vussem zu verteilen. Foto: T. Empt/pp/Agentur ProfiPress

„Die Resonanz war großartig“, freut sich Sabrina Empt, „die Bewohner des Dorfes riefen uns von den Haustüren und aus den Fenstern zu und freuten sich, unsere bunte Gruppe zu sehen.“ So verging die Zeit wie im Flug, selbst für die die siebenjährige Lana Empt als jüngste Teilnehmerin. 13.000 Schritte und unzählige lachende Gesichter später waren schließlich alle Kamelle verteilt und die jecken Bäckerinnen im wahrsten Sinne des Wortes „rundum“ zufrieden.

pp/Agentur ProfiPress