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„Platt“ im Netz und live

25 der 1800 Teilnehmer der von dem Roggendorfer Hermann-Josef Satzke gegründeten Facebook-Gruppe „Eifeler Platt“ kamen jetzt zu einem Treffen im Restaurant „Zagreb“ zusammen

Mechernich-Roggendorf – Auch in der Stadt Mechernich und im Kreis Euskirchen ist Hochdeutsch die offizielle Amtssprache, aber auch das ursprüngliche „Platt“ ist wieder im Kommen. Sogar in den sozialen Medien, wie die Facebook-Gruppe „Eifeler Platt“ des Roggendorfers Hermann-Josef Satzke beweist.

Etwa 25 Mitglieder der Facebook-Gruppe „Eifeler Platt“ kamen zum jüngsten halbjährlichen Treffen ins Roggendorfer Restaurant „Zagreb“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Als der auch bürgerschaftlich, in der Feuerwehr und im Selbsthilfewesen engagierte Vater vierer Kinder und Großvater von acht Enkeln am 24. März 2015 in Facebook mit Platt auf Sendung ging, da zählte seine „Gruppe“, in der man sich auf Platt unterhält, nach 14 Tagen bereits 500 Mitglieder. Heute sind es 1800. Satzke: „Auch Extra-Territoriale darunter, zum Beispiel ein Emsländer, dessen Frau aus dem Rheinland stammt.“

Seit einiger Zeit veranstaltet Hermann-Josef Satzke im Roggendorfer Restaurant „Zagreb“ außerhalb der virtuellen Welt auch leibhaftige Treffen für Mitglieder der Facebook-Gruppe „Eifeler Platt“. Dabei wird zweimal jährlich schwadroniert und erzählt und die gegenseitigen Kenntnisse in Platt vertieft. Zu Essen gibt es auch was Leckeres.

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Beim jüngsten Treffen Ende Oktober waren immerhin 25 Gruppenteilnehmer größtenteils aus dem Raum Mechernich-Euskirchen gekommen, aber auch der Rhein-Sieg-Kreis, Düren und die nahe rheinland-pfälzische Eifel waren vertreten.

Hermann-Josef Satzke aus Mechernich-Roggendorf gründete in den sozialen Netzwerken eine Gruppe „Eifeler Platt“, der bereits 1800 User angehören. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Nicht alle haben das rheinische Eifelplatt in die Wiege gelegt bekommen, wie sie beispielsweise als gebürtige Griechin, die in Oberfranken aufgewachsen ist, und als „Saarländer Mädel“ zu erkennen gaben, aber alle bemühen sich redlich, „Platt ze kalle“. Auch der aus Rheinland-Pfalz angereiste Sprachkünstler, der fließend Ripuarisch und „Lützeburgisch“ kann.

Auch der Nachwuchs lernt wieder Eifeler Platt reden und schreiben, wie Hermann-Josef Satzkes jüngste Tochter Gina beweist, die ebenfalls in der Mundart-Gruppe mitmacht und auch beim Treffen im „Zagreb“ mit von der Partie war.

pp/Agentur ProfiPress