Feuerwehr übte im großen Stil
Mechernicher Löschzug vier trainierte mobil mit Firma „Traicon-Brandschutz“ – Gefahren elektrischen Stroms, Gasflammen und Brände in geschlossenen Räumen
Mechernich-Harzheim – „Die Stadt Mechernich steht beispielhaft für Feuerwehr und bildet mit Kinder-, Jugend- und aktiver Feuerwehr, verteilt auf 15 Löschgruppen und fünf Löschzüge, die größte Freiwillige Feuerwehr im Kreis Euskirchen“, betonte Alexander Kloster von der Feuerwehr Harzheim.
Um die Floriansjünger in ihrer Berufung entsprechend fit zu halten, reiste kürzlich das Unternehmen „Traicon-Brandschutz“ aus Rommerskirchen mit den beiden Trainern Peter Kraft und Michael Brauer (beides Berufsfeuerwehrleute) zu einem professionellen Feuerwehrtraining für die Mitglieder des Löschzuges vier (Eiserfey, Harzheim, Lorbach, Weyer, Vussem) nach Harzheim an. Aufgeteilt in zwei Durchgänge wurden hier verschiedene Übungseinheiten (Theorie und Praxis) auf dem Betriebsgelände der Firma „Schneider Bagger“ abgehalten.

Ermöglicht wurde dieses mobile Feuerwehrtraining für die Mitglieder der fünf Löschgruppen durch die „Westenergie AG“, welche in Mechernich Vertragspartner der Stromnetzgesellschaft „Energie Mechernich GmbH & Co. KG“ ist.
Strom, Gas und geschlossene Räume
Alle anwesenden Feuerwehrleute wurden zunächst in einem rund einstündigen Vortrag in die Gefahren durch elektrischen Strom sowie dem Einsatz und Umgang mit Hohlstrahlrohen eingewiesen. Vorgehensweisen bei stromführenden Anlagen mit Niederspannung (bis 1.000 Volt) und Hochspannung (ab 1.000 Volt), Gesundheitsgefahren und Verhaltensregeln sowie Sicherheitsabstände wurden geschult und vermittelt. Danach wurden zwei Gruppen gebildet, die parallel verschiedenen praktische Übungen absolvierten.

Eine Gruppe konnte vor Ort mit Trainer Michael Brauer die korrekte Vorgehensweise sowie Handhabung eines Hohlstrahlrohes beim Einfangen einer austretenden Gasflamme bei einer brennenden Trafostation üben. So begegneten sie dem Feuer ohne Probleme auf einem Abstand von rund 20 Zentimetern, fingen die Flamme ein und bewegten sie kontrolliert vom Schadenbereich weg.
Die andere Gruppe erhielt indes vor dem Harzheimer Feuerwehrgerätehaus von Trainer Peter Kraft (bekannt aus der ARD-Serie „Feuer und Flamme“) eine praktische Einweisung zum Vorgehen einer taktischen Einheit bei Bränden in geschlossenen Räumen unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera. Hier konnten alle Beteiligten lernen, wie schnell man vermisste Personen in völlig verrauchten Räumen bei Nullsicht finden kann. In einem realen Brandeinsatz steigert diese geübte Vorgehensweise erheblich die Überlebenschance betroffener und vermisster Personen.
Jugendfeuerwehr war mit dabei
So haben trotz kalt-nassem Wetter knapp 40 Feuerwehrleute sowie die Anfang April frisch gegründete Jugendfeuerwehrgruppe Harzheim viele neuen Informationen erhalten sowie wichtige Handgriffe und praktische Vorgehensweisen für Realeinsätze lernen können – leckere Vollverpflegung natürlich inklusive.
„Ein großer Dank geht neben der »Westenergie AG« an die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich sowie die dortigen Gerätewarte, welche den Tag mit Bereitstellung von technischem Equipment und Fahrzeugen ermöglicht haben“, so Andreas Kloster gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief.

Ebenso dürfe das Kreisbrandschutzzentrum in Schleiden nicht unerwähnt bleiben, welches den überwiegenden Teil der Atemschutzgerätschaften zur Verfügung gestellt hat. Ohne das Übungsgelände in Harzheim und das Absperrequipment, sei dieses Unterfangen ebenfalls unmöglich gewesen, weswegen auch den Firmen „Peter Schneider Bagger“ und „Franz-Josef Braun“ ein ebenso großer Dank zugesprochen wird.
Durch die Konzessionsverträge (Gas oder Strom) der „Westenergie AG“ mit den Kommunalverwaltungen wird den örtlichen Feuerwehren das Angebot einer mobilen Feuerwehrschulung vor Ort, oder aber auf der „Training Base Weeze“ am Niederrhein, dem größten Ausbildungs- und Trainingszentrum für Rettungs- und Sicherheitskräfte in Westeuropa ermöglicht. In insgesamt sechs verschiedenen Szenarien können dabei bis zu 40 Teilnehmer pro Trainingstag für den Ernstfall bei Bränden in elektrischen Anlagen oder in Anlagen mit brennenden Gasen geschult werden.

pp/Agentur ProfiPress