„Dorfleben für Jahrzehnte bereichern“
Weit über hundert Menschen feierten gemeinsam das Richtfest des „Dodo-Treffs“ in Firmenich-Obergartzem – Redner dankten besonders den vielen freiwilligen Helfern
Firmenich-Obergartzem – Der Rohbau steht. „Endlich“, denken sich nun viele Einwohner des Doppelortes Firmenich-Obergartzem, die schon seit Jahren auf ihr neues, außergewöhnliches Dorfgemeinschaftshaus, den „Dodo-Treff“, warten. Und so erschienen weit über 100 feierwütige Besucher zum Richtfest des Gebäudes – und das trotz brüllender Hitze auch noch in den Abendstunden.

Die Jugendfeuerwehr übernahm das Kellnern, der Musikverein Obergartzem die musikalische Begleitung des offiziellen Teils und die Mechernicher Stadtverwaltung die Getränke bis 20 Uhr. Deren Mitarbeiter Christoph Breuer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Kurth verantwortlich für die Planung und Umsetzung des Projektes ist, eröffnete den offiziellen Teil des Abends. Zu ihrer Arbeit berichtete die Agentur ProfiPress bereits hier.
„Gewaltiger Eigenanteil“
Breuer begrüßte die Gäste und dankte zu Beginn den zahlreichen Vertretern verschiedener Vereine wie dem örtlichen Vereinskartell, der Feuerwehr sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung wie Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, dem Stadtkämmerer und Dezernenten Ralf Claßen oder dem stellvertretenden Bürgermeister Günter Kornell, die der Einladung des „Dodo-Vereins“ gefolgt waren.

Aber auch die Firmen und Handwerkern, die am Bau des „Dodo-Treffs“ beteiligt waren vergaß er nicht, so besonders der Kaller Firma „X-Wood“, die die Halle nachhaltig und topmodern aus Holz und Beton gebaut hatte. Besonders galt sein Dank allerdings den zahlreichen freiwilligen Helfern, die trotz Hitze oder schlechten Wetters stets alles für den Bau des „Dodo-Treffs“ gegeben hatten. Den „Dodo“-Vereinsvorsitzenden Hajo Wolf hob Breuer dabei besonders hervor, denn er hatte schon „seit Beginn des Projektes viele Planungen und Ausführungen in die eigene Hand genommen“. Wolf selbst war, so wie seine Mitstreiterin Elke Klaeser, an diesem Tag leider verhindert.

Ortsbürgermeister Franz Josef Keus dankte in seiner Rede ebenso Wolf der sich „unendliche Stunden für das Dorf eingesetzt, Fördergelder gesammelt und Freiwillige angeworben“ habe. Er hob außerdem den Krewelshof Obergartzem hervor, der der Dorfgemeinschaft nach der Flut kostenlos Räume für Versammlungen zur Verfügung gestellt hat. Die Investitionssumme, aber auch den „gewaltige Eigenanteil“ der Bürgerinnen und Bürger sei für ihn sehr beeindruckend. Er war sich sicher, dass der „Dodo-Treff“ das „Dorfleben noch für Jahrzehnte bereichern“ werde.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sah dies genauso: „Der Doppelort wird in Zukunft eine große Bedeutung für unsere Stadt haben, viele Leute werden zuziehen und da ist so ein gemeinsamer Treff- und Mittelpunkt einfach wichtig.“ Er hoffe, dass die Einwohner Firmenich-Obergartzems die „Neuen“ mit offenen Armen empfangen werden. Vor Breuer und seinem Team habe er großen Respekt, „so viele Dinge auch noch neben den Folgen der Flut“ zu bewältigen – genauso wie vor den freiwilligen Helfern, „ohne die das alles so nicht möglich gewesen wäre.“
„Richtbaum“ steht
Jens Breuer, der Vorsitzende des örtlichen Vereinskartells, bat auf der Bühne um weitere helfende Hände, denn es läge auch noch viel Arbeit in dieser „einmalige Sache“ vor ihm. Dann endlich seien in diesen „heiligen Hallen“, wie er es nannte, auch wieder größere „Indoor-Veranstaltungen“ des Dorfes möglich. So zum Beispiels Karnevalssitzungen, Dorffeste, Flohmärkte und vieles mehr. Stellvertretend für Hajo Wolf richtete Daniel Schüttenhelm, der auch bei der Mechernicher Feuerwehr aktiv ist, seinen Dank an die Anwesenden und vielen Firmen sowie Helfer.

Der stellvertretende Mechernicher Wehrführer Thomas Wolff sprach für die Feuerwehr. Er habe nicht gedacht, dass es in so kurzer Zeit möglich gewesen wäre, ein großes Bauprojekt wie den „Dodo-Treff“ in die Tat umzusetzen. Wolff: „Ich finde es toll, dass so viele gute Leute hier ihr Bestes geben und diese tolle Hütte bald genauso mit Leben füllen, wie es heute der Fall ist.“

Unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Obergartzem ging es zum Abschluss des offiziellen Teils für alle nach draußen, wo Jens Breuer und Michael Schumacher, Geschäftsführer der Firma „X-Wood“, den „Richtbaum“ auf dem Dach des Gebäudes befestigten. Hierzu kam ein „Manitou“ der Firma, eine Art Hebebühne, zum Einsatz.

Schumacher sprach ein Gedicht, bevor er sein Glas an der Wand des brandneuen Gebäudes zerschellen ließ und somit für eine strahlende Zukunft taufte. Auch wenn es mit den Glücksscherben erst beim zweiten Versuch geklappt hatte…




pp/Agentur ProfiPress