„Über sich hinausgewachsen“
Große Zirkusvorstellung an der Katholischen Grundschule Lückerath – Manege frei nach einer Woche Training im Mitmach-Zirkus Jonny Casselly – Jonglage, Feuerspucken und Akrobatik am Trapez
Mechernich-Lückerath – Die Bezeichnung „tosender Applaus“ bekam eine ganz neue Bedeutung, als Eltern, Großeltern und Geschwister der Schülerinnen und Schüler der Katholischen Grundschule Lückerath bei der Zirkusvorstellung in ohrenbetäubenden Beifall und Jubel für die jungen Artisten ausbrachen. Mit zwei Vorstellungen zeigten die Kinder der ersten bis vierten Klassen, was sie in ihrer Zirkusprojektwoche mit dem Circus Jonny Casselly gelernt hatten. Und das war bei weitem kein Kinderkram: Jonglage, Feuerspucken und sogar Akrobatik am Trapez ließen die Zuschauer immer wieder den Atem anhalten.

Eine Woche lang hatten sich die knapp 200 Grundschüler auf ihre große Galavorstellung mit dem Mitmach-Zircus vorbereitet. Je zwei Stunden pro Schultag wurde mit den professionellen Zirkusartisten trainiert – aber auch die restliche Unterrichtszeit drehte sich in dieser Woche um das Thema Zirkus.

Nach einem ersten Kennenlernen konnten die Schülerinnen und Schüler frei zwischen den angebotenen Zirkus-Workshops mit den Artisten des Circus Jonny Casselly wählen. Bodenakrobatik und Seiltanz, Trampolin und Trapez, Clowns und Jonglage, Fakire mit Feuer und Piraten mit Schwertern standen zur Auswahl. Dabei legt die Zirkusfamilie Wert darauf, die Kinder nicht nur anzuleiten, sondern sie dabei gleichzeitig in verschiedenen Persönlichkeitsbereichen wie Selbstbewusstsein, Mut, Verantwortung, Respekt und Vertrauen zu fördern.
Im Zirkus wieder Kind werden
Und so standen die Kinder dann in der Manege, selbstsicher, gemeinsam als Gruppe – und offensichtlich mit Spaß an ihren Vorführungen. Den Auftakt machte ein einzelner „Mini-Zirkusdirektor“ mit aufgemaltem Zwirbelbart, der das Publikum mit Elan dazu aufforderte, im Zirkus wieder Kind zu werden.

Stimmung brachten mehrere Jonglage-Nummern mit feinen Tüchern, leuchtenden Ringen und bunten Tellern. Zu Musiknummern wie „Let’s Twist Again“ aus den 1960er-Jahren waren auch die Kinder mit Petticoat und Rockabilly-Frisuren perfekt zurechtgemacht.

Spannend wurde es dann bei den Fakiren, die barfuß über Nagelbretter liefen und sich sogar auf die spitzen Nagelbetten legten. Die Fakire sorgten außerdem für eine außergewöhnliche Atmosphäre, als sie in der dunklen Manege mit Feuer jonglierten und sich sogar als echte Feuerspucker präsentierten. Tempo legten indessen die Trampolin-Artisten vor, die in leuchtenden Neon-Klamotten über schwingende Fahnen und durch Reifen sprangen.
Seiltanz und Trapez
Spaß hatten ganz offensichtlich die Schüler-Clowns, die den Zirkusclown beim gemeinsamen Fototermin in der Manege gemeinschaftlich auf die Schippe nahmen. Elegant ging es indessen bei der Bodenakrobatik zu, wo die Mädchen waghalsige Hebefiguren und Spagat mit besonderer Leichtigkeit vorführten. Ganz leicht fiel es den Schülerinnen und Schülern auch zu fallen, auf einem Seil zu tanzen – als Höhepunkt sogar mit einem zweiten Schüler auf den Schultern.

Viel Spaß hatten sicherlich auch die Piraten, die eine Zaubernummer vorführten. Dabei befand sich ein Pirat in einer Kiste, die von seinen Kameraden mit zahlreichen Schwertern durchbohrt wurde – aus der er aber schließlich unversehrt wieder erscheinen konnte. Höhepunkt der Zirkusvorstellung war schließlich die Akrobatik am Trapez. Da hielten sicherlich einige Eltern den Atem an, als die Kinder am Trapez durch das Zirkuszelt schaukelten, sich kopfüber herunterbaumeln ließen oder sogar akrobatische Übungen daran vorführten.

Schulleiterin Sonja Daniels zeigte sich von dem Zirkus-Projekt begeistert: „Die Kinder sind im Rampenlicht über sich hinausgewachsen. Das war ein einzigartiges Erlebnis.“

pp/Agentur ProfiPress