Pflege mit Ausblick

Jubiläum: 40 Jahre „Haus Effata“ – Vom Erholungsheim für Kriegsblinde zum Seniorenpflegeheim – Täglich wechselndes Freizeitangebot für Bewohner – Baumaßnahmen zur Erweiterung und Erneuerung

Blankenheim – Seit 40 Jahren gehört das Seniorenpflegeheim „Haus Effata“ in Blankenheim zur Communio in Christo. Mutter Marie Therese kaufte 1982 das ehemalige Kriegsblinden Kur- und Erholungsheim und machte daraus ein Pflegeheim für Senioren. In vier Jahrzehnten hat sich viel verändert, sowohl am mehrfach sanierten und erweiterten Gebäude als auch in der professionellen Struktur von Pflege und Betreuung. Gleich geblieben ist der Grundsatz der Einrichtung: „Effata“ („Öffne dich“). In der Einrichtung ist man offen für alle Menschen, die auf Pflege und liebevolle Zuwendung hoffen.

Im Jahr 1963 war das heutige „Haus Effata“ in Blankenheim noch ein Kur- und Erholungsheim für Kriegsblinde. Foto: Christian Bonack/pp/Agentur ProfiPress

Sofort nach dem Kauf gestaltete Mutter Marie Therese das Erholungsheim für Kriegsblinde in ein Seniorenheim um. Geleitet wurde es damals von den Ordensschwestern Vincenza (Pflege) und Virginiana (Küche und Hauswirtschaft). Als Heimleiter fungierte Pfarrer Hermann Walch. Damals wie heute beeindruckt die einzigartige Lage auf einer Anhöhe des Luftkurortes Blankenheim mit einem weitläufigen Park, der aus jedem der Zimmer einsehbar ist.

Tagesstrukturierende Maßnahmen

Anfang der 2000er Jahre wurde „Haus Effata“ kernsaniert. Dabei wurde die Fassade verglast, sodass die Balkone – ähnlich einem Wintergarten – in die Zimmer integriert wurden. Durch den Raumgewinn wurde es möglich, alle Zimmer mit eigenen Bädern auszustatten. Gleichzeitig wurde die bisherige Freiluftterrasse überdacht, in der daraufhin die Hauskapelle ihren Platz fand.

Nach mehreren Sanierungen und Erweiterungen ist das Seniorenpflegeheim „Haus Effata“ heute ein modernes Zuhause für rund 60 Bewohner. Foto: Zarlasht Azimi/pp/Agentur ProfiPress

Vor einem Jahr wurde die Hauskapelle an andere Stelle verlegt, um den lichtdurchfluteten Raum für die tagesstrukturierenden Maßnahmen der demenziell erkrankten Bewohner nutzen zu können. Die demenziell veränderten Bewohner verbringen dort den Tag zusammen, nehmen gemeinsam ihre Mahlzeiten ein und können auch am abwechslungsreichen Freizeitprogramm teilnehmen. „Das Konzept hat sich bewährt, unsere Bewohner sind in dieser begleiteten Tagesstruktur ruhiger und entspannter“, erzählt Zarlasht Azimi, Pflegedienstleiterin des „Haus Effata“.

Nach den Ordensschwestern übernahmen im Jahr 2000 Ulrike Müller und 2019 Sonja Plönnes die Heimleitung des Sozialwerks und sorgten mit ihren pflegewissenschaftlichen Kenntnissen für eine stetige Steigerung der Qualität in Pflege und Therapie.

In der früheren Hauskapelle befindet sich heute ein Raum für tagesstrukturierende Maßnahmen, in dem demenziell erkrankte Bewohner gemeinsam ihren Tag verbringen. Foto: Zarlasht Azimi/pp/Agentur ProfiPress

Kaffeekränzchen und Kegel-Treff

Heute können die betagten Bewohner aus zahlreichen begleiteten Freizeitangeboten wie Busfahrten, Einkaufstouren oder dem eigens im Haus eingerichteten Friseur-Salon auswählen. Therapeuten veranstalten Lese-, Film- und Spielnachmittage, Kaffeekränzchen und Kegel-Treffs. Zweimal pro Woche wird außerdem die Heilige Messe in der Hauskapelle gefeiert.

„Es vergeht nicht ein Tag, an dem nicht mindestens ein oder zwei Angebote zur Auswahl stehen“, erzählt Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes. Wer das Team in der Seniorenpflegeeinrichtung verstärken möchte, kann sich bei ihr bewerben: Sozialwerk Communio in Christo e. V., Sonja Plönnes, Bruchgasse 10-14A, 53894 Mechernich, Telefon: 0 24 43-98 14-0, E-Mail: s.ploennes@communio.nrw.

Das Team im „Haus Effata“ steht für Qualität in Pflege und Therapie – und würde sich über neue Kollegen freuen. Foto: Zarlasht Azimi/pp/Agentur ProfiPress

Aktuell wird das „Haus Effata“ erweitert, sodass die rund 60 Bewohner mit Abschluss der Baumaßnahmen im Herbst überwiegend in Einzelzimmern untergebracht sind. „Dafür braucht es nicht nur mehr und größere Zimmer, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur wie Bäder und Gemeinschaftsräume“, betont Norbert Arnold, Geschäftsführer des Sozialwerk Communio in Christo e. V.. Im kommenden Jahr soll dann schließlich die Außenanlage erneuert werden. 40 Jahre – und es gibt immer etwas zu tun.

pp/Agentur ProfiPress