Neues Zeitalter in der Betreuung

„Verein Haus Sonne“: Digitalisierung schafft Nähe an jedem Ort zu jeder Zeit – Technik mit Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und Unterstützung des Forschungszentrums Jülich beschafft

Bad Münstereifel/Kreis Euskirchen – Wer immer seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr eigenständig regeln kann, ist auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Der gemeinnützige Betreuungsverein Haus Sonne e.V. in Bad Münstereifel betreut ca. 150 Menschen, die krankheitsbedingt auf unterschiedliche Hilfen angewiesen sind, z.B. bei Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge, Behördenangelegenheiten oder weiteren vom Gericht festgelegten Aufgabenkreisen.

Im Herz des Projektes „Digital – mobil – persönlich – nah“: EDV-Expertin und Sozialarbeiterin Anke Zimmermann und ihr Kollege Norbert Bung in der computergestützten Telefonzentrale. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Mitarbeiter*innen des Vereins beraten, schulen und unterstützen mehr als 40 ehrenamtliche Gesetzliche Betreuer*innen, die sich ihrerseits um erwachsene Frauen und Männer kümmern, die nicht mehr alle Entscheidungen des täglichen Lebens alleine treffen und umsetzen können. In dem Zusammenhang erfolgt auch eine Beratung zu sowie Ausstellung von Vorsorgevollmachten.

Wo immer sich die einzelnen Besprechungs- oder Konferenzteilnehmer aufhalten mögen, auf dem Whiteboard sind sie problemlos zusammenzuschalten – quasi von Angesicht zu Angesicht. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Arbeit der Gesetzlichen Betreuer*innen beim Verein Haus Sonne wird seit kurzem enorm erleichtert durch den Einsatz modernster Kommunikationstechnik mit vollständig vernetzten Endgeräten wie Smartphones, Tablets, PCs, einem Whiteboard und einer immer und überall erreichbaren und vermittlungsfähigen Telefonanlage.

Während einer Schulungsveranstaltung zur neuen Digitaltechnik im Betreuungsbereich des Verein Haus Sonne in der früheren Kapelle des „Haus Maria Königin“ und jetzigen Kulturkapelle in Bad Münstereifel. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Telefonzentrale von überall steuerbar

Thomas Hochgürtel von der Organisationsentwicklung des Haus Sonne e.V.: „Man kann ohne Übertreibung sagen, dass wir damit eine positive und zukunftsorientierte Entwicklung umsetzen.“ Persönliche Kontakte seien unerlässlich, aber um administrative Dinge zu regeln, müssten nun nicht mehr alle Beteiligten an einem Ort versammelt werden. Man könne sich immer und überall zusammenschalten und vernetzen, auch bei Konferenzen und Schulungen und dabei auf alle relevanten Informationen zugreifen.

Organisationsexperte Thomas Hochgürtel: „Die neue Technik ermöglicht Konferenzlösungen für externe Fortbildungen mit Ehrenamtlern, anderen Betreuungsvereinen oder internen Absprachen im Wohn- und Betreuungsverbund.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Das bringt eine unglaubliche Vereinfachung und Stringenz in die Abläufe“, so Anke Zimmermann, die zugleich EDV-Koordinatorin und Gesetzliche Betreuerin ist. Gefördert wurde die digitale Umstellung beim Betreuungsbüro des Verein Haus Sonne von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und als Projektträger zusätzlich vom Forschungszentrum Jülich unterstützt.

Anke Zimmermann: „Die neue Software beinhaltet eine papierlose Akte, das spart Zeit und Ressourcen!“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Norbert Bung, Abteilungsleiter des Betreuungsvereins, lobt die Digitalisierung sehr: „Zusätzliche mobile Geräte ermöglichen uns ortsunabhängiges Arbeiten – egal ob in einer Einrichtung, bei Betreuten zu Hause oder bei einer Konferenz mit mehreren Beteiligten vor dem Whiteboard – Digitalisierung schafft Präsenz und Nähe an nahezu jedem Ort und macht ein Arbeiten auch im Homeoffice möglich.“

Norbert Bung vom Betreuungsbüro des Verein Haus Sonne: „Digitalisierung schafft Präsenz und Nähe an nahezu jedem Ort.“ Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Die neue Telefonanlage lässt sich von den mobilen Geräten aus steuern“, so Anke Zimmermann: „Alle Kontakte sind auch unterwegs abrufbar.“ Thomas Hochgürtel: „Die neue Technik ermöglicht Konferenzlösungen für externe Fortbildungen mit Ehrenamtlern, anderen Betreuungsvereinen oder internen Absprachen im Wohn- und Betreuungsverbund.“ Anke Zimmermann: „Die neue Software beinhaltet eine papierlose Akte, das spart Zeit und Ressourcen!“

pp/Agentur ProfiPress